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Nachhaltige Aktien 10.06.2015

Medien: WKN AG Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen

Die WKN AG setzte in der Vergangenheit stark auf Windräder von Vestas. Inzwischen ermitteln Behörden wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei einer Reihe von Bestellungen. / Foto: Vestas

Ist der Windkraftprojektierer WKN AG aus Husum in einen Skandal verwickelt? Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen im Zusammenhang mit Geschäften zwischen dem Windradhersteller Vestas Wind Systems und der WKN AG aufgenommen. Einzelne ehemalige Vestas-Mitarbeiter stehen offenbar im Verdacht, sich über mehrere Jahre systematisch an den Bestellungen der WKN AG bei Vestas bereichert zu haben.

Das geht aus einem Bericht des Magazins „Wirtschaftswoche“ hervor, der sich unter anderem auf Quellen aus Unternehmenskreisen beruft. Der dänische Konzern Vestas unterhält eine Deutschland-Niederlassung in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptsitz der WKN AG. Beide Unternehmen pflegen seit vielen Jahren eine Geschäftsbeziehung. Dem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge soll Vestas über mehrere Jahre überhöhte Rechnungen für die Bestellungen der WKN AG gestellt haben. Dieses Geld soll in Form von Provisionen an eine Beraterfirma geflossen sein, die ein ehemaliger Vestas-Mitarbeiter ebenfalls in Husum führen soll. Dabei sei ein Gesamtschaden von rund 18 Millionen Euro entstanden. Mehre Behörden ermitteln, unter anderem die Staatsanwaltschaft Kiel. Vestas nahm mit dem Verweis auf laufende Ermittlungen noch keine Stellung zu den Vorgängen. In einem ECOreporter.de-Interviewhttp://www.ecoreporter.de/artikel/die-selbstbedienungsmentalitaet-muss-ein-ende-haben-aufsichtsrat-volker-friedrichsen-zum-streit-an-der-spitze-der-pne-wind-ag-10-06-2015.htmlnimmt der ehemalige Hauptaktionär und langjährige Aufsichtsrat der WKN AG, Volker Friedrichen, Stellung zu den Vorwürfen.

Im Frühjahr 2014 hatte Vestas kurzfristig bekannt gegeben, dass fünf Funktionäre des Unternehmens wegen Verstößen gegen Corporate-Governance-Regeln entlassen worden sind (mehr lesen Sie  hier). Konkreter ging Vestas damals nicht auf die Hintergründe dazu ein. Der aktuelle Medienbericht stellt nun einen Zusammenhang zwischen diesen Entlassungen, den Geschäften mit der WKN AG und weiteren Fällen her, in denen sich ehemalige Vestas-Mitarbeiter systematisch selbst bereichert haben sollen.

Die WKN AG gehört mittlerweile zur PNE Wind AG. Der Verkauf sorgte im Nachhinein für Streit in den Führungsgremien der PNE Wind AG (ECOreporter.deberichtete). Auch dazu äußert sich Aufsichtsrat Volker Friedrichsen in dem aktuellen Interview.

Vestas Wind Systems: ISIN DK0010268606 / WIKN 913769
PNE Wind AG: ISIN DE000A0JBPG2 / WKN A0JBPG

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