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Meldungen 24.04.2017

Pfeiffer Vacuum Technology AG: Das zweite Angebot der Busch-Gruppe

Vorstand und Aufsichtsrat von Pfeiffer Vacuum empfehlen Aktionären, auch das zweite Übernahme-Angebot der konkurrierenden Busch-Gruppe nicht anzunehmen. Wir veröffentlichen die Mitteilung des Solarzulieferers hierzu im Wortlaut.

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

- Angebotspreis nicht angemessen
- Angestrebter Kontrollerwerb nicht im Interesse der Gesellschaft und der Aktionäre
- Hohe Präsenz auf der Hauptversammlung erforderlich
- Bisher kein strategisches Konzept zur möglichen Zusammenarbeit präsentiert
- Gespräche mit der Busch Familie blieben ohne Ergebnis

Asslar, 24. April 2017. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum Technology AG ("Pfeiffer Vacuum") haben heute ihre Stellungnahme gemäß § 27 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) zur Angebotsunterlage vom 12. April 2017 der Pangea GmbH, einer Gesellschaft im Besitz der Busch SE ("Busch-Gruppe"), veröffentlicht. Das nicht abgestimmte Angebot folgte auf das gescheiterte Übernahmeangebot der Busch-Gruppe an die Aktionäre der Pfeiffer Vacuum vom 13. Februar 2017.

Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass auch das zweite Angebot der Busch-Gruppe nicht im Interesse von Pfeiffer Vacuum und seiner Aktionäre ist. Beide Organe empfehlen daher den Aktionären von Pfeiffer Vacuum, das Angebot der Busch-Gruppe nicht anzunehmen.

Manfred Bender, Vorstandsvorsitzender der Pfeiffer Vacuum Technology AG, kommentiert: "Erneut ist die Busch-Gruppe nicht bereit, den Aktionären von Pfeiffer Vacuum eine angemessene Kontrollprämie für den geplanten Kontrollerwerb anzubieten. Die Busch-Gruppe war wiederum auch nicht in der Lage ein schlüssiges strategisches Konzept vorzulegen, das uns die Möglichkeit gegeben hätte, unsere Aktionäre von der Werthaltigkeit einer möglichen Zusammenarbeit und der damit einhergehenden weiteren Verbesserung der attraktiven Langfristperspektive von Pfeiffer Vacuum zu überzeugen. Wir müssen daher - im besten Interesse von Pfeiffer Vacuum und seinen Aktionären - dieses nicht angemessene Angebot ablehnen und unseren Aktionären empfehlen, das Angebot nicht anzunehmen."

Vorstand und Aufsichtsrat haben die Angemessenheit der Angebotsgegenleistung aus finanzieller Sicht eingehend geprüft und halten diese für nicht angemessen. Diese Position wird durch Bewertungsgutachten, die sogenannten Inadequacy Opinions, der Banken UBS Europe SE und Commerzbank Bank AG gestützt. Beide Banken kommen unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass der von der Busch-Gruppe gebotene Angebotspreis in Höhe von 110,00 EUR je Pfeiffer Vacuum-Aktie aus finanzieller Sicht nicht angemessen ist.

Vorstand und Aufsichtsrat von Pfeiffer Vacuum halten die Aussagen der Busch-Gruppe für nicht überzeugend, wonach die mit der Gegenleistung verbundene gebotene Prämie attraktiv für die Aktionäre von Pfeiffer Vacuum sei. Der von der Busch-Gruppe angeführte Durchschnittskurs vor der Ankündigung des ersten gescheiterten Angebots am 24. Januar 2017 war nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat allenfalls für dieses erste Angebot relevant. Der Durchschnittskurs sollte jedoch nicht als Begründung für die Attraktivität der Prämie des aktuellen Angebots herangezogen werden. Die insgesamt deutlich positive Kursentwicklung von Pfeiffer Vacuum vor der Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe des vorliegenden zweiten Angebots am 29. März 2017 war nach Einschätzung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht mehr wesentlich von dem ersten Angebot beeinflusst. Des Weiteren bedeutet die angebotene Gegenleistung einen Abschlag in Höhe von 8,30 Prozent gegenüber dem Aktienkurs von Pfeiffer Vacuum vom 11. April 2017, dem letzten Börsenhandelstag vor der Veröffentlichung der zweiten Angebotsunterlage durch die Busch-Gruppe. Der Schlusskurs der Pfeiffer-Vacuum-Aktie lautete damals 119,95 EUR. Es ist ferner davon auszugehen, dass der Angebotspreis mögliche Synergien und die zu erwartenden erheblichen finanziellen Vorteile für die Busch-Gruppe, die sich aus einer Zusammenarbeit zwischen Pfeiffer Vacuum und der Busch-Gruppe ergeben könnten, zum Nachteil der übrigen Aktionäre nicht berücksichtigt.

