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Meldungen 19.12.2008

RWE AG: Übernahme der ENOVA Energieanlagen GmbH - erster Offshorewindpark

RWE Innogy plant den Bau ihres ersten Hochsee-Windparks Innogy Nordsee 1 vor der deutschen Küste

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

    * Rund 1000 Megawatt sollen 40 Kilometer nördlich von Juist entstehen
    * Die Gesamtinvestition beträgt rund 2,8 Mrd. Euro

RWE Innogy hat heute die Projektgesellschaft ENOVA Energieanlagen GmbH, eine Gesellschaft der ENOVA Unternehmensgruppe, erworben. Damit verbunden sind die Rechte am Offshore-Windprojekt North Sea Windpower 3 (NSWP3). Mit dem Erwerb erhält der Windpark den Namen Innogy Nordsee 1. Er wird nach erfolgter Genehmigung mit voraussichtlich 960 Megawatt der größte geplante Offshore-Windpark vor der deutschen Küste sein. Er soll 40 Kilometer nördlich der Nordseeinsel Juist auf einer Fläche von rund 150 km2 entstehen.


RWE Innogy und ENOVA erwarten die Genehmigung bis Ende 2009; Mit ersten Vorbereitungen könnte dann in 2010 begonnen werden. Die ersten Windturbinen sollen bereits in 2011 in Betrieb genommen werden. Insgesamt soll der Windpark 2015 fertig gestellt sein. Die Gesamtinvestition für das Projekt liegt bei rund 2,8 Mrd. Euro.


Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG: „Rund 1000 Megawatt Windkraft in Deutschland auf hoher See - das ist das größte Einzelprojekt, das RWE im Bereich der erneuerbaren Energien bisher eingeleitet hat. Gerade in der Wirtschaftskrise geht RWE Innogy bewusst ein hohes Investitionstempo."


Der Bau von Innogy Nordsee 1 ist für RWE ein klares Bekenntnis, die Klimaschutzziele der Bundesregierung und der Europäischen Union mit umzusetzen. Der Windpark wird jährlich ca. 2,6 Mio. Tonnen CO2 vermeiden*). Zudem trägt er entscheidend dazu bei, die ehrgeizigen Ziele von RWE im Bereich erneuerbarer Energien zu erreichen. RWE will sich bis 2012 rund 4.500 MW Stromerzeugungskapazität auf Basis erneuerbarer Energien gesichert haben. Insgesamt plant der Konzern, mit diesen Investitionen bis zu 15 Mio. Tonnen CO2 im Jahr zu vermeiden. Kernmarkt ist Europa.


Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy: „Hierzulande ist der Bau eines Offshore-Parks aufgrund der hohen Auflagen ein sehr ambitioniertes Projekt. Im Gegensatz zu anderen Nordsee-Anrainerstaaten müssen wir vergleichsweise weit vor der Küste in tiefen Gewässern bauen. Das stellt höchste Anforderungen an Planung, Umsetzung und Technik. Ich freue mich daher, dass wir gerade in Deutschland mit ENOVA und vor allem Helmuth Brümmer als Partner ein so entscheidendes Projekt vorantreiben können. Ich bin mir sicher, dass wir die richtige Mannschaft haben, diese anspruchsvolle Aufgabe zu meistern. “


Helmuth Brümmer, Inhaber und Geschäftsführer der ENOVA-Unternehmensgruppe fügt hinzu: „Bis heute haben wir bereits knapp 10 Jahre Entwicklungsarbeit für die Realisierung unserer Offshore-Projekte geleistet. Es ist daher auch für mich ganz persönlich ein großer Erfolg, die nun anstehenden Aufgaben mit RWE Innogy gemeinsam umsetzen zu können. Mit RWE Innogy haben wir den richtigen Partner für die Realisierung eines der größten Offshore-Projekte weltweit gefunden.“ Zum Zeitpunkt des Erwerbs verfügt die Projektgesellschaft ENOVA Energieanlagen GmbH ausschließlich über die Rechte an dem Windpark NSWP3. Anteile an weiteren Projekten wurden vorab aus der Gesellschaft herausgelöst.


Innogy Nordsee 1 soll 40 Kilometer nördlich von Juist in einer Wassertiefe von 26 bis 34 Meter entstehen. Der Park ist mit 150 bis zu 180 Windturbinen der 5- bzw. 6- Megawattklasse geplant. Untersuchungen des Standortes weisen darauf hin, dass er voraussichtlich mit bis zu knapp 4.000 Volllaststunden laufen und damit insgesamt über drei TWh Strom jährlich liefern kann. Das ist für einen Offshore-Windpark ein vergleichsweise sehr guter Wert. Diese Menge reicht rechnerisch aus, um mindestens 780.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Die Verhandlungen über einen Rahmenvertrag mit REpower über bis zu 250 Windenergieanlagen der 5 bzw. 6 Megawattklasse sind weit fortgeschritten, die Vertragsunterzeichnung erwarten wir Anfang nächsten Jahres.


Anfang November hatte RWE Innogy bereits 50% an dem britischen Offshore Windpark Greater Gabbard erworben, der nach Fertigstellung in voraussichtlich 2011 über insgesamt 500 MW verfügen soll. Zudem betreibt das Unternehmen den 60 MW Offshore Windpark in North Hoyle vor der walisischen Küste und baut den 90 MW Park Rhyl Flats, ebenfalls vor der walisischen Küste. Der geplante Offshore-Windpark Gwynt y Môr soll mit 750 MW ebenfalls weltweit einer der größten seiner Art sein. In den Niederlanden bewirbt sich RWE Innogy zugleich um die Lizenz für eine Erzeugungskapazität von 2.000 MW an zwei wirtschaftlich besonders interessanten Standorten.


Die Offshore-Projekte von ENOVA decken alle Bereiche in der Nordsee ab: In 2004 errichtete das Unternehmen die erste Nearshore Windenergieanlage Deutschlands komplett von Wasserseite aus. Gemeinsam mit der EWE AG entwickelt und realisiert ENOVA den Offshore Windpark RIFFGAT in der 12-sm-Zone der Nordsee, ca. 15 km nordwestlich von Borkum. Dort sollen bis zu 44 Windenergieanlagen der Multi-Megawatt-Klasse errichtet werden. Mit der Veräußerung des Projektes Innogy Nordsee 1 hat ENOVA ihr Ziel erreicht, alle geplanten Offshore-Projekte an Partner zu veräußern, die das Potential haben, diese zu errichten und zu betreiben. Bei allen Partnern ist ENOVA in die weitere Realisierung eingebunden.


*) Berechnung auf Basis des „Gutachtens zur CO2-Minderung im Stromsektor durch den Einsatz erneuerbarer Energien“ des Fraunhofer Institutes für System- und Innovationsforschung,

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