Die Neueregelung der Einspeisetarife in Italien brachte geschlossen Fonds unter Druck. Im Bild die Solaranlage eines geschlossenen Chorus-Fonds in Turin. / Foto: Unternehmen

13.10.14 Anleihen / AIF

Chorus-Anleger wollen Fondsanteile in Aktien tauschen

Die Anleger der geschlossenen Solar- und Windfonds der Chorus Gruppe aus Neubiburg bei München haben sich dazu bereit erklärt, ihre Fondsanteile gegen Aktien zu tauschen. Dies ist ein Ergebnis der Abstimmung, zu der die Führung der Chorus-Gruppe die Anleger aufgerufen hatte. Wie ECOreporter auf Nachfrage erfuhr, stimmte eine große Mehrheit für den Vorschlag der Geschäftsführung.


Der beschlossene Plan sieht folgendes vor: Die Wind- und Solarparks aus 20 Fonds, insgesamt 75 Anlagen, werden in einer neuen Aktiengesellschaft zusammengefasst: der Chorus Clean Energy AG. Die Anleger sollen für ihre Fondsantiele Aktien dieser Gesellschaft bekommen. Die Aktien sollen an der Börse in einem regulierten Bereich gehandelt werden, im so genannten „Prime Standard“ in Frankfurt. Zusätzlich zu den einzelnen Fondsgesellschaften soll auch die Chorus Muttergesellschaft in die neue Aktiengesellschaft eingebracht werden. Hintergrund der nun bevorstehenden Umstrukturierung sind unter anderem Schwierigkeiten bei Solarfonds in Italien (ECOreporter.de  berichtete).

„Börsengang im Frühjahr 2015“
„Die Einbringung der Fondsanteile in die neue Gesellschaft wird vorbereitet. Die Wirtschaftsprüfer sind bereits an der Arbeit“, sagt Chorus-Geschäftsführer Peter Heidecker. Ihm zufolge stimmten im Schnitt 80 Prozent der Anleger für den Plan. Die gesamte Transaktion werde voraussichtlich noch im November 2014 abgeschlossen. Der angestrebte Börsengang folge dann im Frühjahr 2015, so der Geschäftsführer weiter.
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