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Meldungen 04.08.2015

SFC Energy AG: Halbjahresbericht

Die Brennstoffzellenspezialistin SFC Energy AG meldet Rückgänge beim Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2015. wir veröffentlichen die Mitteilung des Unternehmens hierzu im Wortlaut.

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

- Starkes Wachstum für zweite Jahreshälfte 2015 durch Erfolge im Verteidigungsgeschäft erwartet

- Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2015 bei EUR 24,8 Mio. (HJ 2014: EUR 26,2 Mio.)

- Quartals- und Halbjahresumsatz im Wesentlichen rückläufig aufgrund der Verschiebung eines Verteidigungsprojektes in den Juli 2015

- Bereinigtes EBITDA bei EUR -2,0 Mio. im ersten Halbjahr 2015 (HJ 2014: EUR -0,5 Mio.)

- Ausblick für 2015: Der Vorstand bestätigt Umsatzprognose von EUR 55 bis 65 Mio. und Verbesserung der Profitabilität gegenüber dem Vorjahr

Brunnthal/München, 3. August 2015 - SFC Energy AG (F3C:DE, ISIN: DE0007568578), ein führender internationaler Anbieter von stationären und mobilen Hybrid-Stromversorgungsanlagen auf Basis von Brennstoffzellen, veröffentlicht heute die Zahlen für das zweite Quartal und das am 30. Juni beendete erste Halbjahr 2015.

Vorstandsbericht

Dr. Peter Podesser, CEO von SFC Energy AG: "Wir freuen uns über die in der ersten Jahreshälfte 2015 erzielten Fortschritte insbesondere dank einer, trotz schwieriger Marktbedingungen, starken Performance in unserem Öl- und Gasgeschäft. Darüber hinaus haben wir im Juli 2015 sowohl durch einen initialen Auftrag der Bundeswehr als auch zwei Aufträge einer internationalen Verteidigungsorganisation große Durchbrüche im Verteidigungsgeschäft erzielt. Der Weg zur Lieferung unserer EMILY Brennstoffzelle an die Bundeswehr erforderte intensive, lange Testprozesse. Zwar hatten wir ursprünglich geplant, dieses Verteidigungsprojekt bereits im zweiten Quartal ausliefern zu können, aber wir freuen uns, den Auftrag nun ausgeliefert zu haben und damit voll im Zielkorridor unserer Gesamtjahresprognose zu bleiben."

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Umsatzerlöse

SFC Energy erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2015 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 24,8 Mio. gegenüber EUR 26,2 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rückgang von 5,2 % ist hauptsächlich auf die Verschiebung mehrerer Großaufträge im Sicherheits- und Industriesegment sowie auf die schwierigen Bedingungen im Öl- und Gassegment zurückzuführen.

Im zweiten Quartal beliefen sich die Umsatzerlöse auf EUR 12,2 Mio. verglichen mit EUR 13,2 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Segment-Entwicklung

Öl & Gas

Das Segment Öl & Gas erreichte, trotz des niedrigen Ölpreises, im ersten Halbjahr das Rekordniveau des Vorjahres. Die Umsätze im Segment Öl & Gas stiegen in den ersten sechs Monaten um 2,8 % auf EUR 14,4 Mio. gegenüber EUR 14,0 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q2 2015: EUR 7,2 Mio./Q2 2014: EUR 7,4 Mio.). Der signifikante Rückgang des Ölpreises seit seinem Höchststand im Juli 2014 hat viele Unternehmen dazu gezwungen, ihre Ausgaben zu reduzieren bzw. aufzuschieben. Dies gilt insbesondere für neue Projekte. Des Weiteren konnte SFC Energy beobachten, dass viele Kunden sich auf die Senkung der Produktionskosten und Effizienzsteigerungen konzentrieren. Dieses sogenannte "De-Bottlenecking" bei laufendem Betrieb wurde zum Umsatztreiber für SFC Energy.

Die im zweiten Quartal 2015 gemeldete Kooperation zwischen der kanadischen Tochter Simark Controls und Schneider Electric war ein Meilenstein und ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer Ausweitung der Kundenbasis von SFC Energy in Nordamerika und, trotz schwieriger Marktbedingungen, zu weiterem organischen Wachstum im Öl- & Gassegment. Die ebenfalls neue Vertriebsvereinbarung zwischen Simark Controls & Gentherm Global Power Technologies (GPT), einem international führenden Anbieter netzferner Stromversorgungslösungen für die Öl- & Gasindustrie weltweit, bildet eine starke Plattform für die weitere weltweite Geschäftsentwicklung von SFC Energy in den Öl- & Gasmärkten.

