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Nachhaltige Aktien 17.07.2015

Asian Bamboo AG befürchtet massiven Umsatzeinbruch

Der Anbau von Bambus in China ist das Kerngeschäft der insolventen Asian Bamboo AG. Das Unternehmen hatte vor der Insolvenz allerdings einen Strategiewechsel angekündigt. / Foto: Fotolia

Auch 2015 wird für den insolventen Bambusplantagenbetreiber Asian Bamboo AG voraussichtlich kein gutes Geschäftsjahr. Der Umsatz wird imn diesem Jahr wohl niedriger ausfallen wird als bisher angekündigt. Das gab die Unternehmensführung, die im bislang noch vorläufigen Verfahren unter Aufsicht des Insolvenzverwalters Dr. Christoph Morgen von der Kanzlei Brinkmann & Partner weiterarbeitet, jetzt bekannt. Zudem würden die Ausgaben im operativen Geschäft in 2015 die Einnahmen wohl deutlicher übersteigen als bisher prognostiziert.

Aktuell geht das Management der Asian Bamboo AG davon aus, das laufende Geschäftsjahr 2015 lediglich mit zwei Millionen Euro Umsatz zu beenden. Käme es so, wäre das viermal weniger als bisher prognostiziert. In 2014 war der Jahresumsatz nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent auf 24,4 Millionen Euro gesunken. Zugleich sei damit zu rechnen, dass die Ausgaben im operativen Geschäft die Einnahmen um drei Millionen Euro übersteigen (negativer Cashflow), hieß es nun. Bisher ging das Asian-Bamboo-Management davon aus, im operativen Geschäft einen negativen Cashflow von zwei Millionen Euro hinnehmen zu müssen. Welche Gewinne oder Verluste das Management erwartet, ließ die Asian Bamboo AG offen. „Strukturelle Veränderungen“ bei den Plantagen sowie generelle „strukturelle Probleme im Plantagengeschäft“ hätten die Änderung der Prognose nötig gemacht hieß es dazu.


Ankündigung: Bis Ende August 2015 vorläufige Quartalszahlen

Für die ersten beiden Quartale 2015 will Asian Bamboo bis Ende August 2015 vorläufige Zahlen veröffentlichen, die wiederum auf Basis der vorläufigen Bilanz für 2014 erstellt würden, kündigte die Asian Bamboo AG an. Letztere waren Anfang März 2015 veröffentlicht worden. Die endgültige Bilanz für 2014 verzögere sich indes weiterhin, erklärte das Management weiter.

Die chinesisch-deutsche Asian Bamboo AG mit Sitz in Hamburg und Plantagen im chinesischen Fujan befindet sich seit Mitte Juni 2015 im vorläufigen Insolvenzverfahren (Details lesen Sie hier). Zuvor schon hatte das Unternehmen begonnen, weite Teile seiner Bambusplantagen zu verkaufen, um das Kerngeschäft auf Immobilien umzustellen. Die Insolvenz kam der Umsetzung dieses Strategiewechsels jedoch zuvor. Bereits im Dezember 2014 hatten zwei maßgebliche Kreditgeber die Geduld verloren und die umgehende Rückzahlung ihrer Darlehen gefordert. Die Führung der Asian Bamboo AG ist nach einigen Rücktritten aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat nach Beginn der vorläufigen Insolvenz deutlich geschrumpft (ECOreporterr.de berichtete). Im Management sitzt demnach neben dem Vorstandschef und Unternehmensgründer Lin Zuojun noch Qiu Hai als „Finanzkontroller“. Einzig verbliebener Aufsichtsrat ist demnach Thomas Gudel, der sein Amt offiziell erst im Februar 2015 angetreten hatte.

Asian Bamboo AG: ISIN DE000A0M6M79 / WKN A0M6M7 

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