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Erneuerbare Energie 05.07.2013

Studie mahnt Ressourceneffizienz bei Bioenergie an

Zuckerrüben sind ein gängiger Bioenergielieferant. / Bildquelle: Fotolia (Ernst)

Die Bioenergieproduktion, so wie sie heute vielfach betrieben wird, hat ökologische Schwächen und kann unter Umständen auch klimaschädlich sein. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Europäischen Umweltagentur EUA mit Sitz in Kopenhagen.


Mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen schätzen die Forscher das CO2-Einsparungspotenzial der Biomasse-Produktion nun deutlich geringer ein als bei der ersten Evaluation von 2006. Hintergrund dessen sei die Tatsache, dass die landwirtschaftliche Rohstoffproduktion für Biokraftstoffe (vor allem der ersten Generation) und andere Biomasseanlagen ihrerseits teilweise sehr wasser, energie- und flächenintensiv sei. Das mache den ökologischen Fußabdruck der einzelnen Bioenergie-Branchen wesentlich größer als noch 2006 geschätzt. Dabei variiert die Ressourcen- und Energieeffizienz der einzelnen Bioenergieformen der Studie zufolge extrem. Wenn beispielsweise sowohl Energie als auch Wärme produziert werde, so wie bei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen oder auch bei vielen modernen Biogasanlagen, könne die Effizienz um bis zu 50 Prozent gesteigert werden.


Überhaupt machen sich die Studienautoren für die konsequentere Ausnutzung aller Effizienzpotenziale aus. Nicht nur die Produktion von Bioenergie und Wärme zusammen solle europaweit stärker forciert werden. Vor allem sollten Energiepflanzen zum Einsatz kommen, die nicht jährlich geerntet werden müssen. Weiter solle der landwirtschaftliche Flächenverbrauch bei der Rohstoffproduktion so gering wie möglich gehalten werden. Energieholz aus ausgewachsenen Bäumen zu gewinnen, so wie es heute vielfach geschieht, sei ökologisch bedenklicher als sich auf anfallende Holzabfälle aus der übrigen Holzproduktion und Forstwirtschaft zu konzentrieren.


Dennoch bleibe die Bioenergie ein wichtiger Bestandteil eines nachhaltigeren Energiemixes in Europa, heißt es in der Studie. Er könne bis 2020 zehn Prozent des europäischen Energiebedarfs decken. Damit würde die Hälfte der gesamten bis dahin geplanten Kapazität aus Erneuerbaren Energien auf Biomasse entfallen. Die größten Wachstumspotenziale verortet die Studie mit dem Titel „EU bioenergy potential from a resource efficiency perspective“ in diesem Zusammenhang in Polen, Rumänien, Italien, Spanien und auch Deutschland.

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