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Finanzdienstleister 09.12.2017

Studie von Vigeo Eiris: Viele Unternehmen sind bei Steuern intransparent

Steuerhinterziehung, Schattenfinanz, Steuerparadiese: Die Enthüllungen der sogenannten "Paradise Papers" durch ein internationales Mediennetzwerk sorgen nach wie vor für Aufregung und Diskussionen. Wenig überraschend waren die Mechanismen der Steuervermeidung, die in den "Paradise Papers" beschrieben werden, für den Research-Anbieter Vigeo Eiris und die Nachhaltigkeits-Ratingagentur  imug aus Hannover.

Vigeo Eiris hat selbst vor kurzem die Studie "To what extent do companies report on their tax payments?" veröffentlicht. Das Unternehmen analysiert darin die Ergebnisse seines Ratings zu Steuerfragen: "Die Ergebnisse bestätigen den generellen Befund der 'Paradise Papers': Die Berichterstattung von international tätigen Unternehmen zu ihrer Steuerpflicht ist unzureichend und weist immer noch große Lücken auf: Nur 2,5 Prozent (!) aller analysierten Unternehmen richten sich nach den Vorgaben der OECD zur Offenlegung von Gewinnen und Steuerzahlungen", teilte Vigeo Eiris dazu mit.

Milliardensummen entgehen den Ländern, die das Geld brauchen

Dadurch verschleierten ein Großteil der Unternehmen häufig ihre tatsächlichen Gewinne und damit Steuerschuld - und dies habe Konsequenzen: "Diese treffen nicht zuletzt Entwicklungs- und Schwellenländer, die die Gelder besonders nötig haben, etwa für die Erreichung der Sustainable Development Goals der UN", so die Studienautoren. Allein den Entwicklungs- und Schwellenländern entgingen durch Steuervermeidung und Steuerhinterziehung - nach Schätzungen der UN und des IWF - zwischen 70 und 200 Milliarden Euro pro Jahr.

In der Studie werden neben den Ergebnissen aus der Vigeo Eiris Datenbank, die mit Fallbeispielen illustriert werden, auch aktuelle Anstrengungen der Politik dargestellt. Eine exponierte Position in dieser Thematik nehmen Finanzinstitute ein, weshalb imug rating nach eigenen Angaben eine ausführliche Steuerrichtlinie und die Länderberichterstattung von Finanzinstituten analysiert. Im Laufe der vergangen fünf Jahre hätten sich die durchschnittlichen Bewertungen nicht zuletzt aufgrund regulatorischer Vorgaben leicht verbessert, jedoch erreichen nur sehr wenige Finanzinstitute ein "gut" oder besser.

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