Parallel dazu wurde die Kostenstruktur im Segment Öl & Gas proaktiv an die sich ändernden Marktbedingungen angepasst. Dadurch werden jährliche Einsparungen in Höhe von CAD 1 Mio. realisiert. Bereits im zweiten Halbjahr 2015 werden Einsparungen in Höhe von CAD 0,5 Mio. wirksam.

Sicherheit & Industrie

Das Segment Sicherheit & Industrie erzielte im ersten Halbjahr 2015 Umsätze in Höhe von EUR 8,0 Mio. verglichen mit EUR 9,7 Mio. im selben Zeitraum des Vorjahres (Q2 2015: EUR 3,8 Mio./Q2 2014: EUR 4,7 Mio.). Der Rückgang von 17,5 % lag im Wesentlichen an der Verzögerung wichtiger Projekte, für die jedoch mittlerweile Abschlüsse unterzeichnet wurden.

Nach zwei schwierigen Jahren im Verteidigungsmarkt konnte SFC Energy nach Abschluss des ersten Halbjahres entscheidende Erfolge verzeichnen. Der Eingang eines Großauftrags der Bundeswehr für die EMILY Brennstoffzelle ist eine weitere Bestätigung der Leistungsfähigkeit des SFC-Brennstoffzellenprodukts als zuverlässige, leichte Stromversorgungslösung im Feld mit geringer Detektierbarkeit.

Der zweite Meilenstein waren die Aufträge einer weiteren führenden Verteidigungsorganisation. Hier hat SFC Energy Aufträge für zwei Programme erhalten; das erste für stationäre Brennstoffzellen mit extrem langen bedienerfreien Betriebszeiten, das zweite für die JENNY 1200, SFCs tragbare, leistungsstärkere Brennstoffzellenplattform der nächsten Generation. In letzterem Fall konnte SFC Energy aufgrund der überlegenen Leistungskraft ihres Produkts die gesamte Konkurrenz aus dem Feld schlagen.

Obwohl der Erhalt des Auftrags der Bundeswehr später erfolgte als ursprünglich erwartet (SFC Energy hatte mit einem Auftragseingang im zweiten Quartal 2015 gerechnet), stellen alle neuen Aufträge einen großen Erfolg für das Unternehmen dar, mit signifikant positiven Auswirkungen sowohl auf die Geschäftsergebnisse als auch auf das langfristige Wachstum. Insbesondere im Verteidigungsmarkt sieht das Unternehmen gute Aussichten auf weitere Aufträge von Streitkräften im Verlauf dieses Jahres. Hierbei handelt es sich jedoch traditionell um ein Jahresendgeschäft. Alle Aufträge, aber auch die laufende Nachfrage der Streitkräfte nach Service, Reserven und Ersatzteilen, unterstützen die Zuversicht, dass das SFC Energy Verteidigungsgeschäft nachhaltige Umsätze und Ergebnisse erreichen wird. Die tiefgreifende Veränderung der geopolitischen Situation in den letzten zwölf Monaten als auch die steigenden Verteidigungs- und Sicherheitsanforderungen, z. B. Grenzschutzanwendungen, unterstützen dabei die Nachfrage.

Freizeit

Das Segment Freizeit erzielte im ersten Halbjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2,3 Mio. gegenüber EUR 2,4 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q2 2015: EUR 1,1 Mio./Q2 2014: EUR 1,1 Mio.). Das Freizeit-Segment wuchs im Berichtszeitraum in Skandinavien und Italien während der französische Freizeitmarkt weiter schwierig blieb. Dennoch konnte hier im zweiten Quartal ein Anstieg der Verkaufszahlen beobachtet werden. Der Aufbau des Neugeschäfts an der Westküste der Vereinigten Staaten und in Norwegen war weiterhin stark.

Der Start der Marketingarbeit rund um die innovative neue mobile Steckdose EFOY GO! sollte weiteren Schwung ins zweite Halbjahr bringen. EFOY GO! Beta-Prototypen sind bereits bei Vertriebs- und Medienpartnern im Testeinsatz. Insgesamt erwartet SFC Energy im laufenden Geschäftsjahr eine stabile Entwicklung des Freizeit-Segments.

Ergebnisentwicklung

Die Profitabilität der SFC Energy Unternehmensgruppe im ersten Halbjahr 2015 blieb aufgrund mehrerer großer Projektverschiebungen im Sicherheits- und Industriesegment hinter dem Vorjahr zurück.

Das EBITDA betrug in den ersten sechs Monaten EUR -2,7 Mio. gegenüber EUR -1,1 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA lag im ersten Halbjahr 2015 bei EUR -2,0 Mio. (Q2 2015: EUR -1,4 Mio.) und damit unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (HJ 2014: EUR -0,5 Mio./Q2 2014: EUR -0,3 Mio.).

