Meyer Burger rüstet Solarhersteller mit Maschinen aus. / Foto: Unternehmen

16.11.15 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Meldungen

Bleibt die Solaraktie von Meyer Burger im Kurskeller?

Die Meyer Burger Technology AG aus der Schweiz hat ihre Prognose für 2015 stark gekürzt und damit den Kursverfall ihrer Aktie verstärkt. Bis 10 Uhr verlor der Anteilsschein des Solarausrüsters zweistellig an Wert. ECOreporter. de hatte vor drei Monaten in einem  Aktientipp vor den Risiken des Investments in das Wertpapier gewarnt. Es hat sich seither um über 20 Prozent verbilligt, an der Swiss Exchange auf 5,6 Schweizer Franken (CHF) und in Frankfurt auf 5,2 Euro. Auf Jahressicht notiert der Anteilsschein dort um 13 Prozent im Minus.

Meyer Burger ist ein Maschinenbauer aus Thun und hängt stark von Aufträgen aus der Solarbranche ab. Für Solarhersteller bietet er unter anderem Systeme zum Schneiden von Solarwafern an. Wie die Unternehmensführung mitteilt, haben sich bei einigen Kunden aus der Solarbranche Projekte verzögert. Das habe zur Folge, dass sich deren Abnahmen von Maschinen und Systemen der Meyer Burger Technology AG in das nächste Jahr verschieben. Deshalb seien die Ziele beim Umsatz und Ergebnis nicht mehr zu erreichen.

Vor drei Monaten hatte die Unternehmensspitze noch die Umsatzprognose für 2015 von rund 400 Millionen CHF bekräftigt. Nun stellt der Solarausrüster nur noch 290 bis 340 Millionen CHF in Aussicht. Der Solarausrüster hatte im Vorjahr rund 316 Millionen CHF erlöst. Im ersten Halbjahr hatte das Unternehmen einen Umsatz von 124,4 Millionen CHF erreicht und damit den Vergleichswert des Vorjahres von 129 Millionen CHF unterschritten.

Im ersten Halbjahr hatten die Schweizer zudem beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ein Minus in Höhe 32,7 Millionen CHF erwirtschaftet. Der Verlust des Vorjahreszeitraums von minus 55,2 Millionen CHF war damit immerhin verringert worden. Die Führung von Meyer Burger Technology AG hatte im August das Ziel bestätigt, im Gesamtjahr wieder eine „schwarze Null“ zu erreichen. Davon hat sie sich jetzt aber ebenfalls verabschiedet. Sie erwartet nun beim EBITDA einen Fehlbetrag von 40 bis 65 Millionen CHF.

Per Ende Oktober 2015 lag das Volumen der neu an Meyer Burger erteilten Aufträgen bei rund 367 Millionen CHF. Das entspricht gegenüber den ersten zehn Monaten des Vorjahres 2014 einem Anstieg von 44 Prozent. Es spricht also viel dafür, dass die Schweizer im kommenden Jahr ein deutliches Wachstum erzielen werden. Allerdings haben die abermaligen Verzögerungen bei der Abnahme von Aufträgen bewiesen, dass immer wieder mit Enttäuschungen beim tatsächlichen Geschäftsverlauf zu rechnen ist. Und noch immer ist offen, wann Meyer Burger wieder profitabel wirtschaften wird. Wir raten daher weiter davon ab, in die Aktie zu investieren.

Meyer Burger Technology AG: CH0108503795 / A0YJZX
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x