01.03.17 Anleihen / AIF

Frankreich brachte erste grüne Anleihe "Green OAT" auf den Markt

Frankreich hat eine grüne Anleihe ("Green Bonds") auf den Markt gebracht. Beraten wurde Frankreich dabei von der Nachhaltigkeitsresearch-Agentur Vigeo Eiris. Die staatliche Anleihe trägt laut Vigeo Eiris die Bezeichnung "Green OAT": OAT steht für "Obligation Assimilable du Trésor", also eine Schatzobligation. Nach Angaben von Banken war die Anleihe mehrfach überzeichnet und kam schließlich auf ein Volumen von sieben Milliarden Euro.

Mit dem Green Bonds solle die Klima- und Umweltpolitik Frankreichs in einer verantwortungsvollen und innovativen Weise finanziert werden, erklärte dazu Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal. Die Anleihe ist 2039 fällig und ist die mit Abstand größte im Green-Bond-Sektor. Laut einer Untersuchung der Ratingagentur Moody's könnten auch andere Ländern bald grüne Anleihen emittieren, darunter China, Luxemburg, Marokko, Nigeria und Schweden.

Die mit der Anleihe eingesammelten Gelder werden beispielweise für die Bekämpfung des Klimawandels, den Schutz der Biodiversität und für Maßnahmen gegen Umweltverschmutzung verwendet: energieeffiziente Gebäude und CO2-arme Transportmittel werden damit gebaut. Damit stehe der Green Bonds im Einklang mit der Klimaschutzpolitik des Landes sowie mit dem Pariser Klimaschutzvertrag, den Frankreich unterzeichnet hat, hieß es. Er entspreche zudem den Vorgaben des "Energy and Ecological Transition for Climate"-Labels, kurz "TEEC", mit dem Frankreich nachhaltige Investments fördern will.

Vigeo Eiris hat die Nachhaltigkeit der grünen Anleihe von Frankreich bescheinigt und dafür unter anderem geprüft, wie gut der Umweltschutz im Anleihekonzept berücksichtigt wird. Somit trägt die Nachhaltigkeitsresearch-Agentur dafür Sorge, dass die Anleihe mit den "Green Bond Principles" in Einklang steht.  Mehr über diese Kriterien erfahren Sie in unserer Serie zu grünen Anleihen.  
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