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Direktbeteiligungen 02.09.2015

Von 3,75 bis 6,0 und sogar 7,0 Prozent im Jahr: Wieder Vielfalt bei den Beteiligungsangeboten für Geldanlage in Erneuerbarer Energie

Das Angebot an nachhaltigen Kapitalanlagen zu Erneuerbaren Energien ist vielfältig. / Fotos: Fotolia (Montage: Thide)

Lange Zeit hatten Anleger wenig Auswahl, wenn sie in vernünftige Erneuerbare-Energie-Geldanlagen investieren wollten. In diesem Spätsommer sind die Regale nun wieder besser gefüllt: Ein neues Produkt neben dem anderen. Na gut, noch nicht so eine Vielfalt wie vor einigen Jahren, als die Solar- und Windfonds mit einem Gesamtvolumen von hunderten Millionen Euro pro Jahr an den Markt kamen. Aber immerhin: Man kann wieder wählen zwischen Windkraft und Sonnenenergie, etwas Wasserkraft ist dabei, und auch die Produktkategorien bieten Vielfalt - von der Anleihe bis zu geschlossenen Fonds. ECOreporter.de stellt ein kleines Auswahlmenü zusammen.

Sinkende Einspeisevergütungen für Strom aus Wind- und Solarenergie, viele neue Regelungen für den Finanzvertrieb sowie etliche Insolvenzen, von denen Prokon nur die größte war: Der Markt für Finanzprodukte, die auf erneuerbaren Energien beruhen, war in den letzten Jahren holprig. Anbieter von geschlossenen Fonds, von Anleihen, Nachrangdarlehen und anderen Finanzprodukten im Bereich grüner Strom hatten einen Hindernislauf zu absolvieren. Die Folge: wenig neue Produkte. Konnten die privaten Anleger bis zum Beginn der Finanzkrise oft noch unter mehreren Dutzend solcher Produkte auswählen, waren 2014 meist nicht mehr als eine Handvoll Erneuerbare-Energie-Angebote gleichzeitig zu finden. Mit den Ankündigungen von E.on, RWE und anderen Energieriesen, sich nun ernsthaft den Erneuerbaren zu widmen, hätte man erwarten dürfen, dass für Kleininvestoren bald kaum noch eine Möglichkeit zur Geldanlage bei kleineren Projekte zu finden sein dürfte. Das Gegenteil ist der Fall: Seit dem Frühjahr 2015 wächst die Vielfalt der Angebote deutlich.

Geldanlage in mehrere Ökostrom-Technologien

So bietet die Münchener Green City Energy eine Anleihe an, mit der ihre Tochtergesellschaft Green City Energy Kraftwerkspark II GmbH & Co. KG in europäische Solar-, Wind- und Wasserkraftwerke investiert. Anleger können die “Inhaberschuldverschreibungen Kraftwerkspark II” ab 5.000 Euro erwerben. Je nach Laufzeit liegt die jährliche Verzinsung bei 4,75 bis 5,75 Prozent pro Jahr; den Vertrieb hat die Bochumer GLS Bank übernommen. Der ECOanlagecheckdazu ist frei lesbar.

Außerdem bietet die Green City Energy AG, die aus einer Bürgerinitiative hervorgegangen ist, zu ihrem zehnjährigen Jubiläum eine Anleihe mit  4,0 bzw. 5,0 Prozent Verzinsung pro Jahr an. Das Anleihekapital finanziert hier insbesondere Windenergie; der Einstieg ist ab 3.000 Euro möglich. Auch dieser ECOanlagecheckist frei lesbar.

Windkraft-Anleihen und -Nachrangdarlehen

Mittlerweile ausverkauft ist die die Stufenzinsanleihe VIII der Energiekontor AG. Sie läuft acht Jahre und verspricht für die ersten fünf Jahre 5,0 Prozent Zinsen, für die drei Jahre danach 5,5 Prozent. Das Geld der Anleger soll zwei bestehende Windparks in Deutschland refinanzieren. Die Darlehen werden erstrangig besichert. Dieser frei lesbareECOanlagecheckanalysiert das Angebot

