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Nachhaltige Aktien 02.08.2011

Quartalsbilanz der Wacker Chemie AG enttäuscht Analystin

Wacker zählt weltweit zu den größten Produzenten von Silizium, dem wichtigsten Rohstoff für die Photovoltaikbranche. / Quelle: Unternehmen

Mit zehn Prozent mehr Umsatz und fünf Prozent mehr Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres hat der Münchner Solarzulieferer Wacker Chemie AG das zweite Quartal 2011 abgeschlossen. Dies geht aus der jüngsten Bilanz des Chemiekonzerns hervor. Demnach kletterte der Quartalsumsatz von 1,2 auf 1,33 Milliarden Euro. Nach 204,7 Millionen Euro EBIT im zweiten Quartal 2010 erwirtschaftete Wacker Chemie aktuell 215,1 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie (EPS) kletterte entsprechend von 2,71 auf 2,81 Euro.


Der Zuwachs sei auf anhaltend die hohe Nachfrage und den damit gestiegenen Absatz in den Kerngeschäftszweigen zurückzuführen, hieß es. Allerdings sei die Ergebnisentwicklung durch deutlich höhere Rohstoffpreise gebremst worden.


Due Börsianer reagierten verschreckt auf die vorgelegten Zahlen von Wacker Chemie. Die Aktie verlor bis 11:57 Uhr im Xetra  satte 9,6 Prozent an Wert und notierte bei 117,43 Euro. Damit lag sie auf Jahressicht allerdings noch immer 4,9 Prozent im Plus.

 
Enttäuscht von dem Quartalsergebnis zeigt sich Annett Weber, Analystin der BHF Bank. Zwar sei die Umsatzentwicklung erwartungsgemäß verlaufen, die Quartalsgewinne hinken dem ihrer Ansicht nach jedoch hinterher. Unerwartet schwach sei vor allem die Bilanzentwicklung für den Geschäftsbereich Chemikalien ausgefallen. Dennoch rät sie, die Aktie durch Zukauf überzugewichten.


Positiv schlägt Weber zufolge zu Buche, dass die Wacker Chemie an ihrer Prognose für das Gesamtjahr 2011 festhält. „Auch wenn sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr wahrscheinlich etwas abschwächt, haben wir - gerade auch dank unseres starken Polysiliciumgeschäfts - gute Voraussetzungen, um weiter profitabel zu wachsen“, so Konzernchef Rudolf Staudigl. Es sei davon auszugehen, mehr als 5 Milliarden Euro Jahresumsatz zu erzielen und 1,19 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBIRDA) zu erwirtschaften. Im zweiten Quartal war das EBITDA um 5 Prozent von 308,6 auf 324,8 Millionen Euro angewachsen.


Weber geht ihrerseits davon aus, dass Wacker Chemie ihre Gewinne für 2011 und 2012 jeweils im Vergleich zum Vorjahr steigern wird. Das EPS für 2011 soll auf Jahressicht um 21 Prozent auf 12,03 Euro ansteigen. Für 2012 prognostiziert sie einen weiteren Anstieg um 24,3 Prozent auf 15,02 Euro je Aktie.

Wacker Chemie AG: ISIN DE000WCH8881 / WKN WCH888

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