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Nachhaltigkeitsfonds & Zertifikate 16.10.2009

"Unsere Fonds verzeichnen Mittelzuflüsse." - ECOreporter.de befragt Anbieter zur Entwicklung nachhaltiger Fonds

Warum dominieren Aktienfonds das Angebot an nachhaltigen Fonds in Deutschland? Welchen Nutzen haben nachhaltige Dachfonds? Wie läuft gegenwärtig der Vertrieb nachhaltiger Fonds? ECOreporter.de hat darüber mit Experten gesprochen.

Erol Bilecen / Quelle: Bank Sarasin


In Deutschland sind laut ECOreporter.de derzeit über 200 Nachhaltigkeitsfonds zugelassen. Die Vielfalt beeindruckt: Es gibt laut ECOfondsreporter rund 120 nachhaltige Aktienfonds, über dreißig Mischfonds und 25 Rentenfonds. Hinzu kommen noch mehr als ein Dutzend Neue Energiefonds, einige nachhaltige Geldmarktfonds und ein glattes Dutzend Dachfonds. Aber warum dominiert eigentlich die Gruppe der Aktienfonds so eindeutig das Angebot an nachhaltigen Investmentfonds? Auf sie allein entfällt laut ECOfondsreporter mehr als die Hälfte des rund 20 Milliarden Euro umfassenden Gesamtvolumens der nachhaltigen Fonds in Deutschland.


„Wen man auf die Nachhaltigkeit von Unternehmen Einfluss nehmen will, ist es nahe liegend, über deren Aktien den Hebel anzusetzen“, meint Erol Bilecen von Sarasin Sustainable Investment. Die Bank Sarasin aus Basel gehört zu den Pionieren des Sektors und hat bereits in den 1990er Jahren Nachhaltigkeitsfonds aufgelegt. Ein weiterer Vorreiter ist die die Schweizer Fondsgesellschaft Swisscanto. Deren Nachhaltigkeitsexperte Bernhard Engl verweist darauf, dass Fondsanbieter in einem neuen Anlagebereich üblicherweise mit Aktienfonds beginnen, also mit auf „Chancen“ ausgerichteten Strategien. Ähnlich verhalte es sich ja bei nachhaltigen Themenfonds, die etwa auf Wasserwerte oder auf Unternehmen aus Schwellenländern setzen. Laut Bilecen gibt es zudem erst seit wenigen Jahren Nachhaltigkeitsanalysen von anderen Emittenten als Aktienunternehmen. Seit auch die Nachhaltigkeit festverzinslicher Wertpapiere bewertet werde, seien ja etliche nachhaltige Misch- und Rentenfonds auf den Markt gekommen.


Ein noch recht neues Phänomen sind nachhaltige Dachfonds. Wie Bilecen erklärt, hat Sarasin unter anderem einen nachhaltigen Dachfonds aufgelegt, um darin verschiedene Investmentansätze zusammenführen zu können. Denn die Kriterien der nachhaltigen Investmentsfonds, über die bestimmte Sektoren oder Geschäfte ausgeschlossen werden, unterschieden sich mitunter sehr. Das Spektrum reiche von „hellgrün“ bis „dunkelgrün, also von Produkten mit sehr rigiden Ansprüchen in Sachen sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit bis zu Fonds, die nur Mindestansprüche stellen. Hinzu kommt laut Bilecen, dass Neue-Energiefonds zwar in Umwelttechnologie-Firmen investieren, dabei aber oft keine Nachhaltigkeitskriterien einsetzen. Mit einem Gesamtvolumen von rund vier Milliarden Euro ist ihr Anteil am Gesamtvolumen nach Erhebungen von ECOfondsreporter etwa so groß wie der von nachhaltigen Misch-, Renten-, Dach- und Geldmarktfonds zusammen.


Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben zwar auch die Wertentwicklung nachhaltiger Fonds beeinträchtigt. Laut dem Analysehauses Lipper FMI verzeichneten sie aber 2008 dennoch Mittelzuflüsse von rund sechs Prozent des Kapitals, während konventionell gemanagten Fonds im gleichen Zeitraum Abflüsse in dieser Höhe verzeichneten. „Wer in Nachhaltigkeitsfonds investiert, verfolgt eine langfristige Anlagestrategie“, sagt dazu Bernhard Engl. Auch in 2009 hätten die Swisscanto-Fonds Zuflüsse verzeichnet. Gleiches gilt für Sarasin. Erol Bilecen: „Im Vergleich zum Zeitpunkt des Vorjahres haben unsere nachhaltigen Publikumfonds um über zehn Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zugelegt.“

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