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Nachhaltige Aktien 23.11.2009

Wochenrückblick: AMSC hebt Prognose für 2010 – Solon SE schreibt tiefrote Zahlen – VTG AG stemmt sich erfolgreich gegen die Krise

Waggons der VTG AG. / Quelle: Unternehmen

Der deutsche Leitindex DAX gab in der vergangenen Woche 0,42 Prozent nach auf 5.702 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones kletterte um 1,32 Prozent auf 10.332 Punkte. Der japanische Nikkei verlor dagegen 2,60 Prozent auf 9.549 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent Crude Oil verteuerte sich leicht auf 76,59 US-Dollar (plus 0,4 Prozent). Der Kupferpreis ist gestiegen, eine Tonne der Qualität „Copper Grade A“ kostete Ende der Woche 6.731 Dollar, nach 6.552,50 Dollar zum Schluss der Vorwoche (plus 2,7 Prozent). Der Euro hielt sich gegenüber dem US-Dollar bei 1,49 Dollar.


Windaktien

Der erste deutsche Offshore-Windpark „alpha ventus“ ist vollständig errichtet. Das meldete der Hamburger Windanlagenbauer REpower Systems AG, der in der vergangenen Woche die letzte von insgesamt sechs REpower 5M aufgestellt hat. Das Offshore-Testfeld alpha ventus liegt rund 45 Kilometer vor Borkum und wurde durch ein Konsortium der Unternehmen EWE, E.ON und Vattenfall realisiert.
REpower gab ferner einen Vertrag über die Lieferung von neun Windenergieanlagen der Zwei-Megawatt-Klasse bekannt. Auftrageber sei der US-Projektentwickler Heritage Sustainable Energy LLC. Die Turbinen sollen bis zum dritten Quartal 2010 im Windparkprojekt Stoney Corners II im Bundesstaat Michigan errichtet werden.

American Superconductor Corporation (AMSC) hat die Prognose für 2010 erhöht. Das Technologieunternehmen aus Devens im Bundesstaat Massachusetts rechnet mit einem Anstieg des Nettogewinns um über 80 Prozent auf 1,15 Dollar je Aktie. Der Umsatz soll auf 400 Millionen Dollar (alte Prognose: 300 bis 310 Millionen Dollar).
AMSC berichtet zudem Aufträge aus China und Korea: Die chinesische CSR Zhuzhou Electric Locomotive Research Institute Co., Ltd. hat demnach weitere Windturbinen-Technologie im Wert von zehn Millionen Dollar bestellt. An die koreanische Hyundai Heavy Industries soll AMSC Windturbinen-Komponenten liefern. Zum finanziellen Volumen der Bestellung machte das Unternehmen keine Angaben.

EDP Renovaveis, portugiesische Tochter des Energiekonzerns Energias do Portugal SA (EDP) hat angekündigt, bis 2010 rund vier Milliarden Dollar für neue Windparks in den USA aufzubringen. Im laufenden Jahr habe man für US-Windparks mit 800 Megawatt (MW) Leistung 1,5 Milliarden Dollar aufgewendet, hieß es.


Solaraktien

Der chinesische Solarkonzern Suntech Power Holdings will in der Umgebung von Phoenix im Bundesstaat Arizona eine Produktionsstätte errichten. Laut dem weltweit größten Hersteller von Solarmodulen soll sie anfangs eine Kapazität von 30 MW haben. Die Fertigung soll im 3. Quartal 2010 starten.

Eine erhöhte Prognose für das Gesamtjahr 2009 hat Yingli Green Energy bekannt gegeben. Der chinesische Solarkonzern rechnet demnach mit einer Gewinnmarge von 19 bis 20 Prozent statt wie bisher prognostiziert 18 Prozent. Für 2010 erwarte man stabilisiere oder sogar steigende Preise und eine Marge von 25 Prozent.
Im 3. Quartal hat das Unternehmen trotz höherer Auslieferungen weniger verdient: Der Nettogewinn sank um zwölf Prozent auf 17,7 Millionen Dollar oder zwölf Dollarcents je Aktie.

Unregelmäßigkeiten in der Buchführung am Standort auf den Philippinen berichtete der US-Solarkonzern SunPower. Laut dem Unternehmen aus dem kalifornischen San Jose waren in zumindest drei abgeschlossenen Geschäftsquartalen Buchungen nicht durch Aufträge gedeckt. Es seien weitere Überprüfungen erforderlich.

Einen Nettoverlust von 3,5 Millionen Dollar oder 42 Dollarcents je Aktie musste der US-amerikanische Solarausrüster Spire Corporation im 3. Quartal hinnehmen (Vorjahresquartal: plus 445.000 Dollar oder 5 Dollarcents je Aktie). Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um drei Prozent auf 16,6 Millionen Dollar. Laut dem Unternehmen aus Bedford im US-Bundesstaat Massachusetts beliefen sich die Erlöse in den ersten neun Monaten auf 50,1 Millionen Dollar (plus neun Prozent). Der Nettoverlust lag bei minus 9,6 Millionen Dollar oder minus 1,15 Dollar je Aktie (2008: minus 347.000 Dollar oder minus vier Dollarcents).

