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Nachhaltige Aktien 28.07.2009

REpower rechnet mit schwierigem Jahr 2009 – Kundenbestellungen verzögern sich, Finanzvorstand geht vorzeitig von Bord

Montage einer Windkraftanlage von REpower. / Quelle: Unternehmen

Mit einem schwierigen Jahr 2009 rechnet Per Hornung Pedersen, Vorstandschef des Windkraftanlagenherstellers REpower Systems AG. Zwar sei die Gesamtentwicklung des Windmarktes weiter positiv. Aber das Wachstum des Marktes wie das von REpower werde durch die weiter unsichere Weltwirtschaftslage gebremst. Der Hamburger Windturbinenbauer habe im 1. Quartal bereits Verschiebungen von Bestellungen von der ersten in die zweite Jahreshälfte verbucht, da sich Projekte von Kunden verzögerten. Das erklärte Pedersen am Morgen auf einer Konferenz über die vorläufigen Geschäftszahlen von REpower für das 1. Quartal.


Laut dem Vorstandschef wurden in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 insgesamt 83 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 170,0 Megawatt (MW) umsatzwirksam realisiert Im Vorjahreszeitraum waren es 138 Anlagen mit 276,0 MW gewesen. Der Auftragsbestand sank von 718auf 574 Windenergieanlagen. Das vertraglich abgesicherte Auftragsvolumen Ende Juni mit 1,45 Milliarden Euro ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 1,61 Milliarden. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) für den Zeitraum von April bis Juni 2009 betrug 10,7 Millionen Euro, im 1. Quartal 2008 hatte es 10,2 Millionen Euro betragen. Die EBIT-Marge schrumpfte von 4,2 auf 3,7 Prozent.


Wie Finanzvorstand Pieter Wassmuth erläuterte, ist die rückläufige EBIT-Marge nicht zuletzt eine Folge der geschwächten Nachfrage. Diese werde vor allem durch zwei Faktoren verursacht: Zum einen sei es für die REpower Kunden schwieriger geworden, ihre Windkraft-Projekte zu finanzieren. Wobei es nicht so sehr in Frage stehe, dass Banken Kredite für Windparks bereitstellen. Vielmehr habe sich deren Prüfaufwand erhöht, so dass es länger dauere, bis die Kreditzusage erfolge. Zum anderen sei im weltweit nunmehr führenden Windmarkt USA weiter unklar, wie die neue Förderungen der Erneuerbaren Energien umgesetzt werde. Erst im Laufe des Sommers entstehe dort für Investoren und Projektierer Klarheit, ob und wie sie an Fördermittel für Windkraftprojekte kommen.


Nach Einschätzung von Wasmuth stellen die derzeitigen Marktbedingungen für REpower „eine Herausforderung“ dar, es bestünden weiter Risiken. Er hält es für möglich, dass es im Laufe des Geschäftsjahres 2009/10 zu weiteren Projektverschiebungen von REpower-Kunden kommt. Verschiebungen in snächste Geschäftsjahr seien möglich. Daher würden Umsatz und Ergebnis des Windturbinenbauers in 2009/10 „aus heutiger Sicht eher am unteren Ende der Prognose liegen“. Für das Geschäftsjahr hatte REpower einen Umsatz von 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von 7,5 bis 8,5 Prozent in Aussicht gestellt.


Wie weiter mitgeteilt wurde, wird Wasmuth seinen Posten als Finanzvorstand früher abgeben als bislang angekündigt. Sein Anstellungsvertrag sah ursprünglich eine Laufzeit bis Ende November 2009 vor. Man habe sich jedoch auf eine einvernehmliche Beendigung zum 31. August 2009 verständigt, gab REpower bekannt. Wie Wasmuth auf Nachfrage erklärte, hat er noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden. Aufsichtsratschef Tulsi R. Tanti dankte „Herrn Wasmuth im Namen des gesamten Aufsichtsrats für seinen wertvollen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft“. Tanti hat den indischen Windkraftanlagenhersteller Suzlon gegründet, der mittlerweile 90 Prozent der Anteile an REpower besitzt.


Die endgültigen Zahlen will REpower am 13. August 2009 veröffentlichen.


REpower Systems AG: ISIN DE0006177033 / WKN 617703

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