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Gut Erklärt 17.04.2013

Waschmittelhersteller Henkel sucht Alternativen zu Palmöl

Früchte der Ölpalme. / Quelle Henkel

Henkel nutzt das Öl aus den Kernen der Früchte zur Herstellung von Waschmitteln. / Quelle: Henkel

Ein großer Palmöl-Abnehmer aus Deutschland der wie Nestlé nicht allein auf die Nachhaltigkeitsstandards des RSPO setzt, ist Henkel. Der Reinigungsmittelhersteller aus Düsseldorf verwendet Palmöl für seine Waschmittel. Dennoch genießt Henkel einen guten Ruf in Sachen ethische und ökologische Nachhaltigkeit. Das bestätigt Antje Schneeweis vom Südwind Institut: „Henkel beschäftigt sich seit langem mit Fragen der Ökoeffizienz. In diesem Sinne war das Unternehmen ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit“, sagt sie. „Natürlich können solche Vorreiter die Entwicklung irgendwann nicht mehr so schnell vorantreiben, wie Nachzügler, die später hinzugestoßen sind und einen großen Nachholbedarf haben. Wir haben aber weiterhin den Eindruck, dass Henkel versucht, seinem guten Ruf als ein ökologisch und sozial nachhaltig engagiertes Unternehmen gerecht zu werden. Das gilt auch für den Umgang mit dem Rohstoff Palmöl.“


Zu diesem Engagement gehört auch die Mitgliedschaft im RSPO und das selbst gesteckte Ziel, bis 2015 ausschließlich Palmöl aus Quellen zu beziehen, die den RSPO-Standards genügen. „. Henkel ist sich der Grundproblematik des massenhaften Palmölanbaus auf Kosten wertvoller tropischer Naturwaldbestände bewusst“, sagt Schneeweis. Dazu gibt sie folgendes zu bedenken: „Henkel verwendet nicht das Palmöl, das in der Lebensmittelindustrie genutzt wird. Um die zur Wasch- und Reinigungsmittelproduktion notwendigen Tenside zu produzieren, nutzt Henkel Palmkernöl. Dieses fällt bei der Gewinnung von Palmöl als Abfallprodukt an“. Der Konzern sei zudem erfreulich offen in der Diskussion, neben Palmöl auch Kokosöl zu verwenden, fährt die Expertin fort. „Dieses gilt im Vergleich zu Palmöl als die ökologisch verträglichere und damit nachhaltigere Alternative – unter anderem, weil es nicht in erster Linie von großen Landwirtschaftskonzernen, sondern von Kleinbauern angebaut wird.“ Und Henkel suche nach Wegen, Kleinbauern in seine Bezugsstrukturen für Kokosöl einzubeziehen. „Fraglich ist dabei, wie gut Kleinbauern den Bedarf eines Großkonzerns wie Henkel decken können“, so Schneeweis.


Allerdings habe Henkel die Produktion von Ölen und Tensiden vor längerer Zeit an die Firma Cognis ausgelagert. „Cognis gehört seit 2010 zu BASF. Damit ist BASF inzwischen die Bezugsquelle. Mit der Auslagerung hat Henkel deutlich an Einfluss auf die Produktion und den Bezug von Rohstoffen für Öle und Tenside verloren“, erklärt sie.

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