Die Windkraftspezialistin eno energy GmbH will weiter wachsen. Die Anleger ziehen 21 Monate länger mit, als ursprünglich geplant. / Foto: Unternehmen

26.02.16 Anleihen / AIF

eno-energy-Anleihe wird verlängert – zu neuen Konditionen

Die Anleger der eno energy GmbH lassen ihr Kapital über den Sommer 2016 im Unternehmen. Für das Windkraftunternehmen ist das zwar essentiell wichtig, aber nur ein Teilerfolg. eno energy muss das Geld nämlich früher an die Anleger zurückzahlen, als es die Unternehmensführung wünschte und gewährt ihnen einen Zinsbonus.

Die Anleihe der eno energy GmbH wird um 21 Monate bis Ende März 2018 verlängert. Das ist das zentrale Ergebnis der mit Spannung erwarteten Gläubigerversammlung der eno energy GmbH am gestrigen Donnerstag. 31,3 Prozent aller stimmberechtigten Anleihegläubiger nahmen an der Abstimmung teil – entweder persönlich oder über einen bevollmächtigten Vertreter. Um beschlussfähig zu sein, hätten schon 25 Prozent gereicht. Das gab das Management der eno energy GmbH aus Rostock bekannt. Demnach votierten  95,5 Prozent der Teilnehmer für die Verlängerung in der Form, wie sie die Murphy&Spitz Nachhaltige Vermögensverwaltung als einer der großen Investoren von eno per Ergänzungsverlangen eingebracht hatte. Zusätzlich zu einem Zinsbonus von einem Prozent wird die Anleihe demnach künftig durch Windräder besichert. (dieser Artikel stellt den nunmehr erfolgreichen Antrag im Detail vor). Um eine Mehrheit zu erreichen, hätten in diesem Fall 75 Prozent gereicht. Damit endet ein Tauziehen, dass im August 2015 seinen Anfang nahm.

Die Führung von eno energy dürfte nicht vollends glücklich sein mit dem Abstimmungsergebnis. Einerseits wollte das Management die Anleihe unbedingt verlängern, um seine Finanzierung neu zu ordnen. Andererseits hielt das Unternehmen stets an seinem eigenen Plan zur Verlängerung der Anleihe fest, der vorsah, die Anleihe zu gleichbleibenden Konditionen bis zum Sommer 2019 zu verlängern. Es ging um 10,3 Millionen Euro, die eno 2011 über eine Anleihe (ISIN DE000A1H3V53) mit 7,375 Prozent Verzinsung pro Jahr eingeworben hatte.
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