Werbung
Nachhaltige Aktien 21.06.2011

Spekulationen über Bilanzfälschung belasten Aktie von Asian Bamboo

Bewirtschaftung einer Plantage von Asian Bamboo: das Unternehmen verfügt nach den gesetzlichen Vorschriften über großen Spielraum bei deren Bewertung. / Quelle: Asian Bamboo

Die Hamburger Bambus-Spezialistin Asian Bamboo AG wehrt sich gegen Vorwürfe, es habe Unregelmäßigkeiten in der Bilanzführung gegeben. Hintergrund sind Spekulationen über Betrügereien bei Börsengängen von zwei Unternehmen, die wie Asian Bamboo zwar ausschließlich in Asien operieren, jedoch vom westlichen Ausland her geführt werden. Zudem agieren sie als Forstunternehmen in einem ähnlichen Segment wie die auf Bambus spezialisierte Asian Bamboo. Bei diesen beiden Firmen handelt es sich um Sino-Forest und China Forestry, die beide in Nordamerika an der Börse notiert sind. Die Turbulenzen um deren Aktien haben auch den Kurs der Asian-Bamboo-Aktie jüngst stark unter Druck gebracht.


Wie Asian Bamboo vermelde die in Ontario, Kanada, ansässige Sino Forest Corporation regelmäßig außergewöhnlich hohe Gewinnmargen und rasantes Unternehmenswachstum. Das etwa in Artikeln der Online-Dienste Geldanlage-Report und Trend Trader zu lesen. Autor dieser Beiträge ist immer die gleiche Person: Armin Brack. Er hält die Asian Bamboo AG „nicht mehr für vertrauenswürdig“.


Die Asian Bamboo AG hatte für das dritte Quartal 2010 tatsächlich fehlerhaft bilanziert, dies jedoch korrigiert (ECOreporter.de berichtete). Die Bambusspezialistin tritt den Spekulationen über weitere Unregelmäßigkeiten entgegen und betont die eigene Seriosität. Alle Bilanzen seien regelmäßig von renommierten unabhängigen Wirtschaftsprüfern wie Deloitte durchleuchtet und bestätigt worden, heißt es.


Die für die chinesischen Plantagen geltenden Besitzverhältnisse sind laut verschiedener Experten eine Hauptfehlerquelle für Bilanzen von Holz-Unternehmen aus der Region. Mit dem Wert des Landes und der Plantagen steige oder falle der Gesamtwert des jeweiligen Börsenunternehmens. Die Komplexität vieler Eigentumsverhältnisse in China lasse große Spielräume für bilanzielle Interpretationen und führe demnach entsprechend leichter zu Fehlern in der Bilanz.


Die Asian-Bamboo-Aktie setzt ihren Sinkflug an der Deutschen Börse unterdessen fort. Sie notierte heute um 12:15 Uhr bei 23,21 Euro, 4,5 Prozent unter dem Niveau der Vorwoche. In den vergangenen vier Wochen büßte sie 28,6 Prozent an Wert ein. Der Verlust gegenüber dem Kurs vor einem Jahr liegt akuell ebenfalls knapp über 28 Prozent.

Asian Bamboo AG:ISIN DE000A0M6M79 / WKN A0M6M7

Werbung

ECOreporter.de-Abonnement

Als Abonnent haben Sie Zugriff auf alle Exklusivinformationen von ECOreporter.de.

Ein umfassender Service für alle, denen nachhaltige Investments etwas wert sind!

Abonnent werden

ecoanlageberater - deutschlandweit

ecoanlageberater - deutschlandweit

Wo finde ich eine/n Fachberater/in für Nachhaltiges Investment?
Absolvent/inn/en des Fernlehrgangs ecoanlageberater ganz in Ihrer Nähe

weiterlesen

ECOreporter - Artikel kaufen

PayPal

Sie möchten einen bestimmten Bericht in ECOreporter.de lesen? Sie können auch einzelne Artikel kaufen - vom Aktientipp bis zum ausführlichen Testbericht.
Schon ab 2,40 Euro!

Sie wollen alles in ECOreporter.de lesen? Dann abonnieren Sie! Ab 99,60 Euro pro Jahr, das sind pro Monat nur 8,30 Euro.
Die umfangreichste deutsche Seite zu nachhaltigen, ethischen Geldanlagen steht Ihnen dann komplett offen!
Abonnent werden

Einloggen schließen
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang