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Direktbeteiligungen 30.06.2014

Müssen EEV-Anleger um ihr Genussrecht-Investment fürchten?

Bei der Umsetzung von Offshore-Windparks müssen nicht nur große technische Schwierigkeiten bewältigt werden, auch die Bundeswehr kann den Projektierern ins Gehege kommen. / Quelle: Fotolia (Zentilia)

Erneut sind Zweifel am Erfolg des Windkraftprojektes aufgekommen, für das die Erneuerbare Energie Versorgung AG (EEV) aus Göttingen über Genussrechte Kapital von Anlegern eingesammelt hat. Konkret geht es um den Offshore-Windpark Skua, den die Etanax Holding die 2012 an die EEV verkauft hatte. Das Projekt befindet sich aber noch in der Entwicklung, erst ab 2016 sollen die geplanten Windräder ans Netz gebracht werden. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet darüber, dass die EEV die Realisierung des Windparks Skua in einem ihr vorliegenden Schreiben im Herbst 2013 als „ausgeschlossen“ und das Projekt als „im Grunde genommen wertlos“ eingeschätzt habe. Denn das Areal des Windparks befinde sich mitten in einem Artillerieschießgebiet der Bundesmarine.


Ein Scheitern des Offshore-Projektes hätte gravierende Auswirkungen auf die Anleger. Denn der erfolgreiche Verkauf des fertig umgesetzten Offshore-Windparks soll wesentlich dazu beitragen, die Ansprüche der Investoren zu bedienen, die Genussrechte der EEV erworben haben. ECOreporter.de hatte schon vor rund fünf Wochen darüber berichtet, dass das Bundesverteidigungsministerium die Region in der Nordsee, in der das Projekt Skua umgesetzt werden soll, als Gebiet für Schießübungen beansprucht. Zudem hatten wir das Genussrechte-Angebot im Januar 2014 in einem ECOanlagecheck  kritisch durchleuchtet.


Die Genussrecht-Anbieterin EEV erklärte dazu, dass es keinen Konflikt mit der Bundeswehr gebe. Diese habe selbst mehrfach öffentlich erklärt, dass sie Übungsgebiete in der Nordsee für Windkraftprojekte „offenlassen müsse“. Auch hätten sich die eigenen negativen Einschätzungen zu dem Projekt Skua aus dem Herbst 2013, die der Zeitungsbericht anführt, nach einer umfassenden Aufklärung als nicht begründet erwiesen. Sie gehe selbst davon aus, dass Projekte wie Skua in ihre Genehmigung erhalten werden.

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