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Nachhaltige Aktien 07.12.2009

Wochenrückblick: Chinesische Solarunternehmen investieren in Ausbau der Kapazitäten – 2G Bio-Energietechnik AG auf Expansionskurs – Scan Energy A/S verlängert Angebotsfrist für Börsengang

Britisches Windkraftprojekt. / Quelle: Vestas

Der deutsche Leitindex DAX hat sich in der vergangenen Woche um 2,32 Prozent auf 5.770 Punkte verbessert. Der US-amerikanische Dow Jones gab 0,94 Prozent auf 10.366 Punkte nach. Um 10,36 Prozent sprang der japanische Nikkei, er stand zuletzt bei 9.978 Punkten. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent Crude Oil ist um 1,9 Prozent auf 78,56 US-Dollar gestiegen. Kupfer hat sich um 2,3 Prozent verteuert, eine Tonne der Qualität „Copper Grade A“ kostete Ende der Woche 7.026 Dollar. Der Euro büßte gegenüber dem US-Dollar ein Prozent an Wert ein auf 1,4845 Dollar.


Windaktien

In Schottland hat der französische Grünstromprojektierer EDF Energies Nouvelles einen Windpark mit 38 MW Leistung in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen mitteilte, handelt es sich um sein bislang größtes Projekt in Großbritannien.

Der Umsatz des US-amerikanischen Windkraftzulieferers Zoltek ging im Geschäftsjahr 2008/09 im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel auf 138,8 Millionen Dollar zurück. Laut dem Unternehmen aus St. Louis brach der operative Gewinn von 20,0 auf 3,4 Millionen Dollar ein.

Der Hamburger Windturbinenbauer REpower Systems AG hat seine Geschäftsbeziehung mit der dänischen LM Glasfiber erweitert. Nach Unternehmensangaben bestellte er Windkraftrotoren für 477 Windräder mit einer Gesamtleistung von 954 Megawatt (MW).

Knapp ein Viertel der Anteile eines Offshore-Windpark in der Nordsee hat das börsennotierte Energie-Handelsunternehmen EGL (Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg AG) erworben. Laut der Gesellschaft mit Sitz in Dietikon, Schweiz, handelt es sich um den Offshore-Windpark „Global Tech I“. Das Projekt mit einer Gesamtleistung von 400 MW liege 100 Kilometer vor der norddeutschen Küste in der Nordsee. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrage 1,4 Milliarden Euro.


Solaraktien

Der Solarkonzern Phoenix Solar AG rechnet mit einem erfolgreichen vierten Quartal. Das Segment Komponenten & Systeme habe im November mit rund 65 Millionen Euro den bislang höchsten Monatsumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt, teilte das Sulzemoser Unternehmen mit. Phoenix Solar errichtet demnach zurzeit 16 Solarparks. Man hoffe, dass das Wetter so lange wie möglich mild bleibe und bis Ende Dezember weiter gebaut werden könne, so Dr. Andreas Hänel, Vorstandsvorsitzender der Phoenix Solar.
Wie das Unternehmen weiter meldete, soll eine 100-prozentige Tochtergesellschaft im US-Bundesstaat Kalifornien den Markteintritt in den USA markieren. Die Tochter werde voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2010 die operative Tätigkeit aufnehmen.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) der Hamburger Colexon Energy AG belief sich in den ersten neun Monaten 2009 auf 14,0 Millionen Euro, der Umsatz lag bei 112,7 Millionen Euro. Wie Colexon mitteilte, handelt es sich dabei um „pro forma Angaben“. Diese umfassen demnach die Einzelergebnisse sowohl der durch Colexon übernommenen dänischen Renewagy A/S als auch der Colexon für den gesamten Berichterstattungszeitraum. Für das Gesamtjahr erwarte der Vorstand ein EBIT von 16 bis 18 Millionen Euro und einen Umsatz von 160 bis 180 Millionen Euro (ebenfalls pro forma Angaben). Gemäß den internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards; IFRS) liege der Umsatz demgegenüber nur bei 41,7 Millionen Euro. Das EBIT betrage nach IFRS 13,0 Millionen Euro.

Die Singulus Technologies AG hat ihre erste Inline-Beschichtungsanlage für Solarzellen vom Typ „Singular“ an einen europäischen Hersteller ausgeliefert. In Kombination mit den Anlagen der Tochter Stangl biete Singulus Technologies mit der Nasschemie, der Vakuumbeschichtung sowie dem Wafer-Handlingsystem wichtige Anlagenbaugruppen einer Fertigungslinie für kristalline Silizium Solarzellen an.

In den ersten drei Quartalen steigerte die Merkendorfer Payom Solar AG die Umsatzerlöse um 22,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 auf 31,46 Millionen Euro. Das EBIT habe sich um 13,3 Prozent auf 1,88 Millionen Euro verbessert, so Payom. In 2008 hatte Payom Umsatzerlöse in Höhe von 36,93 Millionen Euro erzielt. Im laufenden Jahr nähere man sich einer Umsatzverdoppelung, hieß es, allein im Oktober seien rund 20 Millionen Euro Erlöse verbucht worden.

