Solarthermisches Großkraftwerk von Abengoa. / Foto: Unternehmen

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Abengoa vor der Rettung zu Lasten der Altaktionäre

Das Rettungskonzept für die spanische Abengoa steht offenbar. Der Mischkonzern mit starkem Engagement im Bereich der Erneuerbaren Energien hat sich mit seinen wichtigsten Geldgebern darüber verständigt. Das geht aus einer Pflichtmitteilung von Abengoa hervor.

Belastet mit einem Gesamtschuldenberg von 9,4 Milliarden Euro hatte Abengoa im November 2014 vorläufigen Gläubigerschutz beantragt. Das zuständige Gericht räumte dem Unternehmen bis Ende Oktober 2016 Zeit ein, sich mit den Gläubigern auf ein Sanierungskonzept verständigen. Auf Grundzüge dafür hatten sich die Parteien im Frühjahr bereits geeinigt. Daher hatte das Gericht die Frist von Ende März auf Ende Oktober verlängert. Bis dahin müssen 75 Prozent der Gläubiger dem Rettungsplan zustimmen.

Laut der Mitteilung von Abengoa wollen nun große Kreditgeber über neue Schuldverschreibungen Abengoa rund 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Im Gegenzug sollen sie 50 Prozent der Aktien erhalten. Auch die Anleihe-Investoren sollen Schuldverschreibungen gegen Aktien tauschen. Sie bekommen für 70 Prozent ihrer Darlehen 40 Prozent der Aktien. Die übrigen 30 Prozent ihres Investments sollen sie in neue Schuldverschreibungen tauschen. Anleger, die dem Plan nicht zustimmen, müssen auf 97 Prozent ihres Investments verzichten.

Der Rettungplan läuft letztlich auf eine weitgehende Enteignung der Altaktionäre hinaus. So sollen künftig nur noch fünf Prozent der Aktien halten.

Abengoa SA: ISIN ES0105200416 / WKN 904239
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