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Direktbeteiligungen 06.02.2009

Solarfonds sind Jahresgewinner – Bericht zum Feri Symposium geschlossene Fonds

Angebote aus dem Bereich der Solarenergie fanden bei Anlegern das größte Interesse / solarcomplex AG

Der Markt für geschlossene Fonds in Deutschland ist 2008 massiv eingebrochen. Das geht aus der gestern in München vorgestellten „Feri Gesamtmarktstudie Beteiligungsmodelle 2009“ hervor. Im Vergleich zum Vorjahr sei 2008 das platzierte Eigenkapitalvolumen um 19,3 Prozent auf 10,21 Milliarden Euro zurück gegangen, referierte Feri-Vorstandssprecher Helmut Knebel auf dem „Feri Symposium“ im Flughafenhotel Kempinski. Noch stärker sei der Rückgang beim Fondsvolumen ausfallen, es habe sich um 21,6 Prozent auf 18,12 Milliarden Euro verringert. Insgesamt seien in Deutschland im letzten Jahr 950 Fonds angeboten worden, so Knebel. Davon seien allerdings nur zirka 540 in 2008 neu zum Vertrieb zugelassen worden. Die Anzahl der Fondsinitiatoren sei von 395 in 2007 auf 367 in 2008 gesunken.


Laut Wolfgang Kubatzki von Feri EuroRating ist die Zahl der Anleger in geschlossene Fonds 2008 auf 393.000 gesunken, nach 417.000 im Vorjahr. Das durchschnittliche Zeichnungsvolumen je Anleger sei seit vielen Jahren rückläufig. Im letzten Jahr sei es weiter gesunken auf 26.000 Euro (2007: 30.000;1999: 50.000). Die Investoren seien zudem immer älter. „Wir haben hier keinen Nachwuchs“, sagte Kubatzki. Von 1998 bis 2008 hat sich laut der Studie der Anteil der Investoren im Alter zwischen 31 und 40 Jahren von 20 Prozent auf nurmehr neun Prozent mehr als halbiert. Gleichzeitig sprang der Anteil der 61 bis 70-jährigen von elf auf 25 Prozent. „Grund für das höhere Alter der Fondszeichner ist die Entwicklung der Beteiligungsangebote weg von Steuersparmodellen hin zu Renditeprodukten“, erklärte Feri-Vorstand Knebel.
Wie Kubatzki weiter ausführte, ist der Anteil von Frauen unter den Investoren in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Die Zahl erhöhte sich demnach von 20,5 Prozent 1998 auf 38,6 Prozent 2008. Frauen würden sich bevorzugt an Schiffsfonds und Erneuerbare-Energie-Fonds beteiligen. Damit haben sie offensichtlich dazu beigetragen, dass der Anteil von Erneuerbare-Energie-Fonds am Gesamtmarkt 2008 auf 2,9 Prozent gewachsen ist (Vorjahr: 2,1 Prozent).


Verschiedene Referenten des Feri Symposium äußerten die Erwartung, dass der Sektor Erneuerbare Energien auch in 2009 weitere Zuwächse verzeichnen wird. So erwartet Jochen Schenk von der Münchener Real I.S. AG eine „starke Entwicklung bei Erneuerbare-Energie-Fonds“. Martin Führlein von der Nürnberger Kanzlei Dr. Rödl & Partner GbR, prognostizierte eine starke Zunahme der Angebote im Bereich der Erneuerbaren Energien. Führlein erläuterte in seinem Vortrag wichtige Änderungen im Steuerrecht. Daraus ergäben sich unter anderem günstigere Regelungen bei der Vererbung von Erneuerbare-Energie-Beteiligungen.


Laut der Feri-Studie investierten Anleger in 2008 insgesamt 296 Millionen Euro in Erneuerbare-Energie-Fonds, das seien 30 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Den Markt teilen demnach 57 Initiatoren unter sich auf, auf jeden entfällt damit ein Eigenkapital von 5,2 Millionen Euro. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Fonds belief sich den Angaben zufolge auf 620 Millionen Euro.


Mit 58 Prozent konnten sich Solarfonds den größten Anteil am Platzierungsvolumen sichern, es folgen Beteiligungsangebote im Bereich Biogas mit 19 Prozent und Windenergie mit 14 Prozent.


Erfolgreichster Anbieter von Erneuerbare-Energie-Fonds war 2008 nach Angaben von Feri die Hamburger IGB Internationale Grundwert Beteiligungs AG, sie platzierte 48,2 Millionen Euro Eigenkapital. Weitere große Anbieter waren die Solar Invest (26,3 Millionen Euro), die MPC Capital AG (23,2 Millionen Euro) und die Doric Asset Finance (20,2 Millionen Euro).


Feri äußert sich kritisch über die Qualität der Angebote im Bereich Erneuerbare Energien. Wörtlich heißt es in der Gesamtmarktstudie: „Ohne eine strukturelle Marktanpassung mit kompetenten Partnern, nachhaltiger Investmentstrategie und Portfoliodiversifikation zur Risikostreuung ist keine weitere Entwicklung des New Energy-Marktes zu erwarten.“

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