Bio-Tee der Marke Clipper gehört zum Bio-Lebensmittelangebot von Wessanen. / Foto: Unternehmen

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Biolebensmittel-Aktie: Wessanen steigert Gewinn

Die Biolebensmittel-Aktie Wessanen ist seit dem Juli 2016  eine ECOreporter-Favoriten-Aktie (Link entfernt). Seither gewann sie bis Anfang Februar 2017 fast 40 Prozent an Wert. Am heutigen Mittwoch brach der Kurs der niederländischen Biolebensmittel-Aktie an der Amsterdamer Börse jedoch innerhalb weniger Stunden um sechs Prozent auf 13 Euro ein. Und dies obwohl Wessanen gute Geschäftszahlen für 2016 veröffentlichte. ECOreporter.de ordnet die Zahlen und den Kursabsturz ein.

Wessanen versammelt unter einem Dach Bio-Lebensmittelanbieter aus verschiedenen europäischen Ländern. In 2016 sind weitere Marken hinzugekommen. Das Unternehmen ist klar auf Wachstumskurs. Das belegen die heute veröffentlichten Geschäftszahlen für 2016. Demnach konnte Wessanen den Jahresumsatz um neun Prozent auf 570 Millionen Euro steigern. Das Unternehmen ist damit nach eigenen Angaben stärker gewachsen als der europäische Markt für Bio-Lebensmittel.

Im vierten Quartal war das Umsatzplus von Wessanen gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 9,6 Prozent sogar noch höher ausgefallen als im Gesamtjahr. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Biolebensmittel-Händlers sprang im Gesamtjahr gegenüber 2015 um 18,7 Prozent auf 41,2 Millionen Euro. Die EBIT-Marge kletterte von 6,6 auf 7,2 Prozent.

Chief Executive Officer (CEO) Christophe Barnouin kündigte für 2017 eine weitere Verbesserung der EBIT-Marge auf 8,0 Prozent an. Seit 2013 hat Wessanen die EBIT-Marge ständig gesteigert. Eine Verbesserung um 0,8 Prozentpunkte war den Niederländern hier auch in 2016 gelungen. Barnouin geht davon aus, dass Wessanen im laufenden Geschäftsjahr wie in 2016 ein Umsatzwachstum von unter zehn Prozent erreichen wird.

Wessanen erreichte keinen Wachstumssprung wie in 2015

Dass Wessanen wie angekündigt in 2016 "nur" ein moderates Wachstum erreichte, hat offenbar viele Börsianer enttäuscht: Es hat dazu geführt, dass sie heute in größerem Umfang die Biolebensmittel-Aktie verkauften. Zumal die Niederländer auch für 2017 keinen so starken Wachstumsschub angekündigt hatten, wie er ihnen in 2015 gelungen war. Damals hatten sie den Jahresumsatz gegenüber dem Vorjahr um 21,6 Prozent erhöht und das EBIT sogar um 47 Prozent. Aber dies war die Folge einer umfassenden Umstrukturierung. Seither verlaufen die Geschäfte des Biolebensmittel-Händlers wieder normal und wachsen die Einnahmen solide.

Fazit

Nach den zuletzt übersteigerten Kursphantasien erscheint die Aktie von Wessanen an der Börse nun wieder angemessen bewertet. Eine zügige Kurssteigerung wie seit dem Sommer 2016 ist vorerst nicht zu erwarten. Wer die Biolebensmittel-Aktie nicht mehr lange halten will, sollte die Kursgewinne jetzt zu Geld machen. Für langfristig ausgerichtete Anleger bleibt die Beteiligung jedoch attraktiv: Ihnen empfehlen wir sie weiterhin. Das Unternehmen dürfte weiter vom europaweit anhaltenden Trend zu Biolebensmitteln profitieren, die 2016 getätigten Zukäufe in wachstumsträchtigen Märkten wie Spanien ermöglichen Zuwächse auf einem guten Niveau.

Für das Investment in Wessanen spricht zudem die Aussicht auf Dividendenzahlungen. Wessanen schüttete jedes Jahr zwischen 35 und 45 Prozent des Nettogewinns als Dividende aus. In den letzten fünf Jahren hat sich die jährliche Ausschüttung von fünf auf elf Eurocents je Aktie mehr als verdoppelt. Daher bleibt die Biolebensmittel-Aktie Wessanen in unserer  Liste mit ECOreporter-Favoriten-Aktien (Link entfernt). Wir führen sie dort weiterhin bei den  aussichtsreichen Mittelklasse-Aktien (Link entfernt).

Royal Wessanen N.V.: ISIN NL0000395317 / WKN A0J2RH
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