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Meldungen 27.10.2016

Vossloh AG: Zahlen für das 3. Quartal

Die Vossloh AG aus Werdohl im Sauerland hat Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und den baldigen Verkauf Geschäftsfelds Electrical Systems angekündigt. Wir veröffentlichen die Mitteilung des Bahntechnik-Konzerns dazu im Wortlaut.

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

-    Vossloh Electrical Systems wird zum 30. September als „nicht fortgeführte Aktivitäten“ ausgewiesen
-    EBIT-Marge im Konzern nach neun Monaten bei 5,2 % (Vorjahr: 4,3 %); Umsatz im Vorjahresvergleich um 4,3 % auf 664,1 Mio.€ leicht rückläufig
-    Vossloh Locomotives und Core Components erhalten signifikante Großaufträge im dritten Quartal

Die Verhandlungen über die Veräußerung des nicht zum Kerngeschäft von Vossloh gehörenden Geschäftsfelds Electrical Systems konkretisieren sich. Der Vorstand geht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem Vertragsabschluss in den kommenden Monaten aus. Auf Basis des aktuellen Verhandlungsstands wurde zum 30. September eine Minderung auf den Buchwert des Geschäftsfelds Electrical Systems gemäß IFRS 5 von rund 9 Mio.€ vorgenommen. Vossloh erwartet nach aktuellem Stand einen Nettomittelzufluss in niedriger bis mittlerer zweistelliger Millionenhöhe aus dem Verkauf des Geschäftsfelds. Vor diesem Hintergrund wird das Geschäftsfeld zum 30. September 2016 als „nicht fortgeführte Aktivitäten“ ausgewiesen.

Der Konzernumsatz aus fortgeführten Aktivitäten – also ohne Vossloh Electrical Systems – lag in den ersten neun Monaten 2016 bei 664,1 Mio.€ (Vorjahr: 694,3 Mio.€). Ursachen für den Rückgang um 4,3 % waren mit Blick auf das Kerngeschäft im Wesentlichen die anhaltend schwache Nachfrage in den USA sowie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nachteilige Wechselkursentwicklungen. Zudem lag im Geschäftsbereich Transportation und damit außerhalb des Kerngeschäftes die Anzahl der ausgelieferten Lokomotiven nach neun Monaten noch unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres. In Asien und in Nordeuropa verzeichnet der Konzern im Kerngeschäft hingegen deutliche Umsatzzuwächse. Das Konzern-EBIT aus fortgeführten Aktivitäten konnte trotz der leicht rückläufigen Umsatzerlöse u.a. aufgrund eines margenstärkeren Produkt- und Projektmixes sowie der unverändert konsequenten Umsetzung von Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen von 29,7 Mio.€ auf 34,7 Mio.€ verbessert werden. Die EBIT-Marge stieg von 4,3 % im Vorjahr auf 5,2 % im Berichtszeitraum.

Der Auftragseingang im Vossloh-Konzern (in neuer Berichtsstruktur) von Januar bis September 2016 betrug 830,3 Mio.€ (Vorjahr: 725,1 Mio.€) und wurde im dritten Quartal vor allem durch eine Bestellung des französischen Leasingunternehmens Akiem getrieben. Das Unternehmen bestellte Ende Juli dieses Jahres 44 dieselelektrische Lokomotiven vom Typ DE 18 für rund 140 Mio.€ bei Vossloh Locomotives. Darüber hinaus gewann der Geschäftsbereich Core Components u.a. einen Großauftrag über Schienenbefestigungssysteme im Wert von etwa 50 Mio.€ im wichtigen Markt China. Somit lag der Auftragsbestand im Konzern zum 30. September 2016 bei 748,8 Mio.€ (Vorjahr: 624,5 Mio.€).

