Aixtron baut Maschinen für Unternehmen aus der Halbleiterindustrie unter anderem für Hersteller von Solarzellen und LED-Leuchtmitteln. Ein chinesischer Großinvestor plant die Komplettübernahme. / Foto: Unternehmen

23.05.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Aixtron vor Übernahme durch Chinesen – Aktienkurs springt

Die Aixtron SE steht unmittelbar vor der Übernahme durch einen chinesischen Großinvestor. Dieser ist bereit, einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag für die Komplettübername des Zulieferers für Hersteller von LEDs und Solarzellen zu bezahlen. Vorstand und Aufsichtsrat von Aixtron unterstützen das Angebot ausdrücklich. Die Übernahme steigere die Wettbewerbsfähigkeit und eröffne neue Marktzugangsmöglichkeiten in Asien, so das Aixtron Management.

Die Aixtron SE aus Herzogenrath bei Aachen steht vor der freundlichen Übernahme durch den chinesischen Investor Fujian Grand Chip Investment Fund LP (FGC). Hinter diesem Fonds steht Aixtron zufolge der chinesische Geschäftsmann Zhendong Liu. Über die Deutschland-Tochter Grand Chip Investment GmbH (GCI) bereitet sein Fonds ein Übernahmeangebot vor. Laut Aixtron ist die Grand Chip Investment GmbH dazu bereit, alle Aktien für umgerechnet knapp 670 Millionen Euro zu übernehmen. Je Aktie will der Fonds damit 6,00 Euro zahlen. Umgerechnet 231 Millionen Euro wolle der Investor als Eigenkapital zur Verfügung stellen, der Rest werde durch Kredite besichert.

Aixtron-Aktie legt wegen der Millionen-Offerte zweistellig zu

Die Aixtron-Aktie war am vergangenen Freitag, 20. Mai 2016, im Wert von 4,79 Euro aus dem Handel gegangen. Mit dem Angebot, dass Aixtron heute am Vormittag öffentlich machte, kletterte der Aktienkurs im Xetra bis 11:55 Uhr um 16 Prozent auf 5,56 Euro. Damit ist die Aktie knapp zehn Prozent teurer als vor vier Wochen. Im Vergleich zum Kurs von vor drei Monaten legte der Aktienkurs sogar 43 Prozent zu. Vor einem Jahr allerdings war die Aixtron-Aktie noch satte 34,5 Prozent teurer als heute.
Aixtron-Vorstand jubelt: „Übernahme wird Zukunft langfristig sichern
Begleitet werde die Transaktion unter anderem von J.P. Morgan als Finanzberater und White & Case LLP als Rechtsberater, teilt Aixtron mit. So die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zustimme, könne das Angebot noch im Juli 2016 erfolgen, so der Aixtron-Vorstand weiter: „Diese Transaktion wird die langfristige Zukunft von Aixtron sichern“, heißt es aus der Vorstandsetage von Aixtron: „Die Transaktion eröffnet zudem die Möglichkeit, Investitionen in das Forschungs- und Entwicklungs-Portfolio fortzuführen, um so langfristiges Wachstum in allen Technologiefeldern von Aixtron zu ermöglichen“, so der Vorstand weiter. „Wir befürworten die Transaktion vollumfänglich, da sie unmittelbaren Mehrwert für unsere Aktionäre schafft und es Aixtron ermöglicht, die neuen Produkte in den Markt zu bringen“, sagt Aixtron-Aufsichtsratschef Kim Schindelhauer. „Mit dem FGC haben wir einen Partner gefunden, der uns einen lokalen Marktzugang bietet und damit unsere Geschäftsziele in Asien unterstützt“, erklärt er. Zudem werde die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert. „Wir haben das gemeinsame Ziel, Aixtron zu einem führenden Anbieter in der Halbleiterindustrie zu machen“, kündigt der Investor Zhendong Liu an.

Nach der Übernahme soll das Management von Aixtron im Amt bleiben. Auch der Rechts- und Firmensitz werde in Deutschland verbleiben, heißt es. Abgeschlossen sein solle das Geschäft möglichst in der zweiten Jahreshälfte 2016.
Aixtron SE: ISIN DE000A0WMPJ6 / WKN A0WMPJ
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