Mehr als verdoppelt hat sich der Nettogewinn von Canadian Solar im 3. Quartal. Laut dem Solarunternehmen mit Hauptsitz in Toronto und Produktionsstätten in China kletterte er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 11,1 Millionen Dollar oder 31 Dollarcents je Aktie auf 25,3 Millionen Dollar oder 69 Dollarcents je Aktie. Der Umsatz sei um 16 Prozent auf 213,1 Millionen Dollar geschrumpft. Die Auslieferungen stiegen um 71 Prozent auf 102,6 MW. Im Gesamtjahr sollen sie 295 bis 305 Millionen MW erreichen. Für 2010 stellte das Solarunternehmen einen Anstieg auf 600 bis 700 MW in Aussicht.

Die MAN Ferrostaal AG, Essen, und die Ibersol Kraftwerks GmbH, Erlangen, haben das vierte Parabolrinnen-Projekt der Solar Millennium AG in Südspanien gekauft. Die Partner erwarben demnach je fünfzig Prozent der Anteile der Projektgesellschaft Ibersol Electricidad Solar Ibérica S.L. Die Ibersol Kraftwerks GmbH ist den Angaben zufolge ein zu gleichen Teilen gehaltenes Gemeinschaftsunternehmen von Solar Millennium und der Beteiligungsgesellschaft Cross Capital AG, Zug (Schweiz).

Die chinesische Waferproduzentin LDK Solar hat 15 Prozent ihrer Siliziumproduktion an die Jiangxi International Trust and Investment Co. Ltd. veräußert. Das Unternehmen aus Xinyu erlöste nach eigenen Angaben rund 219 Millionen Dollar aus der Transaktion.

Von einem auf 19 Dollarcents je Aktie sprang der Nettogewinn je Aktie der chinesischen Solarzellenproduzentin China Sunergy im 3. Quartal. Der Umsatz wuchs um 14 Prozent auf 80,1 Millionen Dollar. Die Auslieferungen lagen bei 54 MW, für das Gesamtjahr erwartet China Sunergy 190 bis 200 MW.

In den ersten neun Monaten blieb der Konzernumsatz der Berliner Solon SE mit 218,4 Millionen Euro um 66 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf minus 87 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 49,4 Millionen Euro). Das Konzernergebnis vor Steuern betrug minus 170 Millionen Euro (Vorjahr: 41,7 Millionen Euro). Das Ergebnis pro Aktie (EPS) betrug minus 6,42 Euro (2008: 2,18 Euro). Seit Ende 2008 hat sich das Eigenkapital um knapp 40 Prozent verringert. Die Eigenkapitalquote sank von 41,6 Prozent auf 30 Prozent. Solon werde das Geschäftsjahr mit einem deutlich negativen operativen Ergebnis abschließen, hieß es.


Bioenergieaktien

Der Biodieselhersteller Petrotec AG wird möglicherweise weitere liquide Mittel benötigen. Man sei unter Umständen auch in Zukunft auf die Unterstützung des Mehrheitsaktionärs ICG und/oder der Banken angewiesen, so Petrotec. Zum 30. September 2009 betrugen die liquiden Mittel des Unternehmens demnach 0,7 Millionen Euro. In den ersten drei Quartalen 2009 verbuchte Petrotec Umsatzerlöse in Höhe von 20,0 Millionen Euro (Vorjahr: 65,7 Millionen Euro). Das EBIT lag bei minus 7,3 Millionen Euro (2008: minus 29,1 Millionen Euro). Der Periodenverlust betrug minus 8,7 Millionen Euro (2008: minus 28,7 Millionen Euro); daraus errechnet sich ein EPS von minus 0,76 Euro (Vorjahr: minus 2,73 Euro).


Andere Aktien

Ein EBIT von 7,0 Millionen Euro weist der Dämmstoffhersteller Steico AG für die ersten neun Monate aus (Vorjahr: minus 0,8 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse lagen wie im Vorjahreszeitraum bei 78,8 Millionen Euro. Das Unternehmen erhöhte seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr: Das EBIT soll nun zwischen 8 und 9,5 Millionen Euro liegen (vormals 5 Millionen Euro bis 7 Millionen Euro). Beim Umsatz rechne man unverändert mit 103 bis 107 Millionen Euro.

Das Übernahmeangebot der kanadischen GLV Inc. an die Aktionäre der Wassertechnikspezialistin Christ Water Technology AG ("CWT") war erfolgreich. Wie CWT meldete, haben 80,5 Prozent der Aktionäre die Offerte akzeptiert, damit sei die Bedingung der Mindestannahme des Angebots durch 75 Prozent der Stimmrechte erfüllt. GLV hatte 3,35 Euro je CWT-Aktie geboten.
Laut ihren vorläufigen Zahlen für die ersten neun Monate 2009 hat CWT einen Nettoverlust von minus 1,2 Millionen Euro erwirtschaftet (2008: minus 14 Millionen Euro). Der Umsatz sank um 23 Prozent auf 107 Millionen Euro. Der Auftragseingang sprang um 56 Prozent auf 150 Millionen Euro. Der Auftragsstand zum Stichtag 30. September lag demnach bei 147 Millionen Euro (plus 13 Prozent).