Das EBIT in den ersten sechs Monaten belief sich auf EUR -3,9 Mio. gegenüber EUR -2,4 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Hier ist zu erwähnen, dass im ersten Halbjahr 2015 Sondereffekte in Höhe von EUR 1,3 Mio. aus der Simark-Akquisition und Personalmaßnahmen anfielen. Bereinigt um die Sondereffekte betrug das bereinigte EBIT EUR -2,7 Mio. gegenüber EUR -1,3 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q2/2015: EUR -1,7 Mio.).

Das Ergebnis per Aktie (EPS) gemäß IFRS (unverwässert und verwässert) lag im ersten Halbjahr 2015 bei EUR -0.46 gegenüber EUR -0,33 im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im zweiten Quartal 2015 ging das EPS im Vergleich zum Vorjahresquartal von EUR -0,17 auf EUR -0,28 zurück.

Bilanz

Der Bestand an frei verfügbaren liquiden Mitteln betrug zum 30. Juni 2015 EUR 3,8 Mio. (31. Dezember 2014: EUR 6,1 Mio.) Der Rückgang in Höhe von EUR 2,3 Mio. ist hauptsächlich bedingt durch das negative Konzernperiodenergebnis und die vereinbarten weiteren Kaufpreiszahlungen aus der Simark-Transaktion. Zum 30. Juni 2015 reduzierte sich die Eigenkapitalquote des Unternehmens leicht auf 56,8 % (31. Dezember 2014: 58,4 %). Zum 30. Juni 2015 beschäftigte SFC Energy 239 fest angestellte Mitarbeiter (30. Juni 2014: 247).

Prognose

Der Vorstand ist mit Geschäftsentwicklung und Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr zufrieden. Die Verzögerung mehrerer Großprojekte, die keinen Beitrag zu Umsatz und Ergebnis bzw. zur Reduzierung der Gemeinkostenquote liefern konnten, hatte einen negativen Effekt auf die Geschäftszahlen der SFC Energy im Berichtszeitraum.

Dr. Peter Podesser, CEO von SFC Energy AG: "Für das Gesamtjahr rechnen wir weiterhin damit, unsere Umsatzprognose in Höhe von EUR 55 bis 65 Mio. zu erreichen. Diese Erwartung basiert auf soliden Eckdaten für eine nachhaltige Entwicklung des Segments Sicherheit & Industrie in der zweiten Jahreshälfte aufgrund eines stärker werdenden Verteidigungsgeschäftes und einer höheren Planbarkeit im Hinblick auf Großaufträge und laufende Ausschreibungen in Industriemärkten."

Der Vorstand von SFC Energy erwartet zudem weiter eine Verbesserung der Profitabilität im Verlauf des Jahres, aufbauend auf den erfolgten Anpassungen der Kostenstrukturen des Unternehmens in Kanada und den Niederlanden sowie dem geplanten Umsatzwachstum und dem Produkt-Mix.

Zusätzlich sollte auch die übliche Saisonalität zu einem stärkeren zweiten Halbjahr beitragen, wobei vor allem ein starkes viertes Quartal erwartet wird. Das dritte Quartal ist traditionell eher schwächer, da viele Öl- & Gasunternehmen ihre Sommerpausen verlängern, um Kosten zu sparen.


Zu SFC Energy AG
Die SFC Energy AG (www.sfc.com) ist ein führender internationaler Anbieter von stationären und mobilen Hybrid-Stromversorgungslösungen. Mit über 33.000 verkauften Brennstoffzellen steht SFC Energy auf Platz eins der Brennstoffzellenhersteller. Seine zahlreichen mehrfach ausgezeichneten Produkte vertreibt das Unternehmen in der Öl- und Gasindustrie, in Sicherheits- und Industrieanwendungen und im Endverbrauchermarkt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Brunnthal bei München, Deutschland, und betreibt Produktionsstandorte in den Niederlanden, Rumänien und Kanada, sowie Vertriebsniederlassungen in den USA und Kanada. Die SFC Energy AG notiert im Prime Standard der Deutschen Börse (WKN: 756857 ISIN: DE0007568578).

SFC Investor Relations:
SFC Energy AG
Eugen-Sänger-Ring 7
D-85649 Brunnthal
Tel. +49 89 673 592-378
Fax. +49 89 673 592-169
Email: ir@sfc.com
Web: www.sfc.com

CROSS ALLIANCE communication GmbH
Susan Hoffmeister
Tel. +49 89 898 27 227
Email: sh@crossallliance.com

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