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Nachhaltige Aktien 04.01.2010

Wochenrückblick: Auftragsflut für Windkraftanlagenhersteller Vestas – Fusionspläne der ICP Solar – hohe Verluste für Biodieselhersteller Petrotec AG

Windräder von Vestas im Einsatz. / Quelle: Unternehmen

Der deutsche Leitindex DAX hat in der letzten Woche des Jahres die Marke von 6.000 Punkten geknackt. Am letzten Handelstag notierte er bei 5.957 Punkten und damit exakt auf dem Wert zum Ende der Vorwoche. Er hat damit auf Jahressicht knapp 24 Prozent zugelegt. Der US-amerikanische Dow Jones verbesserte sich leicht um 0,8 Prozent auf 10.549 Punkte. In 2009 stieg er damit um 21,7 Prozent. Der japanische Nikkei kletterte in der vergangenen Woche um 1,6 Prozent auf 10.546 Punkte und auf Jahressicht um 19 Prozent. Das Barrel Öl der Sorte Brent Crude Oil verteuerte sich um 2,5 Prozent auf 77,90 US-Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ erhöhte sich um 3,5 Prozent auf 7.382 Dollar. Der Euro stagnierte gegenüber dem US-Dollar bei 1,44 Dollar.


Windaktien

Eine Reihe von Aufträgen hat der dänische Windturbinenbauer Vestas Systems erhalten. 20 Windenergieanlagen des Typs V90-2.0 MW soll das Unternehmen an die China Datang Renewable Power liefern. Die Windräder mit einer Gesamtleistung von 40 Megawatt (MW) sind nach Unternehmensangaben für ein Projekt in Zhaolitouzi in der Provinz Liaoning vorgesehen. Datang zählt laut Vestas zu den größten Windkraftprojektierern in China und seit 2005 zu den Kunden der Dänen.
Der weltweit führende Hersteller von Windkraftanlagen soll auch mehrere Windparks im Süden Schwedens mit Anlagen ausstatten. Ihm zufolge hat der einheimische Projektierer Eolus Vind AB 17 Windkraftanlagen mit insgesamt 34 MW geordert. Sie sollen bis Mitte des Jahres ausgeliefert werden. Es handelt sich laut Vestas um die bislang größte Bestellung der Schweden bei dem weltweit führenden Windturbinenbauer.
Ferner hat der deutsche Projektierer Prokon 48 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 96 MW für Projekte in Polen bestellt. Nähere Angaben dazu machte Vestas nicht. Die Order habe keine Auswirkungen auf die Prognose für die Geschäftsjahre 2009 und 2010, hieß es lediglich.
Zudem haben die Dänen aus Spanien einen Auftrag erhalten. Sie sollen 24 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 48 MW an Windkraftprojekte in Andalusien liefern. Über den Namen des Auftraggebers sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte Vestas mit.


Nach eigenen Angaben plant der französische Windkraftprojektierer Theolia eine Kapitalerhöhung im Wert von 100 Millionen Euro. Wie er bekannt gab, soll dies im Frühjahr  kommenden Jahres geschehen. Anvisiert werde die Ausgabe von Aktien oder von Wandelanleihen. Mit dem frischen Geld will der Windkraftprojektierer aus Aix-en-Provence langfristig sein Eigenkapital stärken.
Kurzfristig verschafft sich das Unternehmen Luft, indem es die Laufzeit eines Teils seiner Oceanes-Anleihe mit Laufzeit bis Januar 2012 um drei Jahre verlängerte. Der späteren Fälligkeit der Schulden haben laut Theolia knapp zwei Drittel der Gläubiger zugestimmt.


Solaraktien


Drei von der Hamburger Colexon Energy AG errichtete Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 2,4 MW sind auf den Dächern der sächsischen BMG Baugruppen- und Modulfertigung GmbH Glauchau in Betrieb genommen worden. Colexon Energy hab ferner bekannt, dass die eigene finanzielle Flexibilität durch die Sicherung umfassender liquider Mittel ausgeweitet wurde. Es sei im Dezember eine Working Capital Finanzierung über 21 Millionen Euro abgeschlossen worden, die einen wichtigen Schritt zur Finanzierung des operativen Geschäftes in 2010 darstelle.


Im Geschäftsjahr 2009 hat das Solarunternehmen Powerbags AG nach eigenen Angaben „keine signifikanten Erträge“ erlöst. Das Geschäftsjahr 2009 werde „mit einem Verlust im unteren sechsstelligen Bereich abgeschlossen, teilte das Unternehmen aus Schönebeck in Sachsen-Anhalt mit. Es sieht nach eigenen Angaben die Chance, im kommenden Jahr „stabile Erträge“ zu erwirtschaften.
In Zukunft will es verstärkt auf die Vermittlung von Dachflächen für Solaranlagen setzen. Powerbags verfügt nach eigenen Angaben über einen Bestand an Dachflächen, auf denen Anlagen mit einer Leistung von 2,3 MW installiert werden können. Von der Vermittlung der Dachflächen erhofft sich Powerbags Aufträge zur Lieferung und Montage von betriebsfertigen Solaranlagen aus dem eigenen Haus.
Helfen soll dabei die Übernahme von Geschäftsaktivitäten der chinesischen Richsolar. Darüber habe es Gespräche mit deren Führung gegeben, die Übernahme werde derzeit noch geprüft. Die Prüfung soll bis März 2010 abgeschlossen werden. Danach müssten laut Powerbags die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Einbringung der Richsolar  entscheiden.  Diese verfügt den Angaben zufolge über eine bestehende Solarmodulkapazität von über 100 MW sowie ein etabliertes Vertriebsnetz.