Vor diesem Hintergrund sind die Aussagen der Busch-Gruppe in der Angebotsunterlage, wonach sie auch über den Aufsichtsratsvorsitz die Kontrolle von Pfeiffer Vacuum anstreben, kritisch zu bewerten. Angesichts eines aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat nicht angemessenen Angebotspreises für die übrigen Aktionäre ist diese Kontrollübernahme nicht im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre und wichtiger Grund, das Angebot nicht zu befürworten. Aus dem gleichen Grund ist eine hohe Präsenz bei der Hauptversammlung am 23. Mai 2017 zur Wahrung der Aktionärsrechte erforderlich.

Aussagen der Busch-Gruppe sollen den Eindruck erwecken, dass sich der Vorstand von Pfeiffer Vacuum Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit mit der Busch-Gruppe grundsätzlich verschließt. Dieser Eindruck ist falsch. Pfeiffer Vacuum hat mit Beginn des Beteiligungserwerbs durch die Busch-Gruppe mehrere Gesprächsangebote unterbreitet und auch verschiedene Gespräche geführt. So wurde unter anderem vereinbart, dass Herr Beck als Vertrauter der Busch-Gruppe in den Aufsichtsrat von Pfeiffer Vacuum einzieht. Auch nach der Veröffentlichung der Angebotsabsicht zum aktuellen Angebot hat es - auf Initiative von Pfeiffer Vacuum - wieder ein Gespräch zwischen dem Vorstand und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats von Pfeiffer Vacuum und der Busch-Gruppe gegeben. Auch dieses Gespräch blieb ohne Ergebnis.

Bis zum heutigen Tag hat allerdings die Busch-Gruppe eine mögliche konkrete Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften nicht einmal ansatzweise skizziert.

Pfeiffer Vacuum ist strategisch, technologisch und finanziell sehr gut aufgestellt, um als unabhängiges Unternehmen von den langfristigen Wachstumspotenzialen in der Vakuumindustrie zu profitieren und den Aktionären aus eigener Kraft eine attraktive Langfristperspektive zu bieten. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Prüfung weiterer Optionen angekündigt, um diese Perspektive für die Aktionäre bestmöglich realisierbar zu machen.

Die vollständige Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat der Pfeiffer Vacuum ist auf der Unternehmenswebsite unter folgendem Link einzusehen: https://group.pfeiffer-vacuum.com/uebernahmeangebot

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass allein die begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat maßgeblich ist. Den Aktionären wird empfohlen, die Stellungnahme sorgfältig zu lesen. Die Informationen in dieser Pressemitteilung stellen keine Erläuterung oder Ergänzung zu den Aussagen in der Stellungnahme dar.

Kontakt
Pfeiffer Vacuum Technology AG
Investor Relations
Eerik Budarz
T +49 6441 802 1346
F +49 6441 802 1365
Eerik.Budarz@pfeiffer-vacuum.de

 
Kurzprofil
Pfeiffer Vacuum (Börsenkürzel PFV, ISIN DE0006916604) ist ein weltweit führender Anbieter von Vakuumlösungen. Neben einem kompletten Programm an hybrid- und magnetgelagerten Turbopumpen, umfasst das Produktportfolio Vorvakuumpumpen, Mess- und Analysegeräte, Bauteile sowie Vakuumkammern und -systeme. Seit Erfindung der Turbopumpe durch Pfeiffer Vacuum steht das Unternehmen für innovative Lösungen und Hightech-Produkte in den Märkten Analytik, Industrie, Forschung & Entwicklung, Beschichtung sowie Halbleiter. Gegründet 1890, ist Pfeiffer Vacuum heute weltweit aktiv. Das Unternehmen beschäftigt etwa 2.500 Mitarbeiter und hat über 20 Tochtergesellschaften.

Weitere Informationen finden Sie unter www.group.pfeiffer-vacuum.com

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