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Nachhaltige Aktien 17.03.2017

Wochenrückblick: Senvion meldet Gewinnsprung – JA Solar mit starker Jahresbilanz – Biolebensmittel-Großhändler United Natural Foods auf Wachstumskurs

Bauarbeiten an einer Windkraftanlage von Senvion. Das Unternehmen hat 2016 Windräder mit 1.762 Megawatt (MW) Gesamtkapazität installiert. / Foto: Senvion

Der deutsche Aktienindex ist im Wochenverlauf  bis Freitagmittag um 0,9 Prozent auf 12.103 Punkte gestiegen. Der US-amerikanische S&P 500 Index der kletterte dagegen nur um sieben Punkte auf 2.381 Punkte. Der japanische Nikkei-Index sank um 0,4 Prozent auf 19.522 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index sprang um 3,2 Prozent auf 24.281 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent fiel um 0,8 Prozent auf 51,94 Dollar. Der Goldpreis stieg im Wochenverlauf um 2,75 Prozent. Am Freitagmittag kostete die Feinunze Gold 1.230,03 Dollar. Der Euro verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 1,074 US-Dollar.


Windaktien

Der Windkraftanlagen-Hersteller Senvion hat Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2016 verbessert. Das Unternehmen aus Hamburg meldete ein Umsatzplus von 3,4 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sprang von 136,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 141,9 Millionen Euro. Die Gewinnmarge beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte auf 9,3 Prozent. Ende 2016 hatte Senvion Festaufträge in Höhe von 1,304 Milliarden Euro in den Büchern.
Für 2017 rechnet der Senvion-Vorstand mit einem Rückgang von Umsatz und Gewinn. Laut CEO Jürgen Geißinger stehen Windkraftanlagen-Hersteller wie Senvion "auf kurze Sicht" unter Preisdruck. Denn in etablierten Windmärkten wie Europa würde die Umstellung von festen Einspeisetarifen für Strom aus neuen Windkraftanlagen auf die Tarifermittlung über Ausschreibungen zu sinkenden Preisen führen. Zudem verlagere sich die weltweite Nachfrage verstärkt hin zu neuen Windmärkten, in denen ein starker Preiswettbewerb bestehe. Um die "Grundlage für profitables Wachstum bis zum Jahr 2019" zu schaffen, müsse Senvion müsse nun die Produktion an die neue Situation anpassen und die Kosten verringern. Konkret habe der Vorstand beschlossen, Teile der Produktion zu verlagern und einige Standorte in Deutschland zu schließen. Davon betroffen seien unter anderem die Standorte in Husum (Schleswig-Holstein), in Trampe (Brandenburg) und der Standort der PowerBlades GmbH in Bremerhaven. Senvion will etwa 780 der insgesamt rund 4.500 Mitarbeiter entlassen, diese vor allem in Deutschland. Diese Maßnahmen werden dem CEO zufolge zunächst zu erheblichen Umstrukturierungskosten führen. Geißinger rechnet für 2017 mit einem Rückgang der EBITDA-Marge auf 8,0 bis 8,5 Prozent. Der Umsatz werde voraussichtlich auf 2,0 bis 2,1 Milliarden Euro schrumpfen.

Bei Nordex, einem weiteren deutschen  Windkraftanlagen-Hersteller, ging eine Order von der Abo Wind AG aus Wiesbaden ein. Er soll drei Windräder für einen finnischen Windpark liefern. Nordex will die Anlagen für den Windpark Muntila ab September 2017 liefern und errichten. Nordex wurde von ABO Wind auch mit der Wartung des Windparks beauftragt, dies für einen Zeitraum von zwölf Jahren.

Der dänische Windkraftanlagen-Hersteller Vestas hat erneut einen Großauftrag aus den USA erhalten. Er soll die Anlagen für zwei Windparks im US-Bundesstaat Iowa liefern. US-Medienberichten zufolge handelt sich um die Windfarmen Beaver Creek und Prairie. Diese sollen ab April errichtet und bis zum Jahresende ans Netz gebracht werden. Der Auftrag stamme vom Energiekonzern MidAmerican Energy. Wie berichtet wird, hat er für diese beiden Windfarmen bei Vestas Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 228 MW bestellt. Die Dänen sollen für mindestens fünf Jahre auch den Service übernehmen.
Vestas erzielte überdies einen Vertriebserfolg in der Ukraine. Das dänische Unternehmen soll einen Windpark im Süden des Landes mit Anlagen ausrüsten. Diese Order stammt von der einheimischen Vindkraft Tavriya LLC. Diese will für 220 Millionen Euro den Windpark Novotroitsk in der Provinz Kherson umsetzen. Sie bestellte dafür bei Vestas zwölf Windkraftanlagen mit 140 MW.
Die Uhl Windkraft Projektierung GmbH & Co. KG gab bei Vestas neun Windräder mit zusammen 31 MW in Auftrag. Bestimmt sind diese Anlagen für den Windpark "Kohlenstraße" in Baden-Württemberg. Vestas soll die Anlage im zweiten Halbjahr 2017 errichten und in Betrieb nehmen und unterzeichnete zudem einen Servicevertrag mit einer Dauer von 15 Jahren.

Die Windsparte von Siemens darf mit dem spanischen Windkraftkonzern Gamesa fusionieren. Das wurde von der EU-Kommission bestätigt. Sie sieht den Wettbewerb in der Windkraftbranche durch die Verschmelzung nicht beeinträchtigt. Damit liegen alle Genehmigungen für den Zusammenschluss vor. Siemens und Gamesa wollen ihn Anfang April "nach Eintragung des Zusammenschlusses im Firmenregister von Vizcaya vollziehen", wie der deutsche Konzern mitteilte.


