In dieser Fabrik in Frankfurt an der Oder produzierete die insolvente Conergy AG bisher Solarmodule. / Quelle: Unternehmen.

29.11.13 Erneuerbare Energie

Conergy-Fabrik bald unter chinesischer Flagge?

Ein chinesischer Investor zeigt ernsthaftes Interesse an der Übernahme der Modulfabrik der insolventen Conergy AG aus Hamburg. Nach Angaben des Geschäftsführers Sven Starke sind die Verhandlungen mit dem chinesischen Modulhersteller Astronergy aus Hangzhou in der Provinz Zhejiang „auf der Zielgeraden“. Die Mitarbeiter des Werkes seien durch den Insolvenzverwalter und die Geschäftsführung bereits über die bevorstehende Übernahme informiert worden. Astrinogy ist eine Tochter der chinesischen Chint Group. Der Modulhersteller ist weltweit aktiv und unterhält  Niederlassungen in Australien USA, Japan, Thailand, Korea, Spanien und Deutschland. Letztere befindet sich in Ravensburg.

Die Übernahme sei mit weiteren Umstrukturierungen verbunden, die voraussichtlich weitere 80 Arbeitsplätze kosten werde. Ziel sei es, 200 der bislang 280 verbliebenen Arbeitsplätze in Frankfurt an der Oder zu erhalten. Nachdem die US-amerikanische KAWA Group bereits das Herzstück der Conergy AG samt der Marke und zahlreicher nicht von der Insolvenz betroffener Auslandsgesellschaften übernommen hatte, steht nun noch der Verkauf der auf Gestelle für Solaranlagen spezialisierten Conergy-Tochter Mounting Systems GmbH im brandenburgischen Rangsdorf aus. Hierzu zeigten sich die Verantwortlichen optimistisch, noch im laufenden Jahr eine Lösung präsentieren zu können.

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