Die Solarförderung wird in Deutschland in den kommenden Monaten um jeweils 0,25 Prozent sinken. Das teilte die Bundesnetzagentur mit. / Foto: Pixabay

03.05.17 Erneuerbare Energie

Einspeisevergütung für Solaranlagen sinkt – Zubau unter Ziel

Auch wenn Deutschland beim Solar-Zubau den Zielvorgaben hinterher hinkt, wird die Förderung von Photovoltaik-Anlagen sinken. Das teilte die zuständige Bundesnetzagentur mit.

Die Behörde senkt die Fördersätze für Solaranlagen, die im Zeitraum vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Juli 2017 in Betrieb genommen werden. So verringert sich zum Beispiel die Förderung für kleine Photovoltaik-Anlagen bis 10 Kilowattpeak in der festen Einspeisevergütung zum 1. Mai 2017 von derzeit 12,30 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) auf nun 12,27 ct/kWh. Damit gehen die Einspeisetarife für kleinere Photovoltaik-Anlagen erstmals seit September 2015 wieder zurück.

Die Fördersätze für Strom aus Photovoltaik-Anlagen werden nach den Regeln des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2017 monatlich angepasst. Entscheidend hierfür ist der Brutto-Zubau der letzten sechs Monate, der auf ein Jahr hochgerechnet wird. Zwischen Oktober 2016 und März 2017 sind laut Bundesnetzagentur 1.074 Megawatt (MW) Photovoltaik-Leistung neu installiert worden. Der auf ein Jahr hochgerechnete Brutto-Zubau liegt mit etwa 2.149 MW aber immer noch unterhalb des gesetzlich festgelegten Ausbaupfads von 2.500 MW.

Vergütung für Solarstrom sinkt monatlich um 0,25 Prozent

Weil der Zubau laut Bundesnetzagentur aber nur knapp unterhalb des gesetzlichen Ausbaupfads liege, sei eine Absenkung der Vergütungssätze um jeweils 0,25 Prozent pro Monat vorgesehen. Eine deutliche Unterschreitung des Ausbauziels würde dagegen dazu führen, dass die Vergütungssätze ansteigen.

Im Mai 2017 liegen die festen Einspeisevergütungen für Dachanlagen bis 100 Kilowatt Leistung je nach Größe zwischen 10,66 und 12,27 ct/kWh. Alle sonstigen Solaranlagen bis 100 Kilowatt Leistung erhalten einen Tarif von 8,49 ct/kWh. Im Juni und Juli sinken diese Sätze um 0,03 ct/kWh bei Dachanlagen und 0,02 ct/kWh bei den sonstigen Anlagen.

Die Erlösobergrenze im Marktprämienmodell, das für alle Photovoltaik-Anlagen ab 100 Kilowatt Leistung vorgeschrieben ist, liegt im Mai je nach Anlagengröße zwischen 8,89 und 12,67 ct/kWh. Auch diese Obergrenze wird bis Juli monatlich um 0,25 Prozent gesenkt.
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