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Direktbeteiligungen 06.02.2018

Vier nachhaltige Anlageprodukte mit positivem Testergebnis

Der Solarpark Dietzholztal von 7x7: Eines der von uns ausgewählten Anlageprodukte ermöglicht die Finanzierung von solchen Photovoltaik-Projekten. / Foto: 7x7, Mirko Fuchs

Sie möchten ein Investment, das sicher, nachhaltig und rentabel ist? Und Sie wollen nicht 100 Produkte vergleichen? Die ECOreporter-Redaktion hat Ihnen vier Finanzprodukte herausgesucht, die sie jeweils in einem ECOanlagecheck ausführlich untersucht hat. Mit positivem Ergebnis.

Zwei Mal Sonne, je ein Mal Wind und Holz. Das ist die Auswahl. Das Besondere an allen diesen Geldanlagen ist: Sie bewirken tatsächlich etwas für den Klimaschutz. Es sind aber keine Aktien, die Sie an jedem Börsentag wieder verkaufen können. Sie müssen sich bei diesen Finanzprodukten meist einige Jahre festlegen. Und Sie gehen wie immer auch Risiken ein. Denen stehen Chancen gegenüber. Mehr wollen wir jetzt nicht verraten – hier kommen alle nötigen Infos:


Die 7x7 Energieanleihe 2027: Sonnenenergie und fester Zins

Die 7x7 Energiewerte Deutschland II. aus Bonn plant, Solarprojekte in Deutschland zu finanzieren. Im Fokus stehen dabei kleine Solarparks, für die keine Teilnahme an Ausschreibungen erforderlich ist. Anleger können die 7x7 Energieanleihe 2027 ab 5.000 Euro zeichnen.

Der Zinssatz beträgt 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von zehn Jahren. Die Anbieterin und Emittentin ist eine Tochter der 7x7invest AG aus Bonn. Die 7x7energie GmbH, die Solarprojekte auch für die Emittentin plant, hat bislang sechs Solarparks und neun Solardachanlagen entwickelt und als Generalübernehmerin realisiert.

Die Solarprojekte sollen langfristig betrieben oder die Solarparks nach der Fertigstellung verkauft werden. Die Liste potentieller Projekte umfasst derzeit 29 Vorhaben mit einer vorläufigen Leistung von rund 25,5 Megawattpeak (MWp). Das Anleihekapital finanziert also neue nachhaltige Solarprojekte.

Investitionen in die Entwicklung und Realisierung von Solarenergieprojekten haben eine hohe positive und direkte ökologische Wirkung. Wenn die Emittentin ihren Geschäftsplan umsetzen kann und sie zunächst vorrangig ein langfristig zu betreibendes Solarparkportfolio aufbaut, kann das Zins-/Risiko-Verhältnis der Anleihe als angemessen gelten.

Die ausführliche Analyse und Bewertung finden Sie hier.


Windenergie ganz klassisch – aber nur noch in begrenzter Stückzahl für Schnellentschlossene: Ökorenta Erneuerbare Energien IX

Noch ist er zu haben, dieser Windfonds: Die Ökorenta-Gruppe aus Aurich bietet ihn an. Sie ist bereits seit 1999 im Bereich der grünen, nachhaltigen Kapitalanlagen tätig. Seit 2005 hat sie unter anderem sieben sogenannte Zweitmarktfonds auf den Markt gebracht.

Was Zweitmarktfonds sind? Fonds, die schon laufen. Und bei denen daher, wenn es sich um Windfonds handelt, direkt erkennbar ist, was sie leisten. Mit dem Geld der Anleger erwirbt Ökorenta für diesen Fonds also die Anteile schon bestehender Fonds, die andere Anleger verkaufen. Weil sie gerade Geld brauchen oder aus anderen Gründen. Und es geht fast immer nur um Erneuerbare-Energien-Anlagen in Deutschland.

Die Investitionen sind breit über zahlreiche Projekte gestreut, die Anlagen bereits im Betrieb. Ökorenta ist auf dem Gebiet der Zweitmarktfonds wohl die erfahrenste Gesellschaft Deutschlands. Die Zweitmarktfonds der Ökorenta liefern seit Jahren Ausschüttungen, und die Anleger haben immer zusätzlich die Chance, dass die Verkaufserlöse für die Windkraftwerke höher ausfallen als erwartet.

