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Erneuerbare Energie 26.08.2013

Stromüberschüsse aus Wind- und Solarkraft ein lösbares Problem

Zeitweilige Stromüberschüsse aus Solar- und Windkraft stellen auch bei stark steigenden Anteilen erneuerbarer Energien ein lösbares Problem dar. Das stellt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) fest. Durch eine Flexibilisierung des Stromsystems könnte demnach die Überschussproduktion stark vermindert werden.


Die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie kann je nach Wetterlage, Tages- und Jahreszeit stark schwanken. Bei sehr viel Wind und bei starkem Sonnenangebot kommt es vor, dass zeitweise mehr Strom produziert wird, als überhaupt verbraucht werden kann. Mit steigendem Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Deutschland wird auch der Umfang dieser Stromüberschüsse zunehmen.


DIW-Energieexperte Wolf-Peter Schill hat in einer Betrachtung möglicher Zukunftsszenarien errechnet, wie groß die zu erwartenden Stromüberschüsse mit fortschreitendem Umstieg auf erneuerbare Energien sein werden und wie mit ihnen umgegangen werden sollte. Anhand von historischen Einspeisedaten, die für die zu erwartenden Stromerzeugungskapazitäten hochgerechnet wurden, hat er den möglichen Umfang der Überschüsse bestimmt. „Es zeigt sich, dass die Überschüsse in den meisten Zukunftsszenarien relativ selten, aber in der Spitze mit hoher Leistung auftreten“, so Schill.


Nach seine Reinschätzung könnte eine Flexibilisierung des Stromsystems die Überschüsse jedoch deutlich reduzieren. „Dazu kann eine Vielzahl von Maßnahmen beitragen, etwa die Absenkung des Must-Runs konventioneller Kraftwerke oder eine bedarfsgerechtere Verstromung von Biomasse“, erklärt Schill. Auf diese Weise ließe sich der Stromüberschuss aus Wind- und Solarenergie im Jahr 2032 von geschätzten 18 Prozent auf unter zwei Prozent der möglichen Jahreserzeugung senken. Schill hält eine solche Flexibilisierung durchaus für realistisch. „Es wäre völlig unplausibel, wenn ein von variablen erneuerbaren Stromerzeugern dominiertes System im Jahr 2032 oder gar 2050 noch genauso unflexibel wäre wie heute.“

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