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Finanzdienstleister 07.05.2014

Umweltschützer kritisieren Allianz AG schwer

Die Allianz AG führt am heutigen Mittwoch, 7. Mai 2014, eine Hauptversammlung durch./ Bildquelle: Unternehmen

Gegenwind bläst der der Versicherungsgesellschaft Allianz AG pünktlich zur eigenen Hauptversammlung entgegen: Die Nichtregierungsorganisation Urgrewald aus Sassenberg nimmt die Aktionärsversammlung zum Anlass, mangelnde Nachhaltigkeit und kontroverse Investments bei dem Versicherer anzuprangern.  Der Allianz fehle nicht nur an klaren Umweltstandards und einer konsequenten Klimastrategie fehle. Darüber hinaus tue der Konzern sich zunehmend als Finanzierer umweltschädlicher Rohstoffgewinnung hervor.


„Dies wird besonders deutlich am Beispiel des umstrittenen Mountaintop Removal Bergbaus, einer besonders umweltschädlichen Art der Kohlegewinnung, bei der ganze Bergspitzen weggesprengt werden. Der Abraum wird in den Tälern verklappt und vergiftet dort Boden und Flüsse, mit erschreckenden Folgen für die Gesundheit der Menschen in den Anrainergemeinden“, erklärt Heffa Schücking  von Urgewald. „Die Allianz marschiert jedoch in die entgegengesetzte Richtung: Sie hat ihre Investitionen in Mountaintop Removal Firmen seit 2011 verdoppelt“, sagt sie.


Der Versicherer stelle sein Engagement für Erneuerbare Energien zwar stets gerne in den Vordergrund, sei jedoch zugleich sehr großer Finanzierer von Kohlekraft und Öl: „Immer wieder warnt die Allianz öffentlich vor den unverantwortlichen Risiken des Ölabbaus in der Arktis“, erklärt Kathrin Petz von urgewald. „Ironischerweise hält, bzw. verwaltet die Allianz Aktien und Anlagen von Royal Dutch Shell in Höhe von 713 Mio. Euro sowie von Gazprom in Höhe von 1,1 Milliarden Euro. Beide Firmen wollen das Öl der Arktis ausbeuten, das erste von Gazprom dort geförderte Öl erreichte am 1. Mai den Hafen von Rotterdam.“


Als drittes Beispiel führen die Umweltschüzter das umstrittene Staudammprojekt Belo Monte an. Hier trete Allianz als Versicherer auf. Dabei würden 400 Quadratkilometer Regenwald für den Staudamm geflutet und unwiederbringlich zerstört. Dies vernichte einzigartige Schutzgebiete und setze große Mengen klimaschädlicher Treibhausgase frei. Zudem würden bis zu 40.000 Menschen für den Staudamm ihre Heimat verlieren: Flussanwohner, Indigene, Kleinbauern ebenso wie Bewohner der Armenviertel in der Stadt Altamira, so Urgewald. Trotz massiver Proteste und zahlreicher juristischer Klagen verteidige die Allianz das Projekt weiter, monieren die Aktivisten.


Die Nichtregierungsorganisation Urgewald begleitet unter anderem die Finanzwelt kritisch und engagiert sich mit Kampagnen und Aktionen für mehr Nachhaltigkeit im gesamten Sektor. Der Verein wird sich auch auf der Messe Grünes Geld in Freiburg am kommenden Samstag, 10. Mai, im Historischen Kaufhaus vorstellen (mehr zu der Veranstaltung erfahren Sie hier).

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