Vor dem Hintergrund der Übernahme der kanadischen Timothy's Coffees of the World Inc. hat der US-amerikanische Biokaffeeröster Green Mountain Coffee Roasters seine Prognose für 2010 angehoben. Der Überschuss soll demnach 1,85 bis 1,95 Dollar je Aktie erreichen (alte Prognose: 1,75 bis 1,85 Dollar je Aktie). Der Jahresumsatz soll um 55 bis 60 Prozent anwachsen statt wie bisher angenommen um 50 bis 55 Prozent.

In den ersten neun Monaten sank der Konzernumsatz des Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmens VTG AG um 4,4 Prozent auf 430,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich um 2,9 Prozent auf 112,4 Millionen Euro. VTG-Vorstandsvorsitzender Dr. Heiko Fischer verwies auf den hohen Auslastungsgrad im größten Geschäftsbereich Waggonvermietung. In einigen Waggonsegmenten steige die Nachfrage sogar wieder.
Wie das Unternehmen weiter berichtete, plant es, einen großen Teil seiner Waggonflotte mit stärkeren Achsen auszurüsten. Mit besonders sicheren Radsätzen wolle man zu mehr Sicherheit im europäischen Schienengüterverkehr beitragen, so VTG.

Auftragseingänge im Wert von zehn Millionen Dollar hat die US-amerikanische Luftreinigungsspezialistin Ceco Environmental bekannt gegeben. Die Bestellungen kämen aus verschiedenen Branchen erläuterte Ceco Chief Operating Officer (COO) Rick Blum.

Die Spezialistin für Müllverbrennungsanlagen, ZhongDe Waste Technology AG, verzeichnete im dritten Quartal einen Rückgang des Bruttogewinns auf zwei Millionen Euro (drittes Quartal 2008: 7,9 Millionen Euro). Der Nettogewinn reduzierte sich demnach von 6,5 auf 0,4 Millionen Euro. Gemäß den vorläufigen Zahlen sank der konsolidierte Umsatz von 15,6 Millionen Euro im dritten Quartal 2008 auf 6,3 Millionen Euro in 2009. In den ersten neun Monaten 2009 lagen die Umsatzerlöse bei 24,7 Millionen Euro, dies entspreche einem Minus in Höhe von 31 Prozent (2008: 35,7 Millionen Euro), so ZhongDe. Das Unternehmen verbuchte Aufträge im Wert von 24 Millionen Euro (Vorjahr: 8,5 Millionen Euro).

Die österreichische Wassertechnikspezialistin Best Water Technology AG (BWT) will bis zu 1,4 Millionen eigene Aktien zurückkaufen. Dies entspreche rund 7,8 Prozent des derzeitigen Grundkapitals, teilte das Unternehmen mit Sitz in Mondsee mit.

Einen Halbjahresgewinn in Höhe von 10,2 Millionen Schweizer Franken (CHF) meldete die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft New Value AG für das erste Halbjahr ihres Geschäftsjahres (per 30. September 2009). Dies entspreche einem Gewinn pro Aktie von 3,39 CHF. Der Nettoinventarwert (innerer Wert; NAV) sei um 18,6 Prozent auf 79,64 Millionen CHF geklettert. Der NAV je Aktie betrage 24,28 CHF. Die liquiden Mittel und Finanzanlagen machten zum Stichtag mit 6,9 Millionen CHF 8,6 Prozent des Portfolios aus.

Die Stühlinger Wärmedämm-Spezialistin Sto AG hat in den ersten neun Monaten 2009 mit 708,1 Millionen Euro um 3,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Sto rechnet für das Gesamtjahr 2009 mit einem rückläufigen Konzernumsatz. Der Rückgang beim Ertrag werde noch stärker ausfallen, hieß es.

Mit über 50 Prozent hat sich die AGO AG Energie und Anlagen an der norwegischen Ringdalskogen Fjernvarme AS beteiligt. Die neue AGO-Tochtergesellschaft hält die Konzession zur Wärmeversorgung des Industriegebietes Ringdalskogen südlich von Oslo. Über den Kaufpreis habe man Stillschweigen vereinbart. Die erste Wärmelieferung werde voraussichtlich ab Herbst 2010 erfolgen.Weiterer Gesellschafter wird laut Ago die norwegische Enwa PMI AS aus Sandefjord.

Das dänische Erneuerbare-Energien-Unternehmen Scan Energy hat mit der Vermarktung seiner Aktien im Rahmen des bevorstehenden Börsengangs begonnen. Scan Energy entwickelt und betreibt Wind- und Solarparks und strebt eine Notierung im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse an. Das Unternehmen bietet insgesamt bis zu 17,5 Millionen neue Aktien an und bis zu 2,62 Millionen Aktien aus dem Besitz von Altaktionären. Die Angebotsfrist ist für den 1. bis 7. Dezember 2009 geplant.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung derOpens external link in new windowUmweltBank.

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