Die Ergebnisse der bisherigen Ökorenta-Zweitmarktfonds zeigen, dass das Konzept auch in windschwachen Jahren, also unter erschwerten Bedingungen, funktioniert. Wenn der Fonds wie geplant ein Anlagenportfolio aufbaut, dessen Struktur mit denen der vorherigen Zweitmarktfonds annähernd vergleichbar ist, ist das Renditeerwartungs-Risiko-Verhältnis angemessen.

Unsere ausführliche Analyse und Bewertung eines Ökorenta-Zweitmarktfonds finden Sie hier.


4,5 bis 6 Prozent Zins im Jahr mit Solarparks in Deutschland: Nachrangdarlehen Wattner SunAsset 7

Die Wattner-Gruppe aus Köln erwirbt Solarparks in Deutschland. Sie müssen bei Kauf bereits errichtet sein und Strom produzieren, Bankfinanzierungen müssen gesichert sein. Zudem muss die feste Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für 20 Jahre garantiert sein, und es müssen Verträge für die Wartung, Betriebsführung und Versicherung abgeschlossen sein.

Die ins Auge gefassten bzw. bereits erworbenen Solarparks befinden sich hauptsächlich auf ehemaligen Industrieflächen, auf denen der Bau solcher Anlagen eine der nachhaltigsten Nutzungsmöglichkeiten darstellt. Ein überdurchschnittlich sicherheitsorientiertes Konzept mit einer angemessenen bis attraktiven Renditeerwartung.

Hier finden Sie unseren frei lesbaren ECOanlagecheck mit ausführlicher Analyse des Wattner-Angebots.


Holz-Investments von Miller Forest im Härtetest

Wie gut sind die Wald-Direktinvestments der Miller Forest Investment AG aus Schlier am Bodensee? Die Redaktion von Finanztest kommt in ihrer Januar-2018-Ausgabe zu dem Ergebnis: Miller Forest gehört zu den seriösen Anbietern. Aber es sei dem Unternehmen nicht gelungen, die Projekte nachvollziehbar darzustellen. Finanztest schreibt auch, Miller Forest kalkuliere mit höheren Erntekosten für das Holz als in Wirklichkeit anfallen würden - was ja kaufmännisch vorsichtig gerechnet ist.

Finanztest folgert dann jedoch, für die Schlusszahlung am Vertragsende könnten böse Überraschungen auf die Anleger zukommen. Man könnte den Bericht so zusammenfassen: Finanztest hat zwei Anbieter für Holz-Investments als seriös angesehen - einer ist Miller Forest. Die vielen anderen wurden - aus gutem Grund wohl - nicht einmal getestet.

Aber auch Miller Forest schnitt im Test mangelhaft ab. Hauptsächlich wegen nicht nachvollziehbarer Prospektangaben und wegen ungewisser Erträge am Ende der Anlagezeit. Und warum weist ECOreporter.de hier dennoch auf die Angebote von Miller Forest hin? Als einzige aus der großen Anzahl der Holz-Investment-Anbieter?

Weil ECOreporter.de nicht nur die Prospekte bewertet. Papier ist schließlich geduldig, das wissen wir als Schreiber wirklich genau. Wir wollten es genauer wissen und haben deshalb einen unabhängigen Gutachter beauftragt, sich die Miller-Forest-Aufforstungsflächen in Paraguay anzuschauen. Auf unsere Kosten eingeflogen, prüfte der Diplom-Forstwirt, FSC- und Rain-Forest-Alliance-Gutachter, was Miller Forest bisher erreicht hat.

Natürlich kann auch dieser Gutachter nicht wissen, was in zehn Jahren ist. Aber er hat gemessen, verglichen, gerechnet. Er hat die Arbeiter auf den Aufforstungen gesprochen, er hat mit den teilweise deutschen Forstfachleuten von Miller Tacheles geredet, von Forstwirt zu Forstwirt. Das Ergebnis ist ein anderes als das von Finanztest. Im Übrigen: Wir schätzen Finanztest außerordentlich. Auch wenn wir manchmal anderer Meinung sind.  

Ab 967,50 Euro für 0,25 Hektar können Anleger bei Miller Forest eine Aufforstungsfläche pachten. Ein Kauf ist ab 47.525 Euro für 5 Hektar Grundstück möglich. Die prognostizierte jährliche Rendite der Angebote hängt ab vom Vertragsmodell, von der Laufzeit sowie der Holzverwendung. Je nachdem liegen die Renditeprognosen zwischen 4 und 8 Prozent.

Alles über die Stärken und Schwächen des Wald-Direktinvestments erfahren Sie in unserem ausführlichen ECOanlagecheck.

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