Der Geschäftsbereich Core Components erzielte in den ersten neun Monaten um 4,5 % niedrigere Umsatzerlöse in Höhe von 183,1 Mio.€ (Vorjahr: 191,7 Mio.€). Einem geringeren Umsatzvolumen in Argentinien und in der Region Osteuropa (vor allem Tschechien und Polen) standen dabei positive Erlösentwicklungen beispielsweise in China und Katar gegenüber. Das EBIT im Geschäftsbereich stieg aufgrund eines margenstärkeren Projektmixes und umfangreicher Kostensenkungsmaßnahmen von 22,5 Mio.€ um 6,8 % auf 24,1 Mio.€. Dementsprechend verbesserte sich die EBIT-Marge weiter auf 13,1 % (Vorjahr: 11,8 %). Der Auftragseingang erreichte in den ersten neun Monaten 2016 einen Wert von 198,4 Mio.€ (Vorjahr: 229,1 Mio.€). Darin sind der Großauftrag aus China sowie weitere wesentliche Aufträge unter anderem aus Italien und Saudi-Arabien enthalten. Der Auftragsbestand am 30. September 2016 betrug 192,8 Mio.€ nach 220,0 Mio.€ am Vorjahresstichtag.

Die Umsätze des Geschäftsbereichs Customized Modules verminderten sich in den ersten neun Monaten leicht um 3,5 % auf 374,6 Mio.€ (Vorjahr: 388,1 Mio.€). Vor allem in den USA war weiterhin ein deutlicher Umsatzrückgang zu verzeichnen. Auch das Auslaufen von Projekten in Polen trug zum Umsatzrückgang bei. Dagegen konnte ein erfreuliches Umsatzwachstum in Frankreich sowie in Finnland und Italien erzielt werden. Das EBIT lag mit 27,4 Mio.€ um 15,4 % über dem Vorjahreswert von 23,7 Mio.€. Die EBIT-Marge verbesserte sich weiter von 6,1 % im Vorjahr auf 7,3 %. Der Auftragseingang in den ersten neun Monaten betrug 361,6 Mio.€ (Vorjahr: 397,4 Mio.€). Wesentliche neue Aufträge erhielt der Geschäftsbereich aus Frankreich, den USA, Schweden und Marokko. Am 30. September 2016 lag der Auftragsbestand im Geschäftsbereich bei 285,1 Mio.€ nach 318,5 Mio.€ im Vorjahr.

Im Geschäftsbereich Lifecycle Solutions internationalisieren sich die Geschäftsaktivitäten zunehmend. Nach neun Monaten 2016 wurden mehr als 40 % der Erlöse außerhalb Deutschlands erzielt. Die Umsätze im Geschäftsbereich betrugen insgesamt 61,9 Mio.€ (Vorjahr: 52,2 Mio.€). Im Vergleich zum Vorjahr lag das Umsatzwachstum somit bei 18,6 %. Maßgeblich dafür war eine positive Erlösentwicklung insbesondere in Schweden und Finnland. Das EBIT verbesserte sich um 14,8 % von 2,8 Mio.€ im Vorjahr auf 3,2 Mio.€. Das Ergebnis im dritten Quartal war neben notwendigen Wartungsarbeiten an Schleifzügen auch durch einen margenschwächeren Auftragsmix belastet. Die EBIT-Marge ging daher im aktuellen Berichtszeitraum auf 5,1 % (Vorjahr: 5,3 %) leicht zurück. Der Auftragseingang stieg mit wesentlichen Auftragsgewinnen vor allem aus Deutschland, aber auch aus China, Schweden und Finnland, von 60,2 Mio.€ im Vorjahr auf 83,8 Mio.€ im laufenden Jahr deutlich an. Zum Ende des Berichtszeitraums erreichte der Auftragsbestand bei Lifecycle Solutions einen Wert von insgesamt 29,7 Mio.€ (Vorjahr: 18,4 Mio.€).