Solaraktien

Der Solarzulieferer Wacker Chemie AG hat nach vorläufigen Berechnungen im Geschäftsjahr 2016 einen Gesamtumsatz von 5,4 Milliarden Euro erlöst. Das sind rund zwei Prozent mehr als im Jahr 2015. Das EBITDA stieg um fünf Prozent auf 1,101 Milliarden Euro. Aufgrund deutlich höherer Abschreibungen brach das EBIT dagegen um 23 Prozent auf 366,2 Millionen Euro ein. Wacker Chemie ist weltweit einer der größten Hersteller von Silizium, dem wichtigsten Rohstoff für die Produktion von Solarmodulen. Im Gesamtjahr 2017 will das Unternehmen seinen Umsatz "um einen mittleren einstelligen Prozentsatz" steigern. Das EBITDA soll das Niveau von 2016 erreichen.

Photon Energy, Projektierer und Betreiber von Solarparks, meldete einen Umsatzrückgang in 2016. Demnach schrumpfte der Umsatz des Solarunternehmens aus Amsterdam um knapp zwei Prozent auf 13,09 Millionen Euro. Das EBIT sprang zwar um 15,6 Prozent auf 1,28 Millionen Euro. Der Nettoverlust ist 2016 jedoch deutlich gestiegen, von rund 1,7 Millionen Euro in 2015 auf rund 2,7 Millionen Euro.

Vivint Solar, Spezialistin für Aufdach-Solaranlagen aus den USA, blieb 2016 in der Verlustzone. Das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Utah verringerte den EBIT-Verlust von 231,1 Millionen Dollar im Vorjahr in 2016 lediglich auf 202,5 Millionen Dollar. Dabei konnte Vivint Solar den Jahresumsatz um 181 Prozent auf 64,2 Millionen Dollar verbessern.
Ferner meldete Vivint Solar die Verlängerung eines Großkredites um drei Jahre. Das Darlehen mit einer Gesamthöhe von bis zu 375 Millionen Dollar stellen mehrere Banken zur Verfügung, darunter die Bank of America Merrill Lynch. Der Kredit ermöglicht die Finanzierung neuer Solaranlagen.

Bildhinweis: Solaranlage von Vivint Solar. / Foto: Unternehmen


JA Solar hat die Bilanz für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht. Umsatz und Gewinn sind deutlich gestiegen. Der Solarkonzern aus Peking steigerte den Jahresumsatz von 1,9 Milliarden auf 2,3 Milliarden US-Dollar. Die Auslieferungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel auf 5,2 Gigawatt (GW). Der Nettogewinn sprang von 26,6 Millionen auf 50,9 Millionen US-Dollar.


Andere Aktien

Die init innovation in traffic systems SE hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2016 offenbar erfüllt. Nach vorläufigen Zahlen hat der IT-Dienstleister für den ÖPNV den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 108,6 Millionen Euro verbessert. Anvisiert hatte er einen Jahreserlös von mindestens 106 Millionen Euro bei einer leicht rückläufigen Marge.
Wie angekündigt ist der Gewinn des Unternehmens aus Karlsruhe geschrumpft. Das konnte die init SE aber durch Übernahmen wettmachen. Insgesamt kletterte das EBIT daher von 10,8 Millionen auf 11,6 Millionen Euro. Damit wurde die Jahresprognose knapp erfüllt. Die Jahresdividende soll um zehn Prozent steigen. Laut dem Unternehmen hat sich der Auftragseingang im Jahresverlauf 2016 fast verdoppelt, von 67,2 Millionen 128,7 Millionen Euro.

Tesla Inc. aus Kalifornien will von Investoren durch die Ausgabe von Aktien und Anleihen insgesamt 1,15 Milliarden Dollar einsammeln. Der Hersteller von kostspieligen Elektroautos will das Kapital vor allem in die Produktion eines Mittelklasse-Autos verwenden.

Noch im März soll eine neue Elektroauto-Aktie auf den Markt kommen. Nach Unternehmensangaben hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) den Wertpapierprospekt der Aumann AG zum geplanten Börsengang gebilligt. Der Anbieter von Fertigungslinien für Elektromotoren will durch die Ausgabe der Aktien Mittel für den Kapazitätsaufbau einsammeln. Die Angebotsfrist reicht bis zum 23. März 2017. Die Erstnotiz der Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse ist für den 24. März 2017 geplant. Das Angebot umfasst insgesamt 5,98 Millionen Aktien (ISIN: DE000A2DAM03) der Aumann AG. Die Preisspanne reicht von 35 bis 43 Euro je Aktie. Aumann erhofft sich einen Bruttoemissionserlös von rund 59 Millionen Euro.

Der Biolebensmittel-Großhändler United Natural Foods aus Providence im US-Bundesstaat Rhode Island hat einen Anstieg von Umsatz und Gewinn gemeldet. Nach sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2016, das im Juli begann, konnte United Natural Foods den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 10,7 Prozent auf 4,56 Milliarden Dollar steigern. Das Unternehmen profitierte dabei von den Übernahmen diverser Spezialanbieter. Das EBITDA sprang im ersten Halbjahr um 10,6 Prozent auf 142,1 Millionen Dollar. Die Gewinnspanne kletterte von 14,83 auf 15,21 Prozent. Der Nettogewinn erhöhte sich weniger deutlich, um 3,6 Prozent auf 54,7 Millionen Dollar oder 1,05 Dollar je Aktie.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.

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