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Aktientipps 14.09.2012

Top und Flop: Solaraktien unter der Lupe von Analysten

SolarWorld liefert die Komponenten für Photovoltaikprojekte, die Capital Stage AG betreibt solche Anlagen. / Quelle: SolarWorld AG

Nach der katastrophalen Halbjahresbilanz und der Gewinnwarnung für 2012, die SolarWorld Mitte August veröffentlichte, hatte die Aktie des Solarkonzerns ein neues Rekordtief erreicht. Doch in den letzten Tagen hat sie sich deutlich erholt. Allein in dieser Woche hat sie rund 20 Prozent an Wert gewonnen. Ist das ein Zeichen für die Trendumkehr und eine Gelegenheit, in das Papier einzusteigen?


Sven Diermeier, Analyst der WGZ Bank, ist skeptisch. Er führt an, dass die Aktie des Solarkonzerns aus Bonn von dem verbesserten Aktienumfeld profitiert hat. Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), zur Stützung des Euro quasi unbegrenzt Staatsanleihen aufzukaufen, hatte die Aktienmärkte stark belebt.


Nach Einschätzung von Diermeier hat auch die Entscheidung der EU-Kommission, die Einführung von Strafzöllen für Solarprodukte aus China zu prüfen, die Aktienkurs von SolarWorld beflügelt. Das Unternehmen leidet unter der Billigkonkurrenz aus Der Volksrepublik und ist wesentliche Treibkraft hinter der Anti-Dumpingklage, auf die die EU-Kommission mit ihrer Prüfung reagiert.


Der Analyst verweist aber darauf, dass noch viele Monate vergehen werden, ehe die EU Strafzölle verhängt – sofern es zu einer solchen Entscheidung komme. Zudem könne eine solche Maßnahme zu höheren Preisen für Solarprodukte führen. Angesichts sinkender Solarstromtarife in den europäischen Märkten werde dies die Nachfrage dämpfen und sich auch auf SolarWorld negativ auswirken.


Daher bekräftigt Diermeier seine Verkaufsempfehlung für die Aktie. Als Kursziel für zwölf Monate nennt er weiter 1 Euro. In Frankfurt notiert die Aktie des Solarkonzerns heute Mittag bei 1,52 Euro und damit 67 Prozent unter dem Vorjahreskurs.


Positiv schätzt ein anderer Experte der WGZ Bank dagegen die Aussichten für den Anteilsschein der Capital Stage AG ein. Analyst Frank Wohlgemut rät zu Kauf der Aktie und nennt als Kursziel 4,6 Euro. Heute Mittag wird Sie mit 3,0 Euro gehandelt und damit 22 Prozent über dem Vorjahreskurs.


Der Betreiber von Erneuerbare-Energie-Anlagen aus Hamburg hat vor einer Woche die Übernahme von drei Windparks in Deutschland und Italien gemeldet und damit ihr Portfolio um rund 30 Prozent auf 160 Megawatt (MW) ausgebaut. Wohlgemut geht davon aus, dass das Unternehmen bis zum Jahresende seine Kapazitäten auf 180 MW ausbauen wird.


Entsprechend hatte sich im August Felix Goedhart geäußert, Vorstandsvorsitzender der Capital Stage AG, und auf ausreichend zur Verfügung stehenden liquiden Mittel sowie eine „gut gefüllte Dealpipeline“ verwiesen (wirOpens external link in new windowberichteten).  


Laut dem Analysten wird sich dies positiv auf das Wachstum des Unternehmens auswirken. Er geht davon aus, dass Capital Stage den Umsatz in 2012 um über 30 Prozent auf 46,5 Millionen Euro steigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde von 13,3 Millionen auf 23,9 Millionen Euro springen, bei einer Nettomarge von 18,1 Prozent. Für 2013 sagt der Experte der WGZ Bank weiteres Wachstum voraus: einen Umsatzsprung um über 27 Prozent, ein EBIT von 35,4 Millionen Euro und eine Nettomarge von 22,1 Prozent. Wohlgemut lobt insbesondere den starken Cash flow der Capital Stage AG, also den hohen Bestand an flüssigen Mitteln.

Capital Stage AG: ISIN DE0006095003 / WKN 609 500
SolarWorld AG: ISIN DE0005108401/ WKN 510840

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