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Erneuerbare Energie 13.02.2012

Wohnst Du noch oder „inklusierst" Du schon? - das Vaubanaise-Projekt

Wohnst Du noch oder „inklusierst" Du schon? - das Vaubanaise-Projekt Ein neues Wohnprojekt im Freiburger Viertel Vauban soll Maßstäbe für die moderne Nachbarschaft setzten. Inklusion, also eine Zusammenkunft von Individuen, die gleichberechtigt nebeneinander leben, ist das Motto des Projektes. Das Interesse ist groß, die Beteiligungskosten hoch. Der erste Spatenstich ist bereits erfolgt. Wie viel Illusion steckt in der Inklusion?

Vaubanaise ist ein Wohnprojekt der Oekogeno e.G., einer Genossenschaft, die aus der Anti-Atombewegung heraus in den 70er Jahren entstand. „Ein Leuchtturmprojekt“, schreibt Oekogeno in einer Broschüre. Die Genossenschaft beschäftigt sich nach eigenen Angaben ausschließlich mit ökologischen, nachhaltigen und sozialen Projekten. Wie passt da ein Bauprojekt ins Konzept?


„Es erfüllt alle diese Kriterien“, sagt Urs Bürkle, Projektleiter und Vorstand Vaubanaise e.G. „Es ist nachhaltig und ökologisch, weil der Neubau ein Passivhaus nach dem Standard KfW-55 ist und über eine zusätzliche Photovoltaik-Aufdachanlage verfügt. Sozial ist das Projekt auch, denn unter den Bewohnern wird es Menschen mit Handicap geben, die im Rahmen des Konzeptes gleichberechtigt und umfassend in das gesellschaftliche Leben miteinbezogen werden“.

Mehr als 3000 Quadratmeter Wohnfläche

Insgesamt kostet der Bau knapp acht Millionen Euro, zu 60 Prozent wird er aus Darlehen und zu 40 Prozent durch Beteiligungen finanziert. Diese 40 Prozent entsprechen einem Betrag von rund 3,18 Millionen Euro. Bisher (Stand Januar 2012) wurden 1,93 Millionen Euro eingesammelt. Der Restbetrag von 1,25 Millionen Euro sei durch Zwischenfinanzierungsvereinbarungen gedeckt, die aber nicht in Anspruch genommen werden müssen, wenn die Einwerbung von weiteren Beteiligungen so erfolgreich verläuft wie bisher, sagt Bürkle. Fertigstellung und Einzug soll im Frühsommer 2013 sein.

Bildhinweis: Urs Bürkle, Projektleiter von Vaubanaise / Quelle: Unternehmen

Auf über 3000 Quadratmeter sollen insgesamt 45 Mietparteien ein Zuhause finden. Je nach Portemonnaie-Größe können Wohnungen von 28 bis 135 Quadratmeter bezogen werden. Der Gebäudekomplex öffnet sich Richtung Süden und hat geschlossene Flächen nach Norden. Nichts soll an die abgerissenen Vauban-Kasernen der französischen Garnison erinnern, die auf dem Gelände bis in die 90er Jahre stationiert war.


Das Konzept des Wohnviertels sieht Car-Sharing, kurze Wege für Einkäufe sowie günstige Verkehrsanbindungen vor. Auf der EXPO 2010 in Shanghai kam das Projekt gut an. Das Wohnen in Freiburg ist kein billiges Vergnügen. Der durchschnittliche Preis im Vauban-Viertel beträgt 9,50€ pro Quadratmeter. Auf dem gleichen Niveau sollen sich laut Prospekt die Mietpreise im modernen Vaubanaise-Gebäude einpendeln.


Nur für Mitglieder

Doch die Bewohner sollen nicht nur Miete zahlen. Denn mieten kann nur, wer Genossenschaftsanteile für mindestens 30000 Euro kauft. Es werden auch Studenten im Rahmen eines gesonderten Projektes in Vaubanaise berücksichtigt. 

„Für Studenten übernehmen unsere Mitglieder eine Patenschaft und zahlen das Geld ein. Der Mindestbetrag für die Mitgliedschaft in der Genossenschaft in Höhe von 5000 Euro muss aber von ihnen selbst aufgebracht werden", so Bürkle.

Bildhinweis: 3D-Entwurf vom Wohnkomplex Vaubanaise. / Quelle: Oekogeno e.V

Die Rendite für die Genossenschaftsanteile soll voraussichtlich drei bis vier Prozent jährlich betragen. „Es ist eine langfristige Investition in einen stabil wachsenden Immobilienmarkt. Dabei ist das Geld nicht, wie beispielsweise bei einem geschlossenen Fonds, langfristig gebunden, sondern kann mit einer zweijährigen Frist wieder gekündigt werden“, erklärt Bürkle.

Trotz des Vorsatzes, möglichst viele Schichten der Gesellschaft unterschiedlichen Alters und Bildungsweges unter ein Dach unterzubringen, bleibt das Projekt wohl gut betuchten Bürgern vorbehalten.

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