Allerdings hat der Windkraftprojektierer aus Bremen bereits ein Nachfolgeprodukt angekündigt, das noch noch im September 2015 auf den Markt kommen soll: Über das neue Wertpapier sollen demnach sechs Millionen Euro bei Anlegern eingeworben werden.Den Investoren stellt Energiekontor 5,25 Prozent als jährlicher Zins in Aussicht. Die Anleihe ist auf vier Jahre Laufzeit von 2016 bis 2020 angelegt. Der Einstieg soll ab 3.000 Euro möglich sein. Ein Ausgabeaufschlag (Agio) wird nicht verlangt

Bild: Baustelle der Ostwind AG. Das Unternehmen aus Regensburg bietet derzeit ein Nachrangdarlehen an.  / Foto: Unternehmen

Ebenfalls in Windenergie legt die Projektgesellschaft Ostwindpark Rotmainquelle GmbH & Co. KG an, eine Tochter des alteingesessenen Windprojektierers Ostwind AG aus Regensburg. Über ein Nachrangdarlehen können sich Anleger mit mindestens 1.000 Euro an einem Windpark mit fünf Enercon-Anlagen im Landkreis Bayreuth in Bayern beteiligen. Die Verzinsung beträgt 3,75 Prozent, dazu kann es einen ertragsabhängigen Bonus von bis 2,25 Prozent geben. Lesen Sie dazu diesen  ECOanlagecheck(frei).


Seit August 2015 bietet die Ökorenta aus Aurich ihren siebten Erneuerbare-Energie-Zweitmarktfonds an. Sie stellt eine Rendite von 5,1 Prozent vor Steuern pro Jahr in Aussicht. Der Alternative Investmentfonds (AIF), also ein Finanzprodukt nach neuem Recht,  kauft Anteile an Erneuerbare-Energie-Fonds, die schon eine Zeit laufen. Vorteil: Es kann beurteilt werden, wie erfolgreich die Fonds bisher waren.
Die Anlayse des frei lesbaren ECOanlagechecks.


Kontinuierlich präsent am Markt für Erneuerbare-Energie-Finanzprodukte ist die Nürnberger UDI GmbH. In diesem Jahr hatte sie beispielsweise das Nachrangdarlehen „SAB Wind Festzins III-2“ der SAB WindTeam GmbH aus Itzehoe im Vertrieb. Dessen Zinsen steigen während der Laufzeit von 4,0 auf 7,0 Prozent; ein Investment ist ab 5.000 Euro möglich. Auch hierzu gibt es einen  ECOanlagecheck 

Photovoltaik als Geldanlage

Mit der Produktreihe te Solar Sprint ermöglicht der UDI-Vertrieb Anlegern auch die Beteiligung an Solaranlagen auf Wohnhäusern. Das entsprechende Nachrangdarlehen Solar Sprint Festzins II bietet 4,0 bis 6,0 Prozent Zinsen bei einer geplanten Laufzeit von nur rund drei Jahren. Die Mindestdarlehenshöhe liegt bei 5.000 Euro. Dieser frei lesbare ECOanlagecheckanalysiert das Angebot.


Ebenfalls ein Sonnenstrom-Investment ist das Nachrangdarlehen Wattner SunAsset 5. Hier können Anleger in deutsche Solarkraftwerke investieren, die bereits am Netz sind, also ohne Entwicklungs- und Fertigstellungsrisiken. Diese Photovoltaikanlagen erhalten eine feste Einspeisevergütung. Das Angebot der Wattner SunAsset 5 GmbH & Co. KG aus Köln hat knapp acht Jahre Laufzeit. Der ECOanlagecheckzu dem Produkt.

Bild: Solaranlage der Wattner AG. / Foto: Unternehmen

Anleger können derzeit auch in einen deutschen Blockheizkraftwerke-Fondsinvestieren,  in einen von Deutschland aus betriebenen Fonds, der auf Solaranlagen in Japan setzt  sowie in etliche andere Produkte.

Dabei gilt immer: Genau schauen, ob das Risiko des Angebots zum eigenen Bedarf passt. Sämtliche dieser Investments sind keine Sparbücher mit staatlicher Einlagensicherung, sondern unternehmerische Beteiligungen. Das spricht nicht gegen diese Art der Finanzprodukte - nur sollte man gewiss nicht alle Eier in diesen einen Korb legen.

Einen Vorteil bietet diese Art der Geldanlage auf jeden Fall: Das Geld der Anleger hat eine hohe ökologische Wirkung. Es fließt in die Energiewende - in echte, umweltschonende Kraftwerke.

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