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Nachhaltige Aktien 02.05.2011

Wochenrückblick: SunPower vor Übernahme durch Total – 2G Bio-Energietechnik schafft Ergebnissprung – Precious Woods schreibt tief rote Zahlen

Photovoltaikprojekt von Sunpower in der Schweiz. Das US-Unternehmen steht vor der Übernahme durch den französischen Ölkonzern Total. / Quelle: Unternehmen.

Der Dax gewann in der vergangenen Woche 3 Prozent an Wert und stieg auf 7.514 Punkte. Um 2,4 Prozent steigerte sich der US-amerikanische Dow Jones Index. Er kletterte auf 12.810 Punkte. Der japanische Nikkei verbesserte sich ebenfalls. Er lag 1,7 Prozent über dem Kurs der Vorwoche bei 9.849 Punkten. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude Oil“ wurde 1,1 Prozent teurer und erreichte 125,30 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade“ sank um 0,1 Prozent auf 9.384 Dollar. Der Euro gewann 1,7 Prozent und stieg auf 1,456 Dollar.

Solaraktien


Die Hamburger Conergy AG hat ein Solarkraftwerk in Thailand errichtet. Wie das Unternehmen mitteilte, erreicht das Projekt Nakhon Pathom eine Kapazität von 12,4 Megawatt (MW). Es wurde gemeinsam mit dem einheimischen Partner Annex Power errichtet, einem Systemintegrator mit Sitz in Bangkok. Auftraggeber des Solarkraftwerks ist der Investor Solarta, ein Joint Venture von Yanhee Solar und Ratchaburi Electricity.


Q-Cells SE aus Bitterfeld-Wolfen bietet künftig japanischen Privatkunden integrierte Photovoltaik-Lösungen an. Das Solarunternehmen hat dafür nach eigenen Angaben ein Vertriebsnetzwerk mit ausgewählten japanischen Installateuren geknüpft. Seit Januar 2010 betreibt Q-Cells demnach eine Niederlassung in Tokio, die für den Verkauf von Solarzellen, multikristallinen Solarmodulen und Dünnschichtsolarmodulen verantwortlich ist. Seit Anfang März bietet Q-Cells nun auch vollständige Photovoltaik-Pakete für Privatkunden an.

Einen Großauftrag zum Bau einer voll integrierten Solarmodulfabrik aus Algerien hat der Solarausrüster centrotherm photovoltaics AG erhalten. Wie das Unternehmen mit Sitz in Blaubeuren mitteilte, ist es gemeinsam mit der Kinetics Germany GmbH von der staatlichen Versorgungsgruppe Société Nationale de l’Electricité et du Gaz (Sonelgaz) damit beauftragt worden, die Anlage mit einer Kapazität für insgesamt 290 Millionen Euro in Rouiba, 30 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier, zu errichten. Die Fabrik soll 2014 in Betrieb genommen werden.


Tief in der Verlustzone befindet sich der Hamburger Solarprojektierer Colexon Energy AG. Der endgültigen Bilanz für 2010 zufolge steigerte Colexon seinen Jahresumsatz im Vergleich zu 2009 um 4 Prozent auf 196 Millionen Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf Jahressicht dagegen beinahe halbiert. Er sank von 18,5 auf 9,5 Millionen Euro. Schwer belastet wurde die Jahresbilanz durch eine Abschreibung in Höhe von 63,4 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Erwerb der Renewagy A/S im Jahr 2009. Inklusive dieser Abschreibung verbuchte Colexon einen EBIT-Verlust in Höhe von 53,9 Millionen Euro.

Bildnachweis: Deutsches Solarprojekt von Colexon Energy. / Quelle: Unternehmen


Der US-Solarkonzern SunPower mit Sitz in San Jose in Kalifornien steht vor der Übernahme durch den französischen Ölkonzern Total. Wie SunPower mitteilte, wird die in Paris ansässige Total 60 Prozent der Aktien von SunPower übernehmen und dafür knapp 1,4 Milliarden Dollar aufwenden. Darüber haben sich die beiden Unternehmen geeinigt. Je Aktie zahlt der Ölkonzern damit etwas mehr als 23 Dollar. Dieser Preis liegt mehr als 40 Prozent über dem Kurs, der in New York vor dem Übernahmeangebot verzeichnet wurde. Auf einer ehemaligen Ackerfläche in Tuscon im US-Bundesstaat Arizona hat der SunPower ein Solarsystem mit einem Megawatt Leistung installiert und ans Stromnetz gebracht. Auftraggeber waren nach Unternehmensangaben das Tucson Water Department und Trico Electric.


