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Nachhaltige Aktien 24.01.2011

Wochenrückblick: REpower meldet Großauftrag aus Kanada – SMA legt starke Zahlen vor – Nordafrikageschäft der Mayr-Melnhoff AG belastet

Windradmontage der REpower Systems AG. / Quelle: Unternehmen.

Der DAX blieb knapp unter dem Niveau der Vorwoche. Er verlor 0,2 Prozent und schloss bei 7.062 Punkten. Weiterhin im Aufwind befand sich hingegen der US-amerikanische Dow Jones Index. Er legte 2,5 Prozent zu und erreichte 11.871 Punkte. Weiter gefallen ist der japanische Nikkei. Er büßte 2,1 Prozent ein und notierte bei 10.274 Punkten. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude Oil“ verbilligte sich um 1,4 Prozent auf 97,11 Dollar. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade“ verlor 2,3 Prozent und sank auf 9.437 Dollar. Der Euro steigerte sich um 1,6 Prozent auf 1,3602 Dollar.

Windaktien

Einen Vertrag über die Lieferung von 150 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 300 Megawatt (MW) aus Kanada meldete die REpower Systems AG. Kunde ist demnach das Konsortium Saint-Laurent Énergies (SLE). Die Turbinen sind für das Windparkprojekt Lac Alfred in der kanadischen Provinz Québec bestimmt.

 

Aus der Türkei hat der spanische Windturbinenhersteller und –projektierer Gamesa Corp. Technologica S.A. einen Auftrag zur Lieferung von zehn Windturbinen erhalten. Das Unternehmen Kiroba Elektrik Uretim habe die Anlagen für ein Projekt an der Wesküste des Landes in der Provinz Aydin bestellt, meldete Gamesa. Zudem haben die Spanier den Marktanteil im Heimatland nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr um 15,7 Prozent auf mehr als 50 Prozent gesteigert. Das Unternehmen habe 2010 Anlagen mit 760 MW Leistung aufgestellt, hieß es.

 

Zwei Aufträge zur Lieferung von Netzanschlusslösungen für Windkraftanlagen in England meldete der US-Windkraftzulieferer American Superconductor (AMSC). Auftraggeber sei der Hamburger Windturbinenhersteller Nordex SE, so ASMC.

 

Schwach ist das Börsendebüt des größten chinesischen Windturbinen-Herstellers Sinovel in Shanghai ausgefallen. Die Aktie fiel gleich nach Handelsbeginn um zehn Prozent von 90 auf 81 Yuan (rund 12 Dollar).

Solaraktien

Auch nach seiner offiziellen Rettung im Dezember 2010 kämpft der angeschlagene Solarkonzern Conergy AG weiter ums Überleben. Nach einer Neubewertung seiner Tochterunternehmen verzichte die in Hamburg ansässige Conergy AG auf 190 Millionen Euro aus offenen Darlehen, teilte die AG mit. Der Verlust werde sich auf das Grundkapital niederschlagen und das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) für 2010 nicht belasten, hieß es. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Februar werde die Konzernspitze die Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft von nominal rund 400 Millionen auf 50 Millionen Euro sowie eine Kapitalerhöhung im Wert von bis zu 188 Millionen Euro vorschlagen.

Bildnachweis: Solarpark der Conergy AG . / Quelle Untwenwhmen.


Nach vorläufigen Berechnungen steht dem hessischen Solarwechselrichter-Hersteller SMA Technology AG ein Rekordergebnis für das Gesamtjahr 2010 ins Haus. Der Vorstand schätzte, dass das Unternehmen in 2010 einen Rekordumsatz zwischen 1,7 und 1,9 Milliarden Euro erwirtschaftet hat. Die EBIT-Marge werde zwar im unteren Bereich der Ergebnisprognose von 26,5 bis 28,5 Prozent liegen, dennoch werde es die voraussichtlich stärkste in der Unternehmensgeschichte, teilte SMA mit. Grund sei das unerwartet schnelle globale Marktwachstum des vergangenen Jahres, hieß es weiter.

 

Zur Entwicklung und zum Betrieb von Photovoltaikprojekten in Bulgarien hat die Payom Solar AG, ein Joint Venture mit E.ON gegründet. Dies teilte die in Merkendorf ansässige Payom Solar AG mit. Zum Verhältnis der Anteile am neuen Gemeinschaftsunternehmen machten die Partner keine Angaben.

 

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth hat ihr Ermittlungsverfahren gegen die Solar Millennium AG eingestellt. Die Behörde war dem Verdacht der Bilanzfälschung nachgegangen. Vorermittlungen gegen die Spezialistin für solarthermische Großkraftwerke aus Erlangen waren vor einem Jahr nach einer Anzeige aufgenommen worden.

