Lagerhalle von Nordex: Kann der Windradhersteller nach der Übernahme von Acciona Windpower günstiger produzieren? / Quelle: Unternehmen

07.10.15 Aktientipps

Analyst sagt weiteren Höhenflug der Windaktie Nordex voraus

Dass der Hamburger Windradhersteller am Wochende die Übernahme von Acciona Windpower gemeldet hat, beflügelt weiter dessen Aktie. Sie kletterte heute bis 10:30 auf 27,9 Euro. Damit stieg der Kurs in drei Tagen um rund zehn Prozent und hat er sich auf Jahressicht verdoppelt. ECOreporter.de hatte in einem  Aktientipp  dazu geraten, die Beteiligung zunächst zu halten, aber nicht weiter aufzustocken. Sven Diermeier, Analyst der WGZ Bank, beurteilt die Aussichten der Nordex-Aktie optimistischer. Er rät zum Kauf des Wertpapiers und nennt als Kursziel 32 Euro.

Der Analyst entdeckt in der Übernahme viele Vorteile für das Unternehmen: Nordex werde zum weltweit fünftgrößten Windturbinenhersteller aufsteigen und könne die Kosten weiter veringern, da mehr Größe Skaleneffekte ermögliche, so Diermeier. Das bedeutet zum Beispiel, dass Rohstoffe billiger eingekauft werden können, da das Unternehmen ja größere Menge bestellen und entsprechende Rabatte dafür aushandeln kann. Der Experte der WGZ Bank weist drauf hin, dass der Markt für Windkraftanlagen sehr wettbewerbsintensiv ist und zunehmend von Großanbietern wie etwa GE und Siemens Windpower geprägt wird. Diese beiden Windsparten von Großkonzernen produzieren in hoher Stückzahl.

Laut Diermeier liegt das Margenziel von Acciona Windpower beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) mit 6 bis 7 Prozent über der von Nordex, deren Vorstand 5 bis 6 Prozent anvisiert. Die Übernahme werde die Gewinnsituation der Hamburger verbessern. Zudem stelle das Anlagenportfolio der Spanier eine gute Ergänzung zum Angebot von Nordex dar. „Wir erwarten auch auf Grund der Übernahme weiter steigende Kurse“, lautet das Fazit des Analysten.

Nordex SE: ISIN DE000A0D6554  / WKN A0D655
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