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Nachhaltige Aktien 08.12.2008

Wochenrückblick: Mega-Geschäft für Clipper Windpower – Gewinnwarnung der Solar-Fabrik AG – Conergy führt Kapitalerhöhung durch - Vossloh AG will höhere Dividende ausschütten

Offshore-Windkraftanlagen von Vestas. / Quelle: Unternehmen

Die Leitzindices DAX, Dow Jones und Nikkei rutschten in der vergangenen Woche kräftig nach unten. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor 6,17 Prozent auf 4.564 Punkte. Um 4,01 Prozent brach der US-amerikanische Dow Jones ein, er stand zum Wochenschluss bei 8.376 Punkten. Der japanische Nikkei büßte 4,36 Prozent ein auf 7.924 Punkte. Der Ölpreis fiel drastisch: Ein Barrel der Sorte "Brent Crude Oil" kostete 40,68 US-Dollar nach 54,30 Dollar zum Abschluss der Vorwoche (minus um 25 Prozent). Kupfer (Copper Grade A) verbilligte sich um 16,9 Prozent auf 3.050,50 Dollar. Der Euro legte gegenüber dem Dollar um 0,3 Prozent zu auf 1,272 Dollar.


Windaktien


An den im Mündungsgebiet der Themse gelegenen Thanet Offshore-Windpark soll die dänische Vestas Systems Windräder mit einer Gesamtkapazität von 300 MW liefern. Wie der Weltmarktführer unter den Windturbinenbauern mitteilte, hat die Vattenfall Wind Power, eine Tochter des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall, die 100 Windräder bestellt.
19 Windkraftturbinen mit je drei MW Leistung hat die Green Energy Company Ltd. für ihren irischen Windpark Boggeragh Mountains im County Cork bei Vestas bestellt. Der Windpark sei der größte in Irland, hieß es.


Der an der Londoner AIM (Alternative Investment Market) gelistete Windkraftanlagenhersteller Clipper Windpower will ein Megaprojekt mit der Windsparte von BP umsetzen. Die Partner planen nach Angaben des kalifornischen Windturbinenbauers ein Projekt in Süd-Dakota mit über 5.000 Megawatt (MW) Leistung. Clipper solle dafür über 2.000 Windräder liefern.


Mit Rekordzahlen hat der US-amerikanische Windkraftzulieferer Zoltek Companies das Ende September abgeschlossene Geschäftsjahr beendet. Laut dem Unternehmen aus St. Louis stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 185,6 Millionen Dollar. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich demnach von 27,3 Millionen auf 36,5 Millionen Dollar. Nach einem Nettoverlust je Aktie von 9 Cents im Vorjahr habe man nun einen Nettogewinn von 22 Cents je Aktie erzielt. Trotz der starken Zuwächse konnte allerdings Zoltek die eigenen Prognosen nicht erfüllen.


Der französische Energiekonzern EDF Energies Nouvelles hat die Inbetriebnahme der letzten Phase des Windparks Ventominho in Portugal bekannt gegeben. Demnach ist der aus 120 Windturbinen mit einer Kapazität von 240 Megawatt bestehende Windpark der größte Onshore-Windpark Europas. Die Windturbinen wurden von Enercon geliefert.


Die EU-Kommission hat die Übernahme von Windkraftprojekten des Windturbinenbauers Gamesa durch Iberdrola Renovables genehmigt. Die beiden spanischen Unternehmen hatten im Sommer eine umfassende Kooperation vereinbart. Die EU-Kommission sieht den Wettbewerb in Europa dadurch nicht behindert.


Das US-amerikanische Technologieunternehmen American Superconductor Corporation (AMSC) erwartet im Geschäftsjahr 2008/08 einen Umsatz von 175 Millionen bis 185 Millionen Dollar und einen Verlust von 30 bis 35 Cents je Aktie. Das Geschäftsjahr endet im März 2009. Für das folgende Geschäftsjahr hofft das Unternehmen auf auf 225 Millionen Dollar Umsatz und den Sprung in die Gewinnzone. AMSC bietet Technologielösungen für Windturbinen an.


