Bauarbeiten an einem Offshore-Windpark von Dong Energy. Die Dänen wollen ihre Windstromproduktion auf See bis 2020 auf über sechs Gigawatt (GW) mehr als verdoppeln. / Foto: Dong Energy

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Dong Energy kann niederländische Offshore-Windparks bauen

Zwei Offshore-Windparks will die dänische Dong Energy vor der niederländischen Küste umsetzen. Sie hat sich in einem Ausschreibungsverfahren des niederländischen Wirtschaftsministeriums durchgesetzt.

Der dänische Energiekonzern Dong Energy hat in einem Ausschreibungsverfahren der Niederlande den Zuschlag für den Bau zweier Offshore-Windparks erhalten. Die Windparks Borssele 1 und II sollen 22 Kilometer vor der südwestlichen Nordseeküste der Niederlande entstehen und eine Nennleistung von jeweils 350 Megawatt (MW) erreichen. Dong Energy plant, sie innerhalb von vier Jahren in Betrieb zu nehmen.

Der Konzessionsvertrag sieht vor, dass der Strom der beiden Windparks in den ersten 15 Betriebsjahren eine Einspeisevergütung von 7,2 Eurocent je kWh erhält. Diese Vergütung wird nicht an die Inflation angefasst und beinhaltet nicht die Netzübertragungskosten. Nach 15 Jahren erhält der Windparkbetreiber für den Strom den Marktpreis.

Der Preis für den Offshore-Windstrom liegt unter deutschen Tarifen

Der Ausschreibungspreis von 7,2 Cent/kWh liegt deutlich unter den Vergütungen, die in Deutschland für Offshore-Windstrom gelten. Laut des aktuellen EEG 2014 erhalten Offshore-Windparks in Deutschland im Basismodell bei einer Inbetriebnahme in 2018/2019 eine Anfangsvergütung von 14,9 Cent/kWh über einen Zeitraum von mindestens zwölf Jahren. Im optionalen Stauchungsmodell beträgt die Anfangsvergütung 18,4 Cent/kWh in 2018/2019 für insgesamt 8 Jahre. Nach Ablauf des jeweiligen Zeitraums liegt die Grundvergütung laut EEG pauschal bei 3,9 Cent/kWh.

Dong Energy A/S:  ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH
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