Das kanadische Solarunternehmen ICP Solar Technologies Inc. aus Montreal will mit der ebenfalls kanadischen EPOD Solar verschmelzen. Laut einer Unternehmensmitteilung haben die Partner dazu eine Absichtserklärung unterschrieben. EPOD Solar ist in Kelowna, British Columbia, ansässig und als Projektierer von Solarparks in Nordamerika und Europa aktiv. Die Tochter Opti Solar Tech im kalifornischen Hayward betreibe Solarprojekte und produziere Solarpanele; die Jahresproduktion erreiche 30 MW.


Die US-amerikanische Produzentin von Solarwafern, MEMC Electronic Materials, hat ihren Kreditrahmen erweitert bekommen. Wie die Gesellschaft aus St. Peters im Bundesstaat Missouri bekannt gab, erhält sie eine neue Kreditfazilität im Umfang von 250 Millionen Dollar. Darauf habe sie sich mit einer von der Bank of America angeführten Gruppe von Finanzinstituten geeinigt. Insgesamt habe MEMC nun Zugriff auf Kredite im Umfang von 400 Millionen Dollar.
Weiter gab MEMC bekannt, dass ihre Tochtergesellschaft SunEdison fünf Solarparks für den Energieversorger Xcel Energy umsetzen soll. Die erst im Herbst 2009 übernommene Tochtergesellschaft wurde beauftragt, die Projekte bis Ende 2011 in New Mexico zu realisieren. Deren Gesamtkapazität wird mit 50 MW veranschlagt. Finanzielle Details der Order gab MEMC nicht bekannt.


111 Millionen Dollar hat der chinesische Solarkonzern LDK Solar aus der Emission junger Aktien erlöst. Ursprünglich hatte sich das mit Liquiditätsproblemen kämpfende Unternehmen aus Xinyu Einnahmen in Höhe von 150 Millionen Dollar erhofft. Wie es mitteilte, wurden 16,5 Millionen neue Aktien zum Preis von sieben Dollar je Stück ausgegeben. Etwa 90 Millionen Dollar der Einnahmen will LDK für das Abzahlen kurzfristiger Kredite aufwenden.


Bioenergieaktien

Die Biopetrol Industries AG aus dem schweizerischen Zug verliert ihre Unabhängigkeit. Nach Unternehmensangaben übernimmt der ebenfalls aus der Schweiz stammende Rohstoffhandelskonzern Glencore eine Aktienmehrheit von 50 Prozent und einer Aktie an dem Produzenten von Biokraftstoffen. Die Papiere stammen aus dem Bestand des bisherigen Großaktionärs der Firma. Von ihm könnte Glencore bei Ausüben eines Optionsrechts noch weitere Aktien übernehmen und seine Beteiligung auf eine Zwei-Drittel-Mehrheit aufstocken. Über den Kaufpreis vereinbarten die Vertragspartner Stillschweigen.


Nach eigenen Angaben erwartet der Borkener Biodieselhersteller Petrotec AG mit Ablauf des Geschäftsjahres einen Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals. Das habe der Vorstand im Zuge der Überprüfung der Eigenkapitalentwicklung der Gesellschaft festgestellt und erkläre dies mit Verlustübernahmen. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben werde der Vorstand „unverzüglich eine außerordentliche Hauptversammlung zur Anzeige des Verlustes einberufen“.


Andere Aktien

Nach über 30 Jahren tritt Firmenchef und Gründer John Mackey von seinem Posten als Chairman der Biolebensmittelspezialistin Whole Foods Market zurück. Er reagiert damit nach Unternehmensangaben auf die Forderung, seine Personalunion von CEO und Chairman zu trennen. John Elstrott soll laut Whole Foods Market in Zukunft das Aufsichtsgremium leiten. Dieser werde auch weiterhin seine Vorstandsaufgaben erfüllen.


Mit zwei Erfolgsmeldungen wartete die Hamburger ZhongDe Waste Technology AG auf. Laut dem Anbieter kleiner und mittelgroßer Müllverbrennungsanlagen wurde die Vertragssumme des Datong-Projekts angehoben. Im März 2008 hatte das operativ in China tätige Unternehmen den Auftrag für die Entwicklung, Errichtung und Übergabe einer Müllverbrennungsanlage in Datong erhalten, einer Stadt im Norden der Shanxi Provinz in der Nähe zur Inneren Mongolei. Das Auftragsvolumen war damals mit 30 Millionen Euro beziffert worden. In einer Zusatzvereinbarung wurde die Vertragssumme des Datong EPC-Projekts (EPC = Engineering, Procurement and Construction) nun um umgerechnet rund 2,5 Millionen Euro erhöht, da der Auftraggeber Fuqiao Anpassungen des Projektdesigns gewünscht hatte.
Weiter gab ZhongDe bekannt, dass die Dingzhou Ruiquan Solid Waste Treatment Co., Ltd mit ihr einen EPC-Vertrag für eine Müllverbrennungsanlage mit Stromerzeugung und einer Kapazität von 600 Tonnen pro Tag unterzeichnet hat. Das bestellte Projekt soll in Dingzhou City in der Provinz Hebei entstehen. Das Auftragsvolumen (ohne Mehrwertsteuer) beläuft sich den Angaben zufolge auf umgerechnet rund 23 Millionen Euro.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite "Opens external link in new windowAktien: Kurse“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung derOpens external link in new windowUmweltBank.

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Bildhinweis: Solarprojekte von Colexon; Raffinerie der Petrotec AG. / Quelle jeweils: Unternehmen

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