Die Umwandlung von Verbindlichkeiten im Volumen von 12,2 Millionen Euro in Eigenkapital meldete die Kasseler BGI EcoTech AG. Laut dem Projektierer von Solaranlagen wurde die Verbindlichkeit gegenüber der ING Bewaar Maatschappij VII B.V. in Höhe von rund 9,65 Millionen Euro in Eigenkapital gewandelt. Zudem wurden Verbindlichkeiten in Höhe von zirka 2,595 Millionen Euro durch die Ausgabe von Aktien vollständig beglichen. Für die Transaktionen sei ein Ausgabepreis von zehn Euro pro Aktie fest vereinbart.

Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 1,7 MW soll der norwegische Solarkonzern Renewable Energy Corporation ASA (REC) für verschiedene US-Krankenhäuser errichten. Die Anlagen sollen im Frühjahr 2010 in Betrieb genommen werden. Zum finanziellen Volumen des Auftrags wurden keine Angaben gemacht.

Aus seinem Heimatmarkt China hat der Solarkonzern Trina Solar einen Auftrag für die Lieferung von Solarmodulen mit acht MW Leistung erhalten. Das Unternehmen aus Changzhou machte keine Angaben zu Auftraggeber und Finanzvolumen der Order. Ihm zufolge wurde bereits mit der Auslieferung begonnen. Weiter informierte Trina Solar darüber, dass sie für ein Solarprojekt mit einer Kapazität von zwei MW staatliche Unterstützung zugesagt bekommen hat.

Die Firma Pure energies aus Toronto, Kanada, will in der Provinz Ontario Solarpanele der chinesischen Suntech Power einsetzen. Wie der Solarkonzern aus Wuxi bekannt gab, wurde darüber eine Absichtserklärung mit Laufzeit bis 2011 unterzeichnet. Finanzielle Details teilte Suntech nicht mit.
Suntech rechnet für 2010 mit einem starken Anstieg der weltweiten Nachfrage. Das Unternehmen will die Produktionskapazitäten von derzeit 1,0 auf 1,4 Gigawatt steigern, die Auslieferungen sollen 2010 um 75 Prozent steigen.

Erste Erholungstendenzen des chinesischen Solarmarktes meldete die börsennotierte Ausrüsterin für die Photovoltaikindustrie, Roth & Rau AG. Das TecDAX-Unternehmen mit Sitz in Hohenstein-Ernstthal hat eigenen Angaben zufolge drei neue Aufträge über die Lieferung von Antireflexbeschichtungsanlagen der Serie SiNA im Wert von insgesamt 14,6 Millionen Euro erhalten. Bei den Auftraggebern handele es sich ausschließlich um chinesische Kunden, so Roth & Rau. Der mit 9,6 Millionen Euro Volumen größte Einzelauftrag stamme von Yingli Green Energy. Zum 30. November 2009 verbucht Roth & Rau Auftragseingänge von insgesamt 106,4 Millionen Euro.

Beleuchtungssysteme für einen Flughafen aus dem Nahen Osten soll das kanadische Solarunternehmen Carmanah Technologies liefern. Der Auftrag eines ungenannten Kunden hat demnach ein Volumen von 365.000 Dollar. Ferner gab Carmanah bekannt, dass man mit der ADB Airfield Solutions, LLC zusammenarbeiten werde. Diese habe bereits über 2000 Flughäfen weltweit mit Beleuchtungssystemen ausgerüstet.

Der börsennotierte Hersteller von Vakuum- und Hochtemperatur-Anlagen, PVA TePla AG, hat rund 50 Kristallzuchtanlagen nach China verkauft. Laut dem Unternehmen aus Wettenberg ist der Käufer der Anlagen zur Herstellung von monokristallinen Siliziumkristallen einer der bedeutendsten Solarmodul-Hersteller Chinas. Zum finanziellen Volumen des Geschäfts machte PVA TePla keine Angaben.

Großaktionäre des Solartechnikunternehmens centrotherm photovoltaics AG haben am 30. November außerbörslich 500.000 Aktien verkauft. Wie eine Sprecherin des Unternehmens auf Nachfrage von ECOreporter.de erklärte, wurden die zwei Aktienpakete mit 280.000 und 220.000 Stück an nachhaltig orientierte institutionelle Investoren verkauft. Es handele sich im langfristig investierte Investoren, die bisher keine Aktien der centrotherm gehalten hätten, so die Sprecherin. Der Verkaufspreis je einzelner Aktie betrug 38 Euro.

Die Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger Technology AG und Oerlikon Systems wollen enger zusammen arbeiten. Die Verkaufs- und Service-Organisation von Meyer Burger soll demnach das Solaris-System von Oerlikon für die Bearbeitung von kristallinen Solar-Siliziumzellen in China, Taiwan, Europa, dem Nahen Osten, Indien und Amerika repräsentieren.

