Der Fidelity Clean Energy ETF will nur in nachhaltige Energieunternehmen anlegen. / Foto: Pixabay

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ETF-Test: Wie sauber ist der Fidelity Clean Energy ETF?

Der Fidelity Clean Energy ETF verspricht Investments ausschließlich in Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf Erneuerbare Energien. Doch wie grün ist das Aktienpaket tatsächlich? ECOreporter hat es durchleuchtet.

Anbieter des ETFs ist der britische Finanzdienstleister Fidelity International. Das Unternehmen bietet auch nicht-nachhaltige Investments an, verfolgt für eine Reihe von Themen-ETFs aber ein übergeordnetes Nachhaltigkeitskonzept.

Risiko/Finanzen

Der ETF startete im August 2022 und ist damit noch zu jung für eine Finanznote. Seit dem Start hat sich der Kurs schwach entwickelt und rund 42 Prozent eingebüßt - Erneuerbare-Energien-Aktien sind vor allem 2023 nicht gut gelaufen.

Die Jahreskosten sind mit 0,5 Prozent höher als bei vergleichbaren ETFs, allerdings deutlich günstiger als bei einem aktiv gemanagten Fonds. Aufgrund seiner Ausrichtung auf einen schwankenden Markt und weil er mit nur 50 Unternehmen nicht sehr breit aufgestellt ist, empfiehlt ECOreporter für den ETF eine Mindesthaltedauer von sieben, besser zehn Jahren.

Nachhaltigkeitskonzept

Der Fidelity Clean Energy ETF bildet einen Index nach, der wie der ETF selbst von Fidelity kommt. Er investiert in mittelgroße und große Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern, die im Sektor regenerative Energie aktiv sein sollen.

Um in den Index aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen mindestens 50 Prozent seiner Umsätze mit der Produktion von grüner Energie oder mit Technologie und Dienstleistungen aus diesem Bereich verdienen. Zusätzlich gelten Ausschlusskriterien.

Ausschlusskriterien

Der ETF schließt Unternehmen vollständig aus, wenn sie in Verbindung zu Geschäften mit geächteten Waffen und Nuklearwaffen stehen, Waffen für den zivilen Markt produzieren, Tabakprodukte herstellen oder gegen Arbeits- und Menschenrechte sowie Anti-Korruptions-Richtlinien verstoßen, wie sie im UN Global Compact definiert sind.

Zudem müssen die Umsätze aus Kohlestrom, der Förderung von Öl oder Gas in der Arktis sowie aus Militärverträgen unter der Schwelle von 5 Prozent liegen. Die gleiche Grenze gilt etwa auch für Geschäfte mit Pestiziden, Glücksspiel, Cannabis und Palmöl.

Keine Beschränkungen gelten hingegen für die konventionelle Öl- und Gasförderung sowie für Atomkraft – das kann in einem ETF mit Energieunternehmen kritisch werden. Die Beschränkung von Glücksspiel- oder Palmöl-Geschäften wirkt für einen Energie-ETF zwar weniger relevant. Hier ist aber zu beachten, dass die Ausschlusskriterien für eine Reihe von Fidelity-ETFs mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten gelten. (Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie im Premium-Bereich.)

So nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF

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