Zwei Großaufträge meldete der US-amerikanische Solarausrüster GT Solar International. Der taiwanische Siliziumhersteller Powertec Energy Corporation habe eine komplette Solarsilizium-Fertigungsanlage im Wert von 93,9 Millionen US-Dollar bestellt. Einen weiteren Auftrag für Kristallisationsöfen erteilte die Guizhou Haotian Optoelectronics Technology Co. LTD (HTOT) aus dem chinesischen Guiyang. Diese Order hat einen Wert von 218,9 Millionen US-Dollar, teilte GT Solar mit.


Einen Einbruch bei den Auslieferungen hat der US-Solarkonzern Evergreen Solar im ersten Quartal erlitten. Geliefert wurden Solarprodukte mit 18 MW Leistungskapazität für einen durchschnittlichen Preis von 1,86 Euro pro Watt. Im Vorjahresquartal waren Produkte mit 47 MW für 1,90 Euro pro Watt ausgeliefert worden. Im April hat Evergreen nach eigenen Angaben bislang sechs MW für 1,86 Euro pro Watt ausgeliefert.


Seinen Börsengang hat das kalifornische Solarunternehmen BrightSource Energy angekündigt. Erlöst werden sollen damit 250 Millionen Dollar, die das Unternehmen aus Oakland in solarthermische Kraftwerke investieren will. Bis jetzt wurden weder ein Termin noch ein Ausgabepreis festgelegt.


Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 35 MW soll der chinesische Solarkonzern Trina Solar an die US-amerikanische Kundin FRV AE Solar LLC, eine Tochter von Fotowatio Renewable Ventures Inc., liefern. Zwischen den Vertragspartnern sei ein fester Preis vereinbart worden, teilte die die in Changzouh ansässige Trina Solar mit. Näheres zu finanziellen Bedingungen der Vereinbarung gab das Unternehmen nicht bekannt.

Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 97 MW hat der norddeutsche Grünstrom-Projektentwickler GP Joule GmbH bei Canadian Solar bestellt. Das Solarunternehmen mit Sitz in Kanada und Produktionsstätten in China soll die Module bis zum Jahresende 2011 komplett geliefert haben, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Vertragspartner. Bestimmt seien sie für Projekte in Europa. Zum finanziellen Rahmen des Geschäfts machten die Unternehmen keine Angaben.


Einen Auftrag im Wert von 70 Millionen Franken hat der schweizerische Solarzulieferer Meyer Burger Technology AG von einem bestehenden Kunden aus Asien erhalten. Geliefert werden Drahtsägesysteme für das Solar-Wafering von MB Wafertec und Wafer-Inspektionssysteme der Hennecke Systems GmbH. Die Auslieferung des gesamten Auftrages ist im Jahr 2011 vorgesehen.


Mit 58,9 Prozent mehr Umsatz und mehr als drei Mal so viel Nettoertrag als im Vorjahreszeitraum hat die chinesische ReneSola Ltd. das erste Quartal 2011 abgeschlossen. Dem Solarkonzern aus Jishan zufolge kletterte der Umsatz von 206,6 Millionen Dollar im ersten Quartal 2010 auf 328,2 Millionen Dollar im ersten Quartal 2011. Der Nettoertrag stieg auf Jahressicht von 11,8 auf 43,3 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,14 auf 0,49 Dollar.

Bioaktien

Die EnviTec Biogas AG aus dem niedersächsischen Lohne hat im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2010 mit 47,7 Millionen Euro einen Rekordumsatz erlöst. Damit stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt um 23,4 Prozent auf 148 Millionen Euro. Zudem gelang der EnviTec Biogas AG die Rückkehr in die Gewinnzone Nach 500.000 Euro EBIT-Verlust im Vorjahr erzielte das Unternehmen 2010 eine Millionen Euro EBIT. Der Konzernjahresüberschuss stieg von 1,3 auf 2,3 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 0,08 auf 0,15 Euro.


Mit einem deutlichen Umsatzanstieg hat die 2 G Bio-Energietechnik AG aus Heek das Geschäftsjahr 2010 abgeschlossen. Dies geht aus vorläufigen Berechnungen der Spezialistin für Kraft-Wärme-Kupplungsanlagen hervor. Demnach kletterte der Jahresumsatz im Vergleich zu 2009 um 79,7 Prozent auf 92 Millionen Euro. Das EBIT kletterte von 3,9 auf 9,7 Millionen Euro, was einer Steigerung von 148 Prozent entspricht. Der Konzernüberschuss sprang von 2,5 auf 6,5 Millionen Euro.

