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Erneuerbare Energie 10.04.2013

Umfrage bei Energiemanagern: Energiekonzerne derzeit nicht überlebensfähig

Die deutschen Energiekonzerne haben die Energiewende verschlafen und ihre aktuellen Geschäftsmodelle sind nicht überlebensfähig. Das stellen nicht etwa Umweltschützer oder Branchenvertreter der Erneuerbaren Energien fest, sondern drei Viertel der Führungskräfte in der Energiewirtschaft. Das ist zumindest das Ergebnis einer Umfrage der Personalberatung LAB & Company, die in Zusammenarbeit mit der ZfK Zeitung für kommunale Wirtschaft durchgeführt wurde.


Laut LAB haben sich überwiegend Energiemanager aus der ersten oder zweiten Führungsebene an der Umfrage beteiligt. 58 Prozent der Befragten stellten dabei fest, dass die Energiekonzerne die Energiewende viel zu lange als Bedrohung verstanden haben. Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer bestätigt den Energiekonzernen immerhin, die Energiewende inzwischen als Chance zu begreifen. Obwohl dabei nur 20 Prozent die großen Energieunternehmen als Gestalter sehen, so halten sie doch mehr als die Hälfte wegen ihres Know-hows und ihrer Kapitalkraft für die Energiewende als unverzichtbar.


Bemerkenswert: Die Manager der Energiekonzerne bewerten Ihre Situation selbst sehr kritisch. 72 Prozent der Konzernführungskräfte empfinden ihre aktuellen Geschäftsmodelle als nicht überlebensfähig.


Weitgehende Einigkeit besteht laut der Umfrage darin, dass die Rolle der Energiekonzerne in Zukunft weniger die der Energielieferanten sein wird, als die von Energiedienstleistern und Netzmanagern. „Die eigentliche Stärke wäre die Sicherstellung der Energieversorgung mit einem entsprechenden Netz als Symbiose aus dem elektrischen Netz, dem Gasnetz und einem Energieinformationsnetz, mit dem die fluktuierende Erzeugung über Speichermöglichkeiten gekoppelt wird“, zitiert LAB einen der befragten Energiemanager.


LAB veröffentlichte auch ein Konzernranking der Umfrageteilnehmer. RWE werden demnach die besten Zukunftsaussichten (44 Prozent) eingeräumt. Die Branche sieht die Krisenbewältigungsstrategie der Essener weiter fortgeschritten als bei E.ON, die nur 39 Prozent vorne sehen. Abgeschlagen landen EnBW (11 Prozent) und Vattenfall (6 Prozent) auf den Plätzen.


„Die Struktur und Rollenverteilung der energiewirtschaftlichen Akteure in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Doch die großen Energiekonzerne waren bisher nicht flexibel genug, um sich auf die gewünschte regenerative und dezentrale Welt einzustellen“, bilanziert Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company, die Ergebnisse der Umfrage.

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