Ein Mitarbeiter des US-Projektierers Vivint Solar montiert Solarpanels auf privaten Häusern. Das Unternehmen hat vom Solarboom im Heimatmarkt profitiert, auch wenn sich das Wachstum im Bereich privater Solaranlagen abschwächt. / Foto: Vivint Solar

11.09.17 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Meldungen

Entwicklung des US-Solarmarkts - Studie zeigt Wachstum im zweiten Quartal

In den USA hat sich der Solarmarkt im zweiten Quartal 2017 stark entwickelt. Das zeigt ein aktueller Report der Marktforscher von GTM Research. Demnach wurden von April bis Juni mit 2,387 Gigawatt (GW) mehr Solaranlagen installiert und in Betrieb genommen als je zuvor.

Fast 2,4 Gigawatt neu installierte Leistung im zweiten Quartal - gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Zuwachs von 8 Prozent. Wie die Studie außerdem zeigt, machten Photovoltaik-Anlagen im ersten Halbjahr rund 22 Prozent der gesamten neu errichteten elektrischen Erzeugungsleistung aus. Im ersten Quartal 2017 hatten die neu installierten Solaranlagen eine Gesamtkapazität von 2,044 GW.

Langsames Wachstum bei privaten Photovoltaik-Anlagen

Bei Dachsolaranlagen auf Wohnhäusern wuchs der Zubau im Vergleich zum Vorquartal jedoch nur um 1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr gab es sogar einen deutlichen Rückgang von 17 Prozent. Ursache sei unter anderem eine sinkende Nachfrage im US-Bundesstaat Kalifornien und im Nordosten der USA, so GTM Research.

In den Bereichen Gewerbe-Solaranlagen und Solarparks wurden im Vergleich zu 2016 deutlich mehr Anlagen errichtet, ihre Zahl stieg um 31 Prozent. Dafür seien vor allem behördliche Planungsfristen in Kalifornien und Massachusetts verantwortlich, teilten die Marktforscher mit.

Negative Folgen der Solar-Petition befürchtet

Für das Gesamtjahr 2017 prognostiziert GTM Research einen Zubau von 12,4 GW in den USA. In den kommenden fünf Jahren werde sich die installierte Gesamtleistung ungefähr verdreifachen, hieß es. Wenn die von Solarmodul-Herstellern eingereichte Petition in ihrer aktuellen Fassung angenommen würde, befürchtet GTM Research allerdings zunächst einen deutlichen Rückgang des Photovoltaik-Zubaus in allen Marktsegmenten.

Modulhersteller Suniva hatte im April 2017 eine Petition bei der internationalen Handelskommission der USA eingereicht. Suniva fordert darin Mindestpreise für Solarmodule. Die Petition ist ein weiterer Schritt in dem seit Jahren andauernden Konflikt, in dem den chinesischen Herstellern Dumpingpreise vorgeworfen werden. Der US-Solarverband befürchtet jedoch, dass bei einer Festsetzung von Mindestpreisen das Solarwachstum in den USA abgewürgt wird (mehr dazu lesen Sie hier).
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