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Wachhund-Warnung 21.01.2014

Frist abgelaufen – Ungewissheit für Prokon-Anleger

Windkraft ist das Kerngeschäft von Prokon. / Bildquelle: Fotolia (Mayer)

Die Frist, die der Windkraftprojektierer Prokon seinen Anlegern in einem spektakulären Appell vor knapp zehn Tagen gesetzt hat, ist abgelaufen. Zunächst bleibt dennoch unklar, wie es mit dem taumelnden Unternehmen aus Itzehohe weitergeht. Denn das Ziel, das Prokon sich selbst gesetzt hat, scheint weiterhin nicht erreicht.


Unabhängig davon, ob Prokon tatsächlich in die Insolvenz geht, oder einen anderen Weg aus der existenzbedrohenden Krise findet: Klar ist, dass der Fall Prokon auf die gesamte Grünstrombranche und die Branche der nachhaltigen Geldanlagen abstrahlt. Sind Investments in Erneuerbare Energien riskanter als andere Beteiligungen? Wie erkennen Anleger seriöse Angebote auf dem Markt der nachhaltigen Geldanage? Michael Herte, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, nimmt zu diesen Fragen Stellung in den  VDI-Nachrichten. Der Beitrag enthält einen Kommentar von ECOreporter.de-Chefredakteur Jörg Weber, der die Situation von Prokon, deren Hintergründe und mögliche Folgen einordnet.


Per Rundbrief hatte Prokon seine 75.000 Anleger, die nach Unternehmensangaben über Genussrechte zusammengenommen rund 1,4 Milliarden Euro investiert haben, eindringlich dazu aufgefordet, ihr Kapital mindestens bis Ende Oktober 2014 nicht aus dem Unternehmen abzuziehen, sondern im Gegenteil noch weiteres Geld nachzuschießen. Gelinge es nicht, bis zum 20. Januar 95 Prozent aller Anleger zum Bleiben zu überzeugen, stehe Prokon noch vor Monatsfrist vor der Insolvenz, hieß es in dem Schreiben. Auf der Internetseite des Unternehmens weist Prokon aus, bislang (Stand heute 13:00 Uhr) hätten über 40.000 Anleger zugesagt, rund 742 Millionen Euro im Unternehmen zu belassen. Mit einem Anteil von rund 50 Prozent wäre die angestrebte Quote von 95 Prozent damit weit verfehlt worden. Insgesamt haben laut Prokon nur knapp 63 Prozent der Genussrechtsinhaber darüber abgestimmt, ob sie auf Auszahlungen verzichten.


ECOreporter.de hat rund um die Genussrechte von Prokon eine Sonderseitemit Tipps für Anleger, Fakten zu den Anlagerisiken und Hintergründen zur Problemlage von  Prokon eingerichtet.

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