Solaraktien

Über vier Jahre soll die Arise Technologies Deutschland GmbH, Tochter des kanadischen Solarunternehmens Arise Technologies, die Asola Advanced And Automotive Solar Systems GmbH mit Solarzellen ausrüsten. Unternehmensangaben zufolge haben die Produkte mit einer Kapazität von insgesamt etwa 80 MW einen Wert von 200 Millionen kanadischen Dollar (umgerechnet 122,4 Millionen Euro).


Am Freitag nach Börsenschluss hat die Freiburger Solar-Fabrik AG eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Bei der Tochtergesellschaft Global Expertise Wafer Division Ltd. (GEWD) gibt es demnach einen Wertberichtigungsbedarf von bis zu neun Millionen Dollar (7,1 Millionen Euro) für das laufende Geschäftsjahr. Hintergrund sei die weltweite Finanzkrise. Das Konzernergebnis (EBIT) 2008 könne negativ ausfallen, hieß es.
Solarzellen mit einer Gesamtkapazität von 30 MW hat die Solar-Fabrik sich durch einen einjährigen Liefervertrag mit der JA Solar Holdings Co., Ltd aus China gesichert. Das Unternehmen will den Modulabsatz in 2009 um mindestens 70 Prozent steigern.


Die Meyer Burger Technology AG, Ausrüster für die Solarbranche, soll Draht- und Croppingsägen an die Venture Wacker Schott Solar GmbH liefern. Laut dem Unternehmen mit Sitz im schweizerischen Baar handelt es sich um einen Auftrag mit mittlerem zweistelligen Millionenvolumen in Schweizer Franken.


Die Solar Millennium AG aus Erlangen hat mit dem Bau des ersten Parabolrinnen-Solarfelds in Ägypten begonnen. Wie das börsennotierte Unternehmen berichtete, soll das Kraftwerk im Sommer 2010 fertig gestellt werden. Wie Solar Millennium-Sprecher Sven Moormann im Gespräch mit ECOreporter.de bestätigte, soll das spanische Projekt Andasol 1 des Unternehmens „in wenigen Tagen“ ans Netz gehen. „Wir gehen fest davon aus, dass das noch in 2008 passieren wird“, so Moormann.


Anton Milner, Vorstandschef des Solarzellenproduzenten Q-Cells SE, erklärte gegenüber der "Berliner Zeitung", dass sein Unternehmen mit einem geringeren Marktwachstum für die Photovoltaik rechne, als ursprünglich erwartet. Nicht nur das Angebot sondern auch die Nachfrage könnten unter der Konjunkturkrise leiden. Es sei für die Unternehmen des Sektors deutlich schwieriger geworden, den rasanten Ausbau der Kapazitäten fortzusetzen. "Die Banken sind durch die Finanzkrise bei der Kreditvergabe deutlich zurückhaltender“, so Milner.


Die Solarfun Power Holdings hat ihre Verkaufsprognose für 2008 leicht unter das niedrige Ende der vorigen Prognose von 175 bis 190 Megawatt gesenkt. In 2009 rechnet das Unternehmen mit 50 Prozent mehr Lieferungen. Der durchschnittliche Verkaufspreis in Euro werde allerdings um fünf bis zehn Prozent sinken, hieß es.


Rund 399,3 Millionen Euro hat die Hamburger Conergy AG aus ihrer aktuellen Kapitalerhöhung erlöst. Dies biete eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung der Conergy Gruppe, hieß es. Das Unternehmen will mit dem Emissionserlös Finanzverbindlichkeiten zurückführen, die Restrukturierung weiter vorantreiben und das zukünftige Wachstum unterstützen


Der Solarmodulbauer aleo solar AG hat 2008 sein Umsatzziel von 330 Millionen Euro übertroffen. Dies lasse sich bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt feststellen, so das Unternehmen mit Sitz in Oldenburg (Niedersachsen) und Fertigung in Prenzlau (Brandenburg).


