Die Modulproduktion von Conergy in Frankfurt an der Oder will der US-Investor Kawa nach wie vor nicht kaufen. / Quelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Ausverkauf der insolventen Conergy hat begonnen

Die Übernahme des insolventen Solarkonzerns Conergy AG durch den US-Investor Kawa Capital Management soll spätestens im Oktober 2013 vollends abgeschlossen sein. In einem ersten Schritt hat die in Miami, Florida, ansässige Investmentgesellschaft jetzt das Nordamerika- und das Asiengeschäft von Conergy übernommen. Konkret handele es sich um die Tochtergesellschaften in den USA, Kanada Singapur und Thailand, teilte die Conergy-Führung heute dazu mit. Verwaltung und Management in Deutschland sollen zunächst unverändert weiterarbeiten und im zweiten Schritt bis Oktober übernommen werden.

Die sofortige Übernahme sei wichtig, weil in Asien und den USA einige Conergy-Projekte in Entwicklungsphasen mit erhöhtem Finanzbedarf einträten, erklärte Conergy-Vorstandschef Philip Comberg. Diese Projekte seien nun durch Kawa gesichert. Um die Übernahme zu vervollständigen, arbeite Kawa derzeit unter anderem an einem Personalkonzept, ergänzte Andrew de Pass von Kawa Capital Management.

Kawa konzentriert sich bei der Übernahme allein auf die Filetstücke des Solarpioniers und einstigen Börsenstars Conergy. Neben den nicht von direkt von der Insolvenz betroffenen Auslandsgesellschaften übernimmt Kawa auch die Marke „Conergy“. Nicht im Paket enthalten sind die defizitären Conergy-Fabriken in Frankfurt an der Oder und Rangsdorf, wo Module beziehungsweise Montage- und Trägersysteme hergestellt werden (Näheres zu den Übernahmeplänen von Kawa lesen Sie hier (Link entfernt)). Hier sucht die Beratungsfirma im Auftrag des vorläufigem Insolvenzverwalters Dr. Sven-Holger Undritz von der Hamburger Kanzlei White & Case weiter nach Investoren.

Undritz begrüßte das Tempo, mit dem Kawa die Übernahme vorantreibt und wertete dies als Zeichen der Entschlossenheit der Amerikaner. "Kaum ein Unternehmen hat es bisher geschafft, nur zwei Wochen nach dem Insolvenzantrag einen Investor zu präsentieren“, blickt der Jurist zurück.

Conergy hatte im Juli 2013 Insolvenz beantragen müssen, nachdem eine Bank aus dem zehnköpfigen Kreditgeberkonsortium des Solarkonzerns die Pläne zum Einstieg eines potenziellen Investors abgelehnt hatte, weil sie dessen Einstiegsbedingungen nicht akzeptierte (ECOrepoter.de berichtete).

Conergy AG: ISIN DE000A1KRCK4 / WKN A1KRCK
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x