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Nachhaltigkeitsfonds & Zertifikate 25.09.2009

Schockschwerenot: Es geht zu langsam!

Jörg Weber, Chefredakteur von ECOreporter.de

Alle sind nachhaltig, zumindest sind alle dafür, es zu sein oder wenigstens zu werden. Zumindest werden sich das viele Finanzdienstleister denken, wenn sie Nachrichten lesen wie: „Die  Unternehmensberatung McKinsey & Company erwartet 850.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland durch Wachstumskerne in energierelevanten Märkten“. Oder wenn die Unternehmensberatung Roland Berger prophezeit, bis 2020 würden zehn Millionen Elektrofahrzeuge verkauft. Und gleichzeitig bei der IAA jede Menge Elektroauto-Studien zu sehen sind. Da müssten dann doch die grünen Geldanlagen derzeit weggehen wie im Teilchenbeschleuniger, könnte man denken. Tun sie aber nicht. Das enttäuscht die Kundenberater und Vermittler, die auf nachhaltiges Investment setzen. Aber warum steht die Welt bei nachhaltigen Investments auf der Bremsspur?


Nun, sie steht ja nicht. Es bewegt sich durchaus etwas. Immer mehr nachhaltige geschlossene Fonds kommen auf den Markt. Und immer neue Kundengruppen sind für solche Produkte auch empfänglich. Nur reicht es nicht, die nachhaltigen Fonds ins Schaufenster zu stellen – und schwupps, sind sie vergriffen. Die angekündigten Elektroautos, die gibt es nämlich noch nicht zu kaufen. Sie geistern bisher nur durch die Medien, nicht durch die Straßen. In Medien und Werbeversprechen der Politiker geht das mit dem Umweltschutz immer ganz schnell. In der Realität entscheidet der Kunde, und der sieht keinen Grund zur Eile. Das geht in anderen Bereichen genauso wie beim grünen Geld. Auch die Ökostrom-Anbieter und selbst die Bio-Bauern würden sich durchaus schnelleres Wachstum wünschen. Und so bleibt nur ein Fazit übrig: Wer meint, nachhaltige Geldanlagen würden sich aufgrund eines allgemeinen Trends wie von selbst verkaufen, der irrt gewaltig, und er wird enttäuscht werden.


Richtig ist: Nachhaltige Geldanlagen liegen genau auf der richtigen Linie, aber es ist dennoch viel harte Arbeit nötig, um sie den Anlegern nahe zu bringen. Eins muss man in dieser Zeit eben auch sehen: Diejenigen Anlageberater, die fleißig Adressen sammeln, vorbereitet sind, geschult sind, auf faire Produkte setzen, sich von Misserfolgen nicht niederdrücken lassen, die zu alledem auch noch Optimismus ausstrahlen – die sind zur Zeit schon sehr erfolgreich. Mit nachhaltigen Geldanlagen. Und deren Marktanteil ist wegen solcher Anlageberater immerhin erheblich höher als der derzeitige Marktanteil der vielgepriesenen grünen PKW. Also: Wenn da draußen jeder 20. Anleger bereit ist, nachhaltig zu investieren, dann wissen Sie ja, womit Sie nach 19 Misserfolgen rechnen können. Also nicht jammern. Ärmel aufkrempeln und los!

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