Mit dem neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat die Bundesregierung festgelegt, dass die Preise für Windstrom aus neuen Projekten künftig über Ausschreibungen zu ermitteln sind. / Quelle: Fotolia, Jenseman04

21.08.17 Erneuerbare Energie

Einspeisetarif für neue Windprojekte fällt auf Rekordtief

Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der zweiten Ausschreibungsrunde für Windenergieprojekte an Land erteilt. Der durchschnittliche Einspeisetarif der Projekte, die erfolgreich an der Ausschreibung teilgenommen haben, liegt bei nur noch 4,28 Cent je Kilowattstunde (kWh). Das ist mehr als ein 1 Cent/kWh weniger als in der ersten Ausschreibungsrunde im Mai dieses Jahres.


Wie in der ersten Ausschreibungsrunde entfielen auch in der zweiten Runde mehr als 90 Prozent des Zuschlagvolumens auf Bürgerenergiegesellschaften. Der überwiegende Teil der Bürgerenergiezuschläge geht dabei nach Angaben der Bundesnetzagentur an Gesellschaften, aus deren Geboten ersichtlich wird, dass sie zumindest organisatorisch einem einzelnen Projektierer zuzuordnen sind.

Nach der ersten Ausschreibungsrunde hat die Bundesnetzagentur die erfolgreichen Bürgerenergiegesellschaften überprüft. Es gibt nach Angaben der Bundesnetzagentur bislang keine Hinweise darauf, dass gegen die gesetzlichen Anforderungen verstoßen wurde.

Für die zweite Ausschreibungsrunde galt noch eine Sonderregelung für Bürgerenergiegesellschaften. In 2018 gelten diese Sonderregelungen nach einem Beschluss des Bundestages nicht mehr, weil sie zu einem starken Einbruch im deutschen Windmarkt führen könnten.  ECOreporter.de hat die Hintergründe dazu und die möglichen Auswirkungen der Sonderregelungen vor einem Monat in einem Artikel beleuchtet.
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