Der Geschäftsbereich Transportation, der mit der vorliegenden Berichterstattung nur noch aus dem Geschäftsfeld Locomotives besteht, generierte in den ersten neun Monaten 2016 Umsatzerlöse von 52,9 Mio.€ (Vorjahr: 68,7 Mio.€). Aufgrund einer geringeren Anzahl an Auslieferungen von Lokomotiven in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres verminderten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 23,0 %. Das EBIT und die EBIT-Marge fielen nach neun Monaten erwartungsgemäß negativ aus. Das EBIT verbesserte sich jedoch leicht von −10,7 Mio.€ nach neun Monaten 2015 auf −9,0 Mio.€ im aktuellen Berichtszeitraum. Im vierten Quartal 2016 ist die Auslieferung zahlreicher Lokomotiven geplant, wodurch sowohl hohe Umsatzerlöse als auch deutlich positive Ergebnisbeiträge erwartet werden. Aufgrund des gewonnenen Lokomotiven-Großauftrags übertraf der Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2016 den Vorjahreswert von 44,2 Mio.€ erheblich: er stieg auf 195,8 Mio.€. Die Auslieferungen der bestellten Fahrzeuge werden 2018 beginnen. Der Auftragsbestand am Stichtag 30. September 2016 stieg dementsprechend auf 242,1 Mio.€ (Vorjahr: 68,3 Mio.€).

Mitarbeiter1
Am 30. September 2016 waren inklusive der Mitarbeiter von Vossloh Electrical Systems 4.768 Beschäftigte im Vossloh-Konzern tätig (Vorjahr: 4.866 Mitarbeiter). Die Beschäftigtenzahl bei Core Components stieg aufgrund der erstmaligen Einbeziehung einer indischen Konzerngesellschaft auf 625 Mitarbeiter (Vorjahr: 595 Mitarbeiter). Bei Lifecycle Solutions nahm das Personal im Vorjahresvergleich von 433 Mitarbeitern auf 451 Beschäftigte zu, während im Geschäftsbereich Customized Modules mit 2.521 Mitarbeitern 87 Beschäftigte weniger als am 30. September 2015 tätig waren (Vorjahr: 2.608 Mitarbeiter). Auch bei Vossloh Locomotives sank die Mitarbeiterzahl um 13 Beschäftigte auf 396 Personen (Vorjahr: 409 Mitarbeiter). Ohne das Personal des zur Veräußerung gehaltenen Geschäftsfelds Electrical Systems lag die Mitarbeiterzahl im Konzern am Stichtag 30. September 2016 bei 4.047 Beschäftigten (Vorjahr: 4.101 Mitarbeiter).

1Zur besseren Lesbarkeit wird hier die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind hier alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeint.

Ausblick
Auf Grundlage der Geschäftsentwicklung der ersten neun Monate geht der Vorstand für das Gesamtjahr 2016 von einem Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten zwischen 930 Mio.€ und 970 Mio.€ aus. Im Geschäftsjahr 2015 waren ohne das Geschäftsfeld Electrical Systems rund 950 Mio.€ Umsatz erreicht worden. Die EBIT-Marge aus fortgeführten Aktivitäten soll zwischen 4,5 % und 5,0 % liegen. Ursprünglich war – inklusive der Aktivitäten von Vossloh Electrical Systems – 4,0 % bis 4,5 % EBIT-Marge geplant. Für die Kerngeschäftsbereiche Core Components, Customized Modules und Lifecycle Solutions wird aus heutiger Sicht eine Profitabilität in etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Für Transportation erwartet der Vorstand eine deutliche Verbesserung von Umsatz und Ergebnis im vierten Quartal 2016 und somit im Gesamtjahr eine Margenverbesserung gegenüber dem Vorjahr. Nach erfolgreichem Abschluss der Veräußerung des Geschäftsfelds Electrical Systems rechnet die Gesellschaft für 2017 mit einer EBIT-Marge am oberen Ende der prognostizierten Bandbreite von 5,5 % bis 6,0 %. Weitere Details zu den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2017 wird der Vorstand nach Vorliegen einer aktualisierten Budgetplanung zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.


Kontaktdaten:
Dr. Daniel Gavranovic
Telefon: +49 (0) 23 92 / 52-608
E-Mail: Investor.relations@vossloh.com

Vossloh ist weltweit in den Märkten für Bahntechnik tätig. Kerngeschäft ist die Bahninfrastruktur. Darüber hinaus arbeitet der Konzern im Bereich Schienenfahrzeuge und Elektrobusse. Die Konzernaktivitäten sind in den vier Geschäftsbereichen Core Components, Customized Modules, Lifecycle Solutions und Transportation gegliedert. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Vossloh (inklusive des zur Veräußerung gehaltenen Geschäftsfelds Electrical Systems) mit rund 4.900 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,2 Mrd.€.

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