 

An einen Kunden im Senegal hat der schweizerische Solarzulieferer Meyer Burger Technology AG über eine Tochterfirma eine Fertigungslinie für Solarmodule mit 15 MW Kapazität verkauft. Den Angaben des in Baar ansässigen Unternehmens zufolge plant das senegalische Solarunternehmen Spec in Dakar die erste Solarmodulfabrik Westafrikas zu errichten. Mit dem Geschäft seien auch ein Know-how Transfer, ein umfassendes Schulungspaket sowie Wartungs- und Serviceleistungen von Seiten der Schweizer vereinbart worden.

 

Einen weiteren Großauftrag aus Korea meldete der US-amerikanische Solarausrüster GT Solar. Der LED-Hersteller OCI habe Saphirkristallisierungsöfen im Wert von 33,3 Millionen Dollar bestellt, teilte das Unternehmen aus Merrimack im US-Bundesstaat New Hampshire mit.

 

Grünes Licht zum Bau eines Photovoltaikgroßkraftwerks mit 230 MW im US-Bundesstaat Kalifornien hat die First Solar Inc. aus Arizona erhalten. Die Arbeiten auf einem Areal nahe Los Angeles sollen First Solar zufolge noch in diesem Jahr beginnen und bis 2013 andauern, teilte der US-Solarkonzern mit.

 

In der chinesischen Provinz Jiangsu soll eine neue Produktionsstätte des chinesisch-koreanischen Solarkonzerns Hanwha SolarOne entstehen. Um dort eine Fabrik für Photovoltaikmodule und Solarzellen mit einer Kapazität von 2 Gigawatt (GW) zu bauen werde die ehemalige Solarfun Power Holdings rund 500 Millionen US-Dollar investieren, berichtete das im Dezember 2010 umfirmierte Unternehmen.

Bioaktien

Peter J. Bergsteiner ist als drittes Mitglied in den Vorstand der 2G-Bio-Energietechnik AG aufgerückt. Dies gab die Spezialistin für Bioenergieanlagenbau mit Sitz in Heek bekannt. Der neue Manager zeichne für die Bereiche Finanzen, Recht und Personal verantwortlich, so 2G. Die Erweiterung trage dem anhaltenden Wachstum der AG Rechnung, hieß es weiter.

Andere Aktien

 

54 Busse stattet die Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) mit einem System zum elektronischen Fahrgeldmanagement der Karlsruher Telematik-Spezialistin init innovation in traffic systems AG aus. Dies ging aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor.


DieUnruhen in Tunesien belasten die Geschäfte des österreichischen Kartonherstellers Mayr-Melnhof AG. Das Unternehmen unterhält zwei Werke in Tunesien. Unter den aktuellen Umständen hätten diese Werke nicht wie gewohnt arbeiten können, sagte ein Unternehmenssprecher. An einen Rückzug aus Tunesien denke Mayr-Melnhof jedoch nicht.

 Bildnachweis: Maschine der Mayr-Melnhoff AG. / Quelle: Unternehmen

Der spanische Erneuerbare-Energien-Konzern Abengoa hat angekündigt, ein Bio-Ethanolwerk in den USA wieder in Betrieb zu nehmen. Das Werk in Portales im Osten des im US-Bundesstaats New Mexico sei für die jährliche Produktion von 113,5 Millionen Litern Bio-Ethanol ausgelegt. Mit neuen Marktbedingungen und einem wachsenden Bedarf an Biokraftstoff werde es wieder rentabel, teilte das Unternehmen mit.

 

Der schweizerische Grünstrom-Projektierer Edisun Power Europe AG braucht offenbar frisches Kapital. Das Unternehmen mit Sitz in Zürich verlängerte die Zeichnungsfrist einer aktuellen Obligationsanleihe um vier Wochen bis zum 28. Februar 2011. Eine erste Tranche der auf sechs Jahre angelegten Anleihe habe Edisun Power Europe nach eigenen Angaben knapp 6 Millionen Schweizer Franken eingebracht, teilte die AG mit.

 

Eine Kooperation im Bereich Offshore-Windkraft hat der Grünstromprojektierer EDF Energies Nouvelles mit dem Industriekonzern Alstom vereinbart. Nach Angaben des Projektierers mit Sitz in Paris werden sich die beiden französischen Unternehmen gemeinsam um Ausschreibungen für Offshore-Windkraftanlagen ihrer heimischen Regierung bemühen. Weiter auf Expansionskurs ist der französische Grünstromprojektierer auch im Bereich Sonnenstromtechnologie. Innerhalb des vergangenen Jahres haben die Franzosen ihre Photovoltaikkapazität nach eigenen Angaben um 165 MW erhöht. Weitere 162 MW seien derzeit im Bau, teilte der Konzern mit.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung Opens external link in new windowUmweltBank.



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