Die SMA Solar Technology AG produziert vor allem Wechselrichter für Solaranlagen. Sie wandeln Solarstrom in Wechselstrom um. Aber vor allem weil das Unternehmen auch auf Speichertechnologie setzt ist die Solaraktie weiter aussichtsreich. / Foto: Unternehmen

30.03.16 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Meldungen

Aktie von SMA Solar nach ECOreporter-Tipp im Aufwind

Mit einer starken Bilanz für das Geschäftsjahr 2015 hat die SMA Solar Technology AG ihren Aktienkurs beflügelt. Die Aktie des Anbieters von Steuerungstechnik für Solaranlagen sprang im Xetra bis 10 Uhr um zehn Prozent auf 47,2 Euro. Als ECOreporter.de die Solaraktie im Januar in einem  Aktientipp  zum Kauf empfohlen hatte, war sie erst mit 43,3 Euro gehandelt worden. Sie hat noch immer Kurspotential.


Die SMA Solar Technology AG aus Niestetal bei Kassel hat 2015 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 24 Prozent auf 999,6 Millionen Euro gesteigert. Davon erlöst sie 87,3 Prozent im Ausland, hat also die frühere große Abhängigkeit vom Heimatmarkt Deutschland weiter verringert. Ihre wichtigsten Auslandsmärkte waren stattdessen in 2015 Nordamerika, Großbritannien, Japan und Australien. SMA verkaufte im Jahresverlauf 2015 Solar-Wechselrichter mit einer Leistung von insgesamt 7,3 Gigawatt (GW). Das entspricht einem Zuwachs von 43,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: In den USA, dem Solarmarkt mit dem weltweit nach China und Japan drittgrößten Zubau in 2015, wurde im vergangenen Jahr insgesamt 7,3 GW Photovoltaik neu installiert. In Deutschland waren es rund 1,5 GW.

SMA ist zurück in der Gewinnzone

Aufgrund der guten Umsatzentwicklung, der Reduktion der Fixkosten sowie positiver Währungseffekte verbesserte sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich. Es stieg auf 34,3 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag beim EBIT von 164,9 Millionen Euro in 2014. Damit fiel das Ergebnis noch besser aus als nach vorläufigen Berechungen angekündigt. Demnach hatte SMA beim EBIT einen Gewinn von 30 Millionen bis 33 Millionen Euro erwartet.

Trotz hoher Kosten für die erfolgreich umgesetzte Restrukturierung des Unternehmens erhöhte SMA die Nettoliquidität von 225,4 Millionen auf 285,6 Millionen Euro. Zum Jahresende erreichte der Wechselrichterhersteller eine komfortable Eigenkapitalquote von 49,1 Prozent. Der SMA-Vorstand will daher die Aktionäre an dem Jahresgewinn beteiligen. Er empfiehlt dem Aufsichtsrat, bei der Hauptversammlung am 31. Mai 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,14 Euro je Aktie vorzuschlagen. Die Höhe der Ausschüttung würde damit insgesamt 4,9 Millionen Euro betragen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 34 Prozent bezogen auf das Konzernergebnis.

Der Jahresgewinn soll auch 2016 steigen


„SMA ist früher als ursprünglich erwartet in die Gewinnzone zurückgekehrt“, sagt SMA Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon zu der Entwicklung. Trotz des größten Konzernumbaus in der Unternehmensgeschichte habe SMA aber „die Zukunft nicht aus den Augen verloren und SMA konsequent auf die Digitalisierung der Energiewirtschaft ausgerichtet. Die in den letzten Monaten geschlossenen Kooperationen mit Tesla, Daimler und dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT zeigen den Weg in die Zukunft. Als Weltmarktführer für Photovoltaik-Systemtechnik sind wir ein integraler Bestandteil der zukünftigen Energiewirtschaft“, so der SMA Vorstandssprecher. ECOreporter.de hatte Urbon im Februar in einem  ECOreporter.de-Interview  zu den Zukunftsplänen von SMA befragt. 

Urbon bestätigte heute seine im Januar ausgegebene Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr. Demnach soll sich der Umsatz stabil entwickeln und sich bis Ende 2016 auf 950 Millionen Euro bis 1,050 Milliarden Euro summieren. Zugleich peilt SMA eine deutliche Steigerung des EBIT auf 80 Millionen bis 120 Millionen Euro an.

Kaufempfehlung für die Solaraktie bekräftigt

Für langfristig ausgerichtete Investoren bleibt die SMA-Aktie aussichstreich. Im laufenden Jahr sind starke Kursgewinne eher unwahrscheinlich. Es sei denn, dem Unternehmen gelingt es wie in 2015, die Prognose zu übertreffen. Doch in den kommenden Jahren wird der globale Photovoltaikmarkt weiter stark wachsen. SMA gehört seit vielen Jahren zu den weltweit führenden Anbietern von Wechselrichtern für Solaranlagen und dürfte von diesem Wachstum profitieren. Neben diesem Kerngeschäft bietet der von SMA ausgebaute Bereich Energiespeicher große Chancen für deutliche Gewinnsteigerungen und damit kletternde Kurse der Solaraktie. Die Kooperation mit der sehr innovativen Tesla Motors zeigt großes Vertrauen des Unternehmens aus Kalifornien in die technologische Kompetenz von SMA in diesem Bereich. Zudem ist Tesla-Chef Elon Musk Chairman von SolarCity, dem größten Anbieter von Photovoltaikanlagen auf Hausdächern in den USA. Diese Verbindung verbessert die Aussichten von SMA im boomenden US-Photovoltaikmarkt, für das Geschäft der Hessen mit Wechselrichtern und auch für ihr Geschäft mit Photovoltaik-Speichertechnologie.

SMA Solar Technology AG: ISIN DE000A0DJ6J9 / WKN A0DJ6J
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