Bildnachweis: Motor der 2G Bio-Energietechnik AG. / Quelle: Unternehmen

Andere Aktien

Mit 6,6 Prozent mehr Umsatz und 4 Prozent mehr Gewinn vor Zinsen und Steuern hat die Sto AG das Geschäftsjahr 2010 abgeschlossen. Laut der aktuellen Bilanz des Baustoffherstellers mir Sitz in Stühlingen kletterte der Umsatz auf 986 Millionen Euro, während das EBIT 85,6 Millionen Euro erreichte. Der Jahresüberschuss lag mit 58,2 Millionen Euro 4,7 Prozent höher als im Vorjahr. Angesichts der gesteigerten Bilanz plant die Sto AG erhöhte Sonderausschüttungen an ihre Aktionäre. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der ordentlichen Hauptversammlung am 21. Juni 2011 vorschlagen, wieder eine Dividende von 0,31 Euro je Vorzugsaktie und von 0,25 Euro je Stammaktie auszuschütten. Hinzu soll ein von 2,06 auf 3,06 Euro erhöhter Bonus je Aktie kommen.


Einen Gewinnsprung um 74,5 Prozent für das erste Quartal 2011 meldete die Masterflex AG. Der nun vorgelegten Quartalsbilanz zufolge kletterte das EBIT auf 2,4 Millionen Euro. Der Umsatz der Berichtsperiode stieg auf Jahressicht um 24 Prozent von 11,2 auf 13,9 Millionen Euro. Im Konzernergebnis verließ das Unternehmen mit Sitz in Gelsenkirchen die Verlustzone. Nach 400.000 Euro Defizit im ersten Quartal 2010 weist Masterflex aktuell 900.000 Euro aus. Gleichzeitig bestätigte Masterflex die vorläufigen Ergebnisse für das Gesamtjahr 2010. Der Jahresumsatz stieg demnach um 20 Prozent auf 46,1 Millionen Euro. Das EBIT sprang um 76 Prozent auf 6,4 Millionen Euro. Das Konzernergebnis für 2010 blieb weiterhin negativ. Nach 13,6 Millionen Euro Defizit in 2009 verringerte sich der Verlust auf 2,3 Millionen Euro.


Einen massiven Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 meldet die Ago AG Energie + Anlagen. Der nun vorgelegten Geschäftsbilanz zufolge gelang es dem Unternehmen mit Sitz in Kulmbach zwar, den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent auf 52,8 Millionen Euro zu steigern. Dennoch rutschte die AGO AG in die Verlustzone. Nach 1,67 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern in 2009 weist die Spezialistin für dezentrale Energieversorgungsanlagen aktuell 7,95 Millionen Euro EBIT-Verlust aus. Hauptursächlich für diese Einbuße seien Einmaleffekte aufgrund eines Rechtsstreits. Das Konzernergebnis brach auf Jahressicht von 300.000 Euro auf minus 8,3 Millionen Euro ein.


Der niederländische Bio-Lebensmittelhersteller Royal Wessanen N.V. hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 178,8 Millionen Euro gesteigert. Das EBIT wuchs um 9,4 Prozent auf sieben Millionen Euro. Dabei hat das Unternehmen die Nettoverschuldung um 45 Prozent auf 36,7 Millionen Euro verringert.

Tiefrote Zahlen schreibt die schweizerische Tropenholzspezialistin Precious Woods Holding AG. Dies geht aus der aktuellen Bilanz des Unternehmens mit Sitz in Zug hervor. Demnach hat sich der Verlust vor Zinsen und Steuern auf Jahressicht mehr als versechsfacht. Das EBIT-Defizit sprang von 8,5 auf 55,4 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig sank der Umsatz im Vergleich zu 2009 um 8 Prozent auf 80,5 Millionen Dollar. Die herben Verluste im operativen Geschäft führt die Precious Woods Holding AG auf umfangreiche Wertbereinigungen (Impairments) zurück. Fehleinschätzungen von Ertragspotentialen hätten in der Vergangenheit zu überteuerten Akquisitionen geführt. Zudem habe es Unsicherheiten mit Landtiteln in Brasilien gegeben.


Der norwegische Hersteller von Rücknahmeautomaten Tomra Systems hat Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Der Umsatz stieg um 23 Prozent auf 880 Millionen norwegische Kronen, umgerechnet 112,7 Millionen Euro. Das EBIT nahm um 32 Prozent auf 112 Millionen norwegische Kronen oder 14,3 Millionen Euro zu.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der Opens external link in new windowUmweltBank.


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