30.04.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Asian Bamboo AG meldet Verlust und streicht Dividende

Die Asian Bamboo AG aus Hamburg hat eine miserable Bilanz für das Geschäftsjahr 2012 vorgelegt. Dies erklärt die Bambusspezialistin, die Plantagen in China betreibt, mit einer Reihe von Faktoren. Dazu zählten etwa „ungünstige Wetterverhältnisse und Problemen bei der Rekrutierung einer ausreichenden Anzahl von landwirtschaftlichen Arbeitskräften“ sowie ein insgesamt schwaches gesamtwirtschaftliches Umfeld im Hauptabsatzmarkt China. Der Umsatz je Hektar Plantagenfläche sei infolgedessen gesunken, während die erweiterte Plantagengesamtfläche zu höheren Kosten, unter anderem Kultivierungskosten und Abschreibungen, geführt habe. In der Bilanz habe sich daher der Wert der biologischen Vermögenswerte um 19,1 Millionen Euro verringert.

Konkret ist der Umsatz von Asian Bamboo in 2012 gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 72,9 Millionen Euro geschrumpft. Nach einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 16,2 Millionen Euro in 2012 fiel im nun abgelaufenen Geschäftsjahr ein Konzernjahresfehlbetrag von 19,8 Millionen Euro an. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit ging um 37 Prozent auf 17,6 Millionen Euro zurück. Die Bankverbindlichkeiten stiegen von 14,0 Millionen auf 46,5 Millionen Euro. Das Eigenkapital verringerte sich von 315,9 Millionen auf 288,0 Millionen Euro.

Die Führung von Asian Bamboo rechnet für das laufende Geschäftsjahr nicht mit einer wesentlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen. Daher erwartet der Vorstand einen erneuten Umsatzrückgang auf nur noch 50 Millionen Euro und einen onzernjahresfehlbetrag in Höhe von rund 13 Millionen Euro. Er will ebenso wie der Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2012 keine Dividenden an die Aktionäre auszuschütten. Erst bei einer Verbesserung der operativen und finanziellen Leistung der Gesellschaft kämen wieder Ausschüttungen in Frage.

Asian Bamboo AG: ISIN: DE000A0M6M79
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