Eine Studie der Verbraucherzentrale Bremen zu nachhaltigen Fonds stößt auf Kritik des Forums Nachhaltige Geldanlage. / Foto: Fotolia (Krechowicz)

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Forum Nachhaltige Geldanlagen kritisiert Verbraucherzentrale

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) kritisiert die jüngste Publikation der Verbraucherzentrale (VZ) Bremen zu ethisch-ökologischen Investmentfonds. Die VZ Bremen hatte am 19. August 2014 die Ergebnisse einer gemeinsam mit der Stiftung Warentest durchgeführten Untersuchung von 46 Investmentfonds vorgestellt, die ökologische, ethische oder soziale Kriterien berücksichtigen (ECOreporter.de  berichtete) Der Test beinhaltet vor allem einen Abgleich der von den Fonds selbst angewandten Kriterien mit einem Kriterienkatalog der VZ Bremen.

„In der öffentlichen Wahrnehmung gerät leicht durcheinander, dass der Maßstab zur Bewertung der Fonds der Kriterienkatalog der VZ Bremen ist und es nicht um einen Verstoß der Fonds gegen die eigenen Kriterien der Fonds geht“, erklärt der FNG-Vorstandsvorsitzende Volker Weber. „Auf Grundlage der Untersuchung ist es damit unzutreffend und irreführend, wenn die Medien von einer ‚Mogelpackung Nachhaltigkeitsfonds‘ berichten“, sagt er.

Dem aktuell an einigen Stellen in den  Medien entstandenen Eindruck, Anbieter nachhaltiger Fonds würden Verbraucher vorsätzlich täuschen, widerspricht das FNG. „Wir bewerten es absolut positiv, dass sich die VZ Bremen aktiv und kritisch mit nachhaltigen Investmentfonds auseinandersetzt“, sagt der FNG-Vorstandsvorsitzende Weber mit Blick auf die Untersuchung zu ethischen und ökologischen Kriterien von 46 Investmentfonds. „Mit Sorge betrachten wir dagegen, wenn mit Schlagzeilen in den Medien beim Anleger ein Zynismus befördert wird, der geneigt ist, nachhaltige Geldanlagen pauschal als Greenwashing abzuwerten.“ Das FNG verweist dabei auch auf FNG-Nachhaltigkeitsprofile von Fonds.
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