Die Solarfabrik der Hamburger Conergy AG in Frankfurt/Oder ist laut dem Unternehmen derzeit nahezu ausgelastet. Wie Conergy berichtete, wird die vierte von vier Zelllinien in der Zellfertigung derzeit angefahren. In der Modulproduktion würden alle fünf Produktionslinien arbeiten. Michael Erler, kaufmännischer Geschäftsführer des Werkes, sagte: „Wir haben effiziente Prozesse etabliert und unsere Kosten deutlich und nachhaltig gesenkt. Damit sind wir für den Wettbewerb gut gerüstet.“

Kosteneinsparungen in Höhe von 17 Millionen Dollar hofft das US-amerikanische Solarunternehmen Energy Conversion Devices (ECD) mit einem umfassenden Restrukturierungsprogramm erzielen. Die Kosten für die Maßnahmen, die bis Mitte kommenden Jahres umgesetzt werden sollen, beziffert das Unternehmen aus Rochester Hills im Bundesstaat Michigan mit rund neun Millionen Dollar.


Bioenergieaktien

Nach neun Monaten hat die 2G Bio-Energietechnik AG (2G) Umsätze in Höhe von 14,8 Millionen Euro erwirtschaftet (1. Halbjahr: 9,6 Millionen Euro). Wie der Anbietern von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung mit Sitz in Heek berichtete, ist das operative Ergebnis ausgeglichen. Vor dem Hintergrund eines Rekordauftragsbestand von insgesamt 47,7 Millionen Euro stehe bereits fest, dass der Umsatz 2008 von 21,2 Millionen Euro im Gesamtjahr 2009 deutlich übertroffen werde.


Andere Aktien

Der Anbieter kleiner und mittelgroßer Müllverbrennungsanlagen in China, ZhongDe Waste Technology AG, hat seine vorläufigen Zahlen zum 3. Quartal 2009 bestätigt. Das Unternehmen mit operativem Geschäft in China und Sitz in Hamburg will sich in Zukunft mehr auf Großprojekte konzentrieren. ZhongDe verbuchte laut der Meldung in den letzten neun Monaten Aufträge für Verträge im Wert von 24,9 Millionen Euro gegenüber 9,2 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Das dänische Erneuerbare-Energie-Unternehmen Scan Energy A/S plant dem Börsengang am Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse. Als erster unabhängiger Energieerzeuger konzentriere man sich ausschließlich auf Windkraft und Solarenergie, so das Unternehmen mit Sitz im Dybvad. Scan Energy bietet bis zu 17,5 Millionen neue Aktien an. Für eine mögliche Mehrzuteilung („Greenshoe“) stehen zusätzlich bis zu 2,62 Millionen Aktien aus dem Besitz von Altaktionären zur Verfügung.
Zum Wochenschluss verlängerte das Unternehmen den Angebotszeitraum bis Mittwoch, 9. Dezember 2009. Der Ausgabepreis wurde auf acht Euro je Aktie festgelegt und die Anzahl der angebotenen neuen Aktien auf bis zu 19,7 Millionen erhöht. Ursprünglich sollte die Aktie zwischen Preisspanne von neun und dreizehn Euro kosten. Scan Energy verwies in diesem Zusammenhang auf „derzeit schwierige Rahmenbedingungen für Börsengänge in Deutschland“.

Das Übernahme Wassertechnikspezialistin Christ Water Technology AG ("CWT") durch die kanadische GLV Inc. ist abgeschlossen worden. Wie GLV bekannt gab, hat ihre Tochter Eimco Water Technologies GmbH 80,5 Prozent der CWT-Anteile erworben und dafür rund 85 Millionen Dollar aufgewendet.

Die Gelsenkirchener Kunststoffspezialistin Masterflex AG meldete den vollständigen Verkauf ihrer Tochtergesellschaft Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG. Laut Masterflex wird die Transaktion rückwirkend zum 30. November 2009 wirksam. Innerhalb von ein bis zwei Jahren wolle man sich auch von den Sparten Mobility (mit Brennstoffzellentechnik) und Oberflächentechnik trennen, so Masterflex.

Der börsennotierte Campingplatzbetreiber Regenbogen AG hat seinen erst vor eineinhalb Jahren zugekauften Standort Seiffen verkauft. Laut dem Kieler Unternehmen wurde das Camp im Erzgebirge zum 1. Dezember von Harry Kretzschmar übernommen. Seiffen sei von der Lage her schwierig einzubinden gewesen, werde aber weiter in das Marketing der Regenbogen AG eingebunden bleiben. Zum Kaufpreis machte Regenbogen keine Angaben.

Einen Nachfolgeauftrag eines Langzeitkunden aus dem Energiesektor im Volumen von neun Millionen Dollar meldete die US-amerikanische Luftreinigungsspezialistin Ceco Environmental. Die Aktie des Unternehmens hat sich in den letzten zwölf Monaten um rund 50 Prozent verteuert.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung derOpens external link in new windowUmweltBank.

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