VTG-Waggons im Einsatz. / Quelle: Unternehmen

02.10.14 Aktientipps

Analyst bescheinigt der VTG-Aktie weiteres Kurspotential

Die Übernahme des Waggonvermieters AAE – Ahaus Alstätter Eisenbahn Holding AG aus der Schweiz Aktie festigt die Position der Hamburger VTG AG die Position als größter privater Waggonvermieter Europas. Davon ist zumindest Wolfgang Donnie überzeugt, Analyst der Nord LB. Zum einen wachse durch die am Dienstag gemeldete Übernahme die Waggonflotte der VTG deutlich an von knapp 53.000 auf rund 80.000. Zum anderen schließe VTG mit der Übernahme eine Lücke in ihrm Produktportfolio, denn bei etwa 15.000 der AAE-Waggons handle es sich um Wagen für den kombinierten Verkehr. Für dieses Segment der Intermodaltransporte seien die Wachstumschancen zudem höher als für konventionelle Transporte.

Laut Donnie wäre es für die VTG „sehr langwierig und kapitalintensiv“ geworden, eine Intermodalflotte aus eigener Kraft aufzubauen. Mit der Transaktion würden die Hamburger überdies der einzige Komplettanbieter für alle wesentlichen Wagensegmente des Schienengüterverkehrs in Europa. Auch sei die AAE-Flotte ist mit einem Durchschnittsalter von 15 Jahren deutlich jünger als diejenige von VTG (23 Jahre).

Der Experte der Nord LB kommt daher zu dem Schluss, dass die Übernahme für den Hamburger Waggonvermieter und Schienenlogistik-Konzern „strategisch äußerst sinnvoll“ wäre. Zumal die AAE eine sehr gute Gewinnmarge habe und dies auch die Marge der VTG verbessern dürfte. Ihm zufolge belief sich die Marge der AAE beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in 2013 auf satte 70 Prozent, die der VTG auf 54 Prozent. Die Übernahme ist für das erste Halbjahr 2015 geplant (hier  gelangen Sie zu der Unternehmensmitteilung über die Akquisition). Der Kauf soll im Wesentlichen über eine Sachkapitalerhöhung erfolgen, durch die Andreas Goer, bisheriger Inhaber von AAE, in den Besitz von rund 26 Prozent der VTG-Aktien kommen und zum neuen Großaktionär des deutschen Konzerns würde. Ihm bescheinigt Donie „ausgeprägten branchenspezifischen Sachverstand“.

Die VTG-Aktie befindet sich seit Bekanntgabe des Übernahmeplanes im Aufwind. Für den Analysten der Nord LB ist deren Potential mit dem aktuellen Kurs von 15,3 Euro (Xetra, 11:15 Uhr) aber noch längst nicht ausgereizt. Der empfiehlt den Kauf des Anteilsscheins, der dreizeit um ein Prozent über dem Vorjahreskurs gehandelt wird, und nennt als Kursziel 18 Euro. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert der Analyst der Nord LB einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis vor Steuernund Zinsen (EBIT). 2014 wird die VTG AG nach seinen Berechnungen mit 843,1 Millionen Euro Umsatz und 82 Millionen Euro EBIT beenden. Das wäre ein Umsatzanstieg um 7,5 Prozent und ein EBIT-Zuwachs um sieben Prozent. Am 13. November will der Konzern seine Zahlen für die ersten neun Monate bekannt geben.

VTG AG: ISIN DE000VTG9999 /WKN VTG999
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