Der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy will die Menge der ausgelieferten Solarmodule in 2009 auf 400 MW steigern (2008: 250 MW). Durch den Preisverfall für Silizium werde zudem die Kosteneffizienz deutlich zunehmen, so Yingli.


Die Gründung einer Einkaufsgemeinschaft mit drei in der Solarbranche tätigen Unternehmen meldete die Züricher Edisun Power Europe AG. Mit Hilfe der Einkaufskooperation „Yellow Hat“ wolle man sich im schnell wachsenden Solarstrommarkt einen zuverlässigen Zugang zu Modulen zu konkurrenzfähigen Preisen sichern, sagte Robert Kröni, CEO von Edisun. Yellow Hat werde voraussichtlich einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro ausweisen.


Bioenergieaktien

Von 1,6 Millionen Euro im Vorjahr soll der Auslandsumsatz der börsennotierten 2G Bio-Energietechnik AG im laufenden Jahr auf vier Millionen Euro steigen. Das meldete die Anbieterin für Anlagen zur dezentralen Energieversorgung aus Heek. Im kommenden Jahr soll sich das Exportwachstum nochmals spürbar beschleunigen. Grund für die Einschätzung sind Expansionen und Auftragseingänge.


Andere Aktien

Im Rahmen einer Kapitalerhöhung der schweizerischen Silentsoft SA hat die New Value AG ihren Anteil an dem Unternehmen um 1,0 Millionen auf 3,2 Millionen Schweizer Franken erhöht. Wie die Beteiligungsgesellschaft aus Zürich mitteilte, hält sie nun 23,3 Prozent am Aktienkapital von Silentsoft. Silentsoft ist den Angaben zufolge eines der führenden Unternehmen in Europa für den Betrieb von Fernüberwachungsnetzwerken im Gebäudemanagement.
Ein weiteres Portfoliounternehmen der New Value, die Spezialistin für Tiergesundheit und Tierernährung Bogar AG, hat eine Kapitalerhöhung im Umfang von sieben Millionen Schweizer Franken abgeschlossen. Durch Verrechnung von bestehenden Darlehen in der Höhe von 1,9 Millionen CHF und 0,3 Millionen CHF in bar zeichnete New Value demnach rund ein Drittel des Volumens. Der Anteil der Beteiligungsgesellschaft an Bogar wuchs von 16,6 auf 29,8 Prozent. Deutschland, die Schweiz und Österreich sind den Angaben zufolge die wichtigsten Märkte von Bogar. Die Angebotspalette umfasse derzeit 19 Produkte für Hunde, Katzen und Pferde.

Der Bahntechnikkonzern Vossloh AG aus Werdohl plant, seinen Aktionären für das Geschäftsjahr 2008 eine höhere Dividende auszuschütten. Wie das M-DAX-Unternehmen meldete, wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von zuletzt 1,70 Euro auf 2,00 Euro je gewinnberechtigter Aktie vorschlagen. Zusätzlich soll einmalig eine Sonderdividende von 1,00 Euro gezahlt werden. Agenturberichten zufolge erwartet Vossloh für 2009 einen moderaten Anstieg des Umsatzes auf 1,291 Milliarden Euro und ein EBIT von 138 Millionen Euro. Für 2010 stellt das Unternehmen demnach Umsatzerlöse von 1,37 Milliarden Euro und ein EBIT von 151 Millionen Euro in Aussicht. Das Unternehmen bestätigte zudem seine Ziele für 2008: 1,165 Milliarden Euro Umsatz, 135 Millionen Euro EBIT und ein Konzernüberschuss von 131 Millionen Euro.


Die Kölner Recyclingspezialistin Agor AG hat sich mit ihren Hauptgläubigerbanken auf weitere eine Stundung ihrer Verbindlichkeiten geeinigt. Wie das Unternehmen meldet, wurde die Verlängerung der Stundung bis zum 15. Januar 2009 vereinbart.



Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Aktien: Kurse“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung derUmweltBank.


Bildhinweis: Firmensitze der Solar-Fabrik AG und von Conergy AG